Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Medizinische Grundlagen und Therapie des Mammakarzinoms
2.1 Diagnose
2.2 Klassifikation des Tumors
2.3 Medizinische Therapie
2.3.1 Operative Therapie
2.3.2 Adjuvante Therapien: Chemotherapie
2.3.3 Adjuvante Therapien: Endokrine Therapie
2.3.4 Adjuvante Therapien: Radiotherapie
2.3.5 Rekonstruktion/ Wiederaufbau
2.3.6 Nachsorge
2.3.7 Rehabilitation
Kapitel 3: Psychopathologische Komorbidität bei Brustkrebs
3.1 Häufige Störungsbilder bei Mammakarzinom
3.1.1 Depression
3.1.2 Angststörungen
3.1.3 Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)
3.1.4 Anpassungsstörungen
3.2 Bedarfserhebung durch Screening und Diagnostik
3.3 Prädiktoren für psychische Morbidität bei Brustkrebspatientinnen
3.4 Krankheitsverarbeitung
3.5 Gestaltung therapeutischer Angebote
3.5.1 Ziele und Inhalte therapeutischer Angebote
3.5.2 Zeitpunkt therapeutischer Angebote
3.5.3 Akzeptanz und Inanspruchnahme therapeutischer Angebote
3.5.4 Wirksamkeit therapeutischer Begleitangebote
Kapitel 4: Zielsetzung und Fragestellungen
Kapitel 5: Methodik
5.1 Datenerhebung
5.2 Fragebogen
5.3 Telefoninterview
5.4 Ergänzende medizinische Informationen
5.5 Auswertung der Daten
Kapitel 6: Ergebnisse
6.1 Beschreibung der Telefonstichprobe
6.1.1 Demographische Daten der Telefonstichprobe
6.1.2 Medizinische Daten
6.1.3 Psychologische Daten
6.1.4 Unterschiede zwischen Telefonstichprobe und Fragebogenstichprobe
6.2 Reihenfolgeeffekt der Screeninginstrumente
6.3 Unterschiede nach Zeitpunkt der Befragung
6.4 Wunsch nach psychosozialer Begleitung
6.4.1 Konstanz des Wunsches über den Untersuchungszeitraum
6.4.2 Unterschiede aufgrund psychischer Belastungen
6.4.3 Unterschiede aufgrund medizinischer Charakteristika und körperlicher Belastungen
6.5 Wie soll ein bedarfsgerechtes psychosoziales Angebot nach Ansicht der Patientinnen aussehen?
6.5.1 Gewünschter Zeitpunkt des Beratungsangebotes
6.5.2 Themen des Beratungsangebotes
6.5.3 Form der Begleitung
6.5.4 Ansprechpartner
6.5.5 Bewältigungsressourcen
Kapitel 7: Diskussion
Die explorative Pilotstudie untersucht den Wunsch von Brustkrebspatientinnen nach psychosozialen Unterstützungsangeboten und deren Zusammenhang mit der tatsächlichen psychischen Belastung, gemessen durch standardisierte Screening-Fragebögen (HADS-D, PHQ-D), um eine bedarfsgerechte Versorgungsgestaltung zu ermöglichen.
Kapitel 1: Einleitung
Die Diagnose Brustkrebs stellt für alle Betroffenen eine äußerst belastende Situation dar. Zur existentiellen Angst vor der potentiell tödlichen Erkrankung kommen häufig Ängste vor körperlicher Entstellung durch eine eventuelle Amputation der Brust sowie damit verbundene Ängste vor Verlust sexueller Attraktivität oder Libidoverlust hinzu. Bis zu einem Drittel der Frauen entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung behandlungsbedürftige komorbide psychopathologische Auffälligkeiten. Depression, Angststörungen und Anpassungsstörungen stellen die häufigsten komorbiden psychischen Erkrankungen dar, die zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können. Dennoch wird bislang eher selten von Seiten der behandelnden Ärzte ein psychologisches Begleitangebot vermittelt. Einerseits fokussiert die Versorgung im Akutkrankenhaus auf die medizinische Therapie, andererseits wird das Ausmaß komorbider psychischer Störungen von Seiten der behandelnden Ärzte überwiegend unterschätzt. Es gibt bislang zwar einige wenige Leitlinien und Konzepte zur Integration psychotherapeutischer Angebote in den medizinischen Therapieverlauf. Diese erscheinen jedoch für die Praxis noch nicht als ausreichend. Auch in der Akzeptanz der vorgehaltenen Angebote zeigen sich Schwierigkeiten: Nur wenige der Frauen, die ihren Wunsch nach Unterstützung ausdrückten, nehmen entsprechende Angebote wahr.
