Examensarbeit, 2006
82 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung
2 Syndromkonzept – Ein kurzer Abriss
2.1 Globaler Wandel und Nachhaltigkeit
2.2 Definition: Symptom, Wechselwirkungen und Syndrom
3 Die Subtropen
3.1 Mediterrane Subtropen
3.2 Klimatische Bedingungen Spaniens
3.2.1 Das thermische Klima Spaniens
3.2.2 Das hygrische Klima Spaniens
4 Bewässerungsfeldbau in Spanien
4.1 Die Entwicklung der Wasserwirtschaft in Spanien
4.2 Bewässerungsfeldbau in Spanien
4.2.1 Formen des Bewässerungsfeldbaus
4.2.2 Bewässerungsfeldbau in einer ausgewählten spanischen Region
4.3 Die geoökologischen und sozioökonomischen Folgen des Bewässerungsfeldbaus
5 Syndrom für die Mittelmeerregion
5.1 Kernprobleme der Mittelmeerregion
5.1.1 Kernprobleme im Sahel-Syndrom
5.1.2 Kernprobleme im Dust-Bowl-Syndrom
5.1.3 Kernprobleme im Grüne-Revolution-Syndrom
5.2 Konzeption: Syndrom der Mittelmeerregion
6 Anwendungsmöglichkeit im Unterricht
6.1 Lehrplanezug (Gymnasialstufe)
6.2 Idee zur Anwendung im Unterricht
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Syndromkonzept des globalen Wandels auf die spezifische Wasserknappheit und die ökologischen Probleme der Mittelmeerregion anzuwenden, wobei Spanien als Fallbeispiel dient, um die komplexen Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen im Zusammenhang mit dem Bewässerungsfeldbau zu analysieren.
4.2.2 Bewässerungsfeldbau in einer ausgewählten spanischen Region
Der Bewässerungsfeldbau in Spanien wird sowohl im Landesinneren als auch an der Küste betrieben, wobei an der Küste die Entwicklung schneller und die Ausdehnung größer ist. Das wiederum liegt an den speziellen klimatischen Bedingungen, mit denen die spanischen Südküstenregionen aufwarten können. Aufgrund dessen fällt die Wahl der ersten ausgewählten Region auf das Gebiet um Almeria.
Almeria liegt an der Südküste Spaniens (Costa del Sol) nahe dem Kap Gata in Andalusien. Es ist ein Gebiet langer Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte. Der Süden war am längsten von den Mauren besiedelt. Unter der maurischen Herrschaft wurden nur sehr kleine Flächen landwirtschaftlich genutzt, da die Wasserknappheit schon damals ein Problem darstellte. Der größte Teil der landwirtschaftlichen Flächen wurde als Trockenfeldbau verwendet, der allerdings in der Produktivität Mängel aufwies. Deshalb legte man ein Terrassensystem an, das mit einer besseren Wasserversorgung einherging. Das von den Mauren entwickelte Kanalsystem wurde für die Wasserversorgung der Huertas genutzt, auf der intensive Bewässerungslandwirtschaft in Siedlungsnähe betrieben wurde.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Wasserdefizit in Spanien und leitet das Ziel ab, das Syndromkonzept auf diese Problematik anzuwenden.
2 Syndromkonzept – Ein kurzer Abriss: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Syndromansatzes des globalen Wandels nach dem WBGU.
3 Die Subtropen: Es wird die klimatische Einordnung der mediterranen Subtropen, mit Fokus auf Spanien, vorgenommen.
4 Bewässerungsfeldbau in Spanien: Der Hauptteil analysiert die wasserwirtschaftliche Entwicklung, Techniken und Folgen des Bewässerungsfeldbaus in Spanien.
5 Syndrom für die Mittelmeerregion: Hier werden die Erkenntnisse zu einem spezifischen Syndrom der Mittelmeerregion synthetisiert.
6 Anwendungsmöglichkeit im Unterricht: Abschließend wird ein didaktisches Konzept für den Geographieunterricht in der gymnasialen Oberstufe entworfen.
Syndromkonzept, globaler Wandel, Spanien, Bewässerungsfeldbau, Wasserknappheit, Mittelmeerregion, Bodendegradation, Desertifikation, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Humankapital, Ökosysteme, Unterrichtskonzeption.
Die Arbeit untersucht die durch intensiven Bewässerungsfeldbau verursachte Wasserknappheit und ökologische Degradation in Spanien und der Mittelmeerregion im Rahmen des wissenschaftlichen Syndromkonzepts.
Im Zentrum stehen die klimatischen Bedingungen der Subtropen, die historische und moderne Entwicklung der Wasserwirtschaft, die negativen ökologischen Folgen der Landwirtschaft und deren didaktische Vermittlung.
Ziel ist es, ein "Syndrom der Mittelmeerregion" zu definieren, welches die komplexen Wechselwirkungen zwischen anthropogenen Eingriffen und natürlichen Gegebenheiten systemisch beschreibt.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Dokumentenanalyse, die Symptome und Wechselwirkungen identifiziert, um diese schließlich nach dem Syndromansatz des WBGU zu modellieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Bewässerungstypen in Spanien, die Auswirkungen des hohen Wasserverbrauchs auf Böden und Grundwasser sowie die sozioökonomischen Triebkräfte dieses Prozesses.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Syndromkonzept, Bewässerungsfeldbau, Wasserknappheit, Desertifikation und nachhaltige Entwicklung geprägt.
Laut der Autorin fördern Subventionen der EU teilweise eine landwirtschaftliche Produktion, die ökologisch nicht nachhaltig ist und den knappen Wasserressourcen entgegensteht.
Der Tourismus wird als einer der Haupttreiber für den exzessiven Wasserverbrauch (z.B. Golfplätze, Hotelanlagen) identifiziert, der den Druck auf die knappen Wasserreserven massiv erhöht.
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