Examensarbeit, 2006
67 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Geschichte und Entwicklung der Hauptschule
2. Die Krise der Hauptschule
2.1. „Restschule“
2.2. Die „Wertlosigkeit“ des Hauptschulabschlusses
2.3. Fazit
3. Lösungsansätze
3.1. Eigene Profilbildung
3.2. Auflösen der Hauptschule
3.3. Fazit
Resümee
Literatur / Quellen
Literatur
Quellen
Die Arbeit untersucht kritisch die aktuelle Krise der Hauptschule in Deutschland vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung und diskutiert Lösungsansätze wie die Profilierung der Schulform oder deren vollständige Auflösung. Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Hauptschule angesichts sinkender Akzeptanz und sozialer Herausforderungen noch eine Zukunft als eigenständige, allgemeinbildende Schulform hat.
2. DIE KRISE DER HAUPTSCHULE
Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 verzichteten alle neuen Bundesländer auf die Einrichtung der Hauptschule als eigenständige Schulform. Stattdessen wurden Haupt- und Realschulen kombiniert bzw. Gesamtschulen eingerichtet, angelehnt an die Organisationsstrukturen in der DDR. So führte Sachsen-Anhalt die „Sekundarschule“, Sachsen die „Mittelschule“, Mecklenburg-Vorpommern die „Verbundene Haupt- und Realschule“, Brandenburg die „Oberschule“ und Thüringen die „Regelschule“ ein. Doch auch Rheinland-Pfalz („Regionale Schule“) und das Saarland („Erweiterte Realschule“) haben heute die Haupt- und Realschule zusammengeführt. In Hamburg bilden die Haupt- und Realschule eine „organisatorische Einheit“. In Bremen finden sich neben dem Gymnasium nur noch „Sekundarschulen“ und Gesamtschulen. Vermehrt gibt es Zusammenlegungen auch in Berlin und Hessen.
Die aktuellen Richtlinien der Bundesländer für die Hauptschulen sind verschieden. Mehrheitlich haben sie jedoch gemein:
• die Vermittlung einer allgemeinen Bildung,
• eine Schwerpunktbildung entsprechend den Leistungen und Neigungen der Schüler sowie
• die Befähigung, den Bildungsweg vor allem in berufs-, aber auch in studienqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen.
Als einziges Bundesland bezieht sich Schleswig-Holstein auf die „Begabung“ als Indikator für die Schwerpunktbildung. Die Schulgesetze Baden-Württembergs und Niedersachsens betonen die Orientierung an „lebensnahen Sachverhalten und Aufgabenstellungen“ sowie die Förderung in besonderem Maße von praktischer Begabung, Neigung und Leistung, bzw. die Schwerpunktsetzung auf „handlungsbezogene Formen des Lernens“. Die Hauptschulen aller Bundesländer bieten die Möglichkeit, nach einem 10. Schuljahr die Schule mit der Mittleren Reife zu verlassen.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle öffentliche Debatte um die Hauptschule und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Zukunft dieser Schulform angesichts ihrer Problemlagen.
Geschichte und Entwicklung der Hauptschule: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der Hauptschule seit ihrer Einführung 1964 nach und arbeitet den ursprünglichen Bildungsauftrag sowie die Intentionen des Strukturplans für das Bildungswesen heraus.
Die Krise der Hauptschule: Hier werden die aktuelle Situation der Hauptschulen in den Bundesländern, die Problematik der "Restschule" und der Niveauverlust des Hauptschulabschlusses detailliert analysiert.
Lösungsansätze: In diesem Teil werden verschiedene bildungspolitische Strategien, wie die stärkere Profilierung der Hauptschule oder ihre Auflösung zugunsten von Verbundschulen, gegenübergestellt und bewertet.
Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunft der Hauptschule vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Bildungsauftrags und des Gleichheitsgrundsatzes.
Literatur / Quellen: Diese Sektion listet sämtliche verwendete Fachliteratur sowie die herangezogenen Primär- und Sekundärquellen auf.
Hauptschule, Bildungssystem, Chancengleichheit, Bildungsauftrag, Restschule, Schulkrise, Profilbildung, Gesamtschule, Schulentwicklung, Leistungsdifferenzierung, Lernmotivation, soziale Herkunft, Bildungsstandards, Berufsqualifizierung, Schulgesetz.
Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Krise der Hauptschule, ihre historische Entwicklung sowie die Debatte um ihre Zukunft als eigenständige Schulform.
Im Fokus stehen die Geschichte der Hauptschule, die Ursachen für ihren Prestigeverlust, die soziale Situation der Schülerschaft sowie unterschiedliche Ansätze zu deren Reform oder Auflösung.
Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Hauptschule ihren allgemeinbildenden Bildungsauftrag noch erfüllen kann oder ob eine strukturelle Neuausrichtung bzw. Auflösung geboten ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die bildungstheoretische Konzepte, aktuelle Studien und gesetzliche Regelungen der Bundesländer miteinander vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die detaillierte Darstellung der Krisensymptome (z.B. "Restschule", sinkende Abschlussniveaus) und die kritische Auseinandersetzung mit Lösungsansätzen.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Hauptschule, Bildungsauftrag, Chancengleichheit, Schulentwicklung, soziale Benachteiligung und die Diskussion um eine mögliche Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems.
Die "Restschul-Problematik" dient als zentrales Argument für den Prestigeverlust, da die Schule zunehmend als Sammelbecken für Schüler wahrgenommen wird, die in anderen Schulformen keinen Platz gefunden haben.
Die Arbeit unterstreicht die schwierige Rolle der Lehrkräfte, die oft mit pädagogischen Problemen und sozialer Aggression konfrontiert sind, und betont die Notwendigkeit, das Schulleben stärker in den Dienst der Bildung zu stellen.
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