Magisterarbeit, 2003
119 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
TEIL I: Das Wachstum Londons im 16. und 17. Jahrhundert
1. Das Wachstum Londons im 16./17. Jahrhundert
1.1. Die Einwohnerzahlen gesamt Londons
1.2. Die Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtgebiete Londons
1.3. Das topografische Wachstum Londons
1.4. Die Besiedlungsgeschichte Londons im 16./17. Jahrhundert
1.5. Immigration
2. Die soziale Topografie Londons im 16./17. Jahrhundert
2.1. Die soziale Heterogenität Londons
2.2. Ursachen
2.3. Soziale Unterschiede innerhalb der Gemeinden
3. Probleme der wachsenden Metropole
3.1. Wilder Hausbau
3.2. Überbevölkerung
3.3. Armut
3.4. Mangelhafte hygienische Verhältnisse
3.5. Schlechte medizinische Versorgung
3.6. Zustand in den Vororten
4. Die Häuser Londons im 16./17. Jahrhundert
4.1. Größe und Aufbau der Häuser
4.2. Verwendete Materialien und Bauweise der Häuser
5. Zusammenfassung
TEIL II: Die Große Pest von London im Jahr 1665
1. Die Pest im Allgemeinen
1.1. Das Krankheitsbild der Pest
1.2. Übertragungswege der Pest
1.3. Die Ratte als Überträger der Pest
2. Die Große Pest von London 1665
2.1. Große Pest?
2.2. Der chronologische Verlauf der Großen Pest
2.3. Der topografische Verlauf der Großen Pest
2.4. Die Bills of Mortality und die Zahl der Todesopfer
2.4.1. Probleme bei der Datensammlung mit Hilfe der Bills of Mortality
2.4.2. Die Zahl der Todesopfer im Vergleich
2.5. Vermutete Ursachen der Großen Pest
2.5.1. Gottes Strafe, astrologische Erscheinungen und das Wetter
2.5.2. "The Poore's Plague"
TEIL III: Der Zusammenhang zwischen Wohnverhältnissen und der Peststerblichkeit während der Großen Pest in London 1665
1. Quantitative Analyse
1.1. Vorüberlegungen
1.2. Vorgehensweise
1.2.1. Analyseverfahren
1.2.2. Variablenbildung
1.3. Quellen
1.4. Analyse und Interpretation
1.5. Quantitative vs. qualitative Verfahren
2. Qualitative Analyse: Einzelfallstudien
2.1. Die Stichprobenziehung
2.2. Quellen
2.3. Analyse und Interpretation
2.3.1. City-Gemeinden (Innenstadtkern)
2.3.2. City-Gemeinden (Stadtmauer/Themse-Ufer)
2.3.3. Liberties
2.3.4. Vororte in Middlesex
2.3.5. Westminster
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Wohnverhältnissen der Londoner Bevölkerung im 17. Jahrhundert und der Peststerblichkeit während der Großen Pest 1665. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, ob ein höheres Wohlstandsniveau innerhalb einer Gemeinde mit einer geringeren Mortalitätsrate einherging und ob diese Unterschiede auf die jeweiligen Wohnbedingungen der Bevölkerung zurückzuführen sind.
1.2. Die Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtgebiete Londons
Bereits in der Literatur finden sich Hinweise darauf, dass die Besiedlung Londons im 16./17. Jahrhundert nicht gleichmäßig vonstatten ging, sondern dass vor allem die Gebiete außerhalb der Stadtmauern hohe Bevölkerungszuwächse zu verzeichnen hatten. Finlay und Shearer (1986: 45) zufolge, hatte die Einwohnerzahl der Randgebiete die der Gemeinden innerhalb und unmittelbar hinter der Stadtmauer innerhalb von 120 Jahren um ein Vielfaches überstiegen: Während in den Gemeinden in und um die Stadtmauer im Jahre 1560 noch drei Viertel der Gesamtbevölkerung Londons lebten und nur ein Viertel in den Vororten, zeigte sich die Situation um 1680 gegensätzlich: ein Viertel der Einwohner lebte nun in den Gemeinden in und nahe der Stadtmauer und drei Viertel in den Vororten (Finlay/Shearer 1986: 45). Diese Entwicklungen sind auch detailliert in Tabelle 2 und in Bild 1 erkennbar.