Ziel dieser explorativen Pilotstudie ist es, den Wunsch betroffener Frauen nach psychosozialen Unterstützungsangeboten genauer zu untersuchen. Es wird mit Hilfe zweier Screening-Fragebögen (Hospital Anxiety and Depression Scale – HADS-D, Gesundheitsfragebogen für Patienten – PHQ-D) geprüft, ob sich die Frauen gemäß ihres Wunsches nach Begleitangeboten in ihrer psychischen Belastung unterscheiden. Damit verbunden ist die Frage nach der Zuverlässigkeit bzw. Aussagekraft des subjektiven Wunsches: Es wird untersucht, ob diejenigen Frauen, die ein Begleitangebot wünschen, dieses aus fachlicher Sicht auf der Grundlage der Screening-Ergebnisse auch benötigen. Oder anders formuliert: Entscheiden sich die Frauen aufgrund der selbst wahrgenommenen Belastung auch aus fachlicher Sicht entsprechend der Screening-Ergebnisse passend für oder gegen ein Unterstützungsangebot? Weiter wird dargestellt, wie viele der Frauen, die im Krankenhaus ein Begleitangebot wünschen, diesen Wunsch auch 4-6 Wochen nach ihrem Klinikaufenthalt noch äußern. Es wird geprüft, ob diese Gruppe von Frauen mit konstantem Wunsch nach psychosozialen Begleitangeboten anhand ihrer Screening-Werte identifiziert werden kann.
Kapitel 1: Einleitung: Die Arbeit führt in die psychische Belastung bei Brustkrebs ein und definiert das Ziel, den Wunsch nach psychosozialer Unterstützung explorativ zu analysieren.
Kapitel 2: Medizinische Grundlagen und Therapie des Mammakarzinoms: Dieses Kapitel erläutert medizinische Aspekte, von der Tumorklassifikation und Diagnostik bis hin zu operativen und adjuvanten Therapieformen sowie der Nachsorge.
Kapitel 3: Psychopathologische Komorbidität bei Brustkrebs: Hier werden häufige psychische Störungen wie Depressionen und Angststörungen sowie Konzepte zur Krankheitsverarbeitung und zur Gestaltung therapeutischer Angebote dargestellt.
Kapitel 4: Zielsetzung und Fragestellungen: Die spezifischen Forschungsfragen zum Wunsch nach Begleitung und deren Übereinstimmung mit dem diagnostizierten Bedarf werden detailliert formuliert.
Kapitel 5: Methodik: Es wird die Durchführung der Fragebogenstudie und der Telefoninterviews an der Tübinger Frauenklinik einschließlich der verwendeten Messinstrumente beschrieben.
Kapitel 6: Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren deskriptive Daten zur Stichprobe, Screening-Analysen, die Entwicklung des Patientenwunsches im Zeitverlauf und die Patientenanforderungen an psychosoziale Angebote.
Kapitel 7: Diskussion: Die Befunde werden interpretiert, kritisch gewürdigt und Empfehlungen für die Integration psychosozialer Begleitung in den klinischen Alltag gegeben.
Mammakarzinom, Brustkrebs, psychosoziale Begleitung, Depression, Angststörung, Psychoonkologie, Screening, HADS-D, PHQ-D, Krankheitsverarbeitung, Patientenwunsch, Therapiebegleitung, Bedarfserhebung, psychische Belastung, Versorgungsqualität.
Die Arbeit untersucht den psychosozialen Betreuungsbedarf von Patientinnen mit Mammakarzinom und gleicht diesen Wunsch mit den Ergebnissen psychologischer Screening-Verfahren ab.
Im Fokus stehen die psychische Belastung bei Brustkrebs, die Akzeptanz und Inanspruchnahme psychosozialer Angebote sowie die Frage, wie eine optimale Unterstützung in den medizinischen Ablauf integriert werden kann.
Das Ziel ist es, die Aussagekraft des subjektiven Wunsches nach psychosozialer Begleitung zu prüfen und zu klären, ob dieser Wunsch mit dem tatsächlichen psychischen Belastungsgrad (gemessen durch HADS-D und PHQ-D) korreliert.
Es handelt sich um eine explorative Querschnittstudie, die quantitative Daten aus Fragebögen während des Klinikaufenthalts mit einer telefonischen Nachbefragung nach 4-6 Wochen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Grundlagenvermittlung, eine theoretische Aufarbeitung der psychischen Komorbidität sowie die methodische Vorgehensweise und detaillierte Ergebnisdarstellung der Pilotstudie.
Zentrale Begriffe sind Mammakarzinom, psychosoziale Begleitung, Psychoonkologie, Screening-Instrumente (HADS-D, PHQ-D) und Krankheitsverarbeitung.
Die Studie zeigt, dass ein Teil der Patientinnen den Wunsch nach Begleitung über die Zeit aufrechterhält (konstanter Wunsch), während andere nach anfänglichem Wunsch kein weiteres Interesse bekunden.
Die Arbeit stellt fest, dass Screening-Instrumente allein nicht ausreichen, um den Betreuungsbedarf zu identifizieren, sondern eine Kombination aus subjektivem Wunsch und objektivem Screening-Befund am aussagekräftigsten ist.
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