1. Das Wachstum Londons im 16./17. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert das rapide Bevölkerungswachstum Englands Hauptstadt und die damit einhergehende geografische Expansion in die Randgebiete.
2. Die soziale Topografie Londons im 16./17. Jahrhundert: Hier wird die Entwicklung hin zu einer sozialen Schichtung nach Einkommen und Wohlstand anstelle der traditionellen Zonierung nach Berufsgruppen untersucht.
3. Probleme der wachsenden Metropole: Die Expansion brachte schwerwiegende Probleme wie Überbevölkerung, mangelhafte Hygiene, Armut und eine unzureichende medizinische Versorgung mit sich.
4. Die Häuser Londons im 16./17. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet, wie sich der soziale Status in der Beschaffenheit, Größe und Bauweise der Häuser, insbesondere zwischen Innenstadt und Vororten, widerspiegelte.
5. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die sozio-ökonomische Heterogenität und deren Auswirkungen auf die Lebensbedingungen in den verschiedenen Stadtteilen.
TEIL II: Die Große Pest von London im Jahr 1665: Dieser Teil bietet einen Überblick über das Krankheitsbild, die Übertragungswege und den chronologischen sowie topografischen Verlauf der Pestepidemie.
TEIL III: Der Zusammenhang zwischen Wohnverhältnissen und der Peststerblichkeit während der Großen Pest in London 1665: Der Hauptteil der Arbeit verbindet statistische Analysen und Fallstudien, um den Einfluss von Wohlstand und Wohnverhältnissen auf die Sterblichkeit zu prüfen.
Große Pest 1665, London, soziale Topografie, Wohnverhältnisse, Peststerblichkeit, Demografie, Bevölkerungswachstum, Bills of Mortality, Crisis Mortality Ratios, Hygiene, Überbevölkerung, Vororte, Armut, soziale Heterogenität, Stadtgeschichte.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen den Lebens- und Wohnverhältnissen der Londoner Bevölkerung und der Sterblichkeit während der Großen Pest des Jahres 1665.
Die Untersuchung umfasst die demografische Entwicklung Londons, die soziale Schichtung, die baulichen und hygienischen Zustände der verschiedenen Stadtgebiete sowie die quantitative und qualitative Auswertung der Sterblichkeitsraten.
Ziel ist es zu klären, ob das Wohlstandsniveau einer Gemeinde direkten Einfluss auf die Peststerblichkeit hatte und ob sich dies durch die jeweiligen Wohnbedingungen begründen lässt.
Die Arbeit kombiniert quantitative statistische Analysen (Regressions- und Korrelationsanalyse) mit qualitativen Einzelfallstudien ausgewählter Beispielgemeinden.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile: die Analyse des Wachstums und der sozialen Struktur Londons, die Untersuchung der Epidemie selbst sowie die empirische Überprüfung der Korrelation zwischen Wohnstatus und Sterberisiko.
Die zentralen Begriffe sind Große Pest 1665, soziale Topografie, Wohnverhältnisse, Peststerblichkeit, Demografie und Stadtgeschichte.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sich die soziale Zusammensetzung, der Wohlstand und die Qualität der Bausubstanz zwischen dem dicht bebauten Innenstadtkern und den schnell wachsenden, häufig ärmeren Randgebieten stark voneinander unterschieden.
Die Arbeit stellt fest, dass die Flucht wohlhabenderer Bewohner aus der Stadt ein wesentlicher Faktor war, der die Sterblichkeitsraten in bestimmten, eher wohlhabenden Gebieten wie der City verringerte, im Gegensatz zu ärmeren Gebieten, in denen die Bewohner weniger Möglichkeiten zur Flucht hatten.
Diese Kennzahl setzt die Sterblichkeit in pestfreien Zeiten in Bezug zur Sterblichkeit während einer Epidemie, um das Ausmaß der jeweiligen Seuchenwelle vergleichbar zu machen.
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