Examensarbeit, 2004
161 Seiten, Note: 2
Vorwort
1. Der Frankfurter Flughafen
1.1. Teil 1: Rhein-Main – Ein Großraum voller Bewegung
1.1.1. Geschichte der Luftfahrt in Frankfurt am Main
1.1.1.1. Die Gründung des Flughafens
1.1.1.2. Ausbau und Entwicklung bis 1948
1.1.1.3. Die Rolle des Frankfurter Flughafens während der Berliner Blockade
1.1.1.4. Ausbau und Entwicklung des Flughafens Rhein-Main bis zur Gegenwart
1.1.1.4.1. Bau des Terminal 1
1.1.1.4.2. Bau des Terminal 2
1.2. Teil 2: Wirtschaftsgeographische Bedeutung des Flughafens Rhein-Main
1.2.1. Der Flughafen als Verkehrsknotenpunkt
1.2.1.1. Schienenverkehr
1.2.1.2. Straßenverkehr
1.2.2. Arbeitsplatz Flughafen
1.2.3. ‚Wirtschaftsmagnet’ Flughafen
1.2.4. Kontroverse Flughafenausbau
2. Lernorte
2.1. Zum Begriff Lernort
2.2. Zum Stellenwert außerschulischer Lernorte in früheren Unterrichtskonzepten
2.2.1. Zur Entwicklung des Realienunterrichts und der Anschauungspädagogik
2.2.2. Von der Anschauungspädagogik zur Heimatkunde
2.2.3. Sachkunde und Sachunterricht
2.3. Lernen
2.3.1. Entdeckendes Lernen an außerschulischen Lernorten
2.3.2. Handlungszentriertes Lernen an außerschulischen Lernorten
2.3.3. Schülerzentriertes Lernen an außerschulischen Lernorten
2.4. Veränderte Kindheit
2.4.1. Mediale Erfahrungen
2.4.2. Wohnumwelt und Erfahrungsräume
2.5. Zur Dringlichkeit außerschulischer Lernorte
2.6. Verschiedene Typen von Lernorten
3. Der Frankfurter Flughafen als außerschulischer Lernort: Fallbeispiel Flughafentour
3.1. Aufsuchen eines außerschulischen Lernortes
3.1.1. Didaktische Überlegungen
3.1.2. Methodische Überlegungen
3.1.3. Einordnung in den Rahmenplan
3.2. Attraktivität der Flughafentour
3.3. Durchführung der Umfrage und deren Rahmenbedingungen
3.3.1. Auswertung der Fragebögen zur Flughafentour
3.3.1.1. Teil 1: Anteile der Schulformen an der Gesamtzahl der Fragebögen und Einteilung in Klassenstufen
3.3.1.2. Teil 2a: Einordnung der Flughafentour in die Unterrichtseinheit
3.3.1.3. Teil 2b: Anzahl der bereits besuchten Flughafentouren
3.3.1.4. Teil 2c und 2d: Auswertung der allgemeinen Fragen zur Bewertung der Flughafentour
4. Resümee
Die Arbeit untersucht die Eignung des Frankfurter Flughafens als außerschulischen Lernort im Sachunterricht. Sie verbindet die historische und wirtschaftsgeographische Entwicklung des Flughafens mit didaktisch-methodischen Überlegungen zum Lernen außerhalb der Schule und validiert die Attraktivität der Fraport AG-Flughafentour durch eine empirische Lehrerbefragung.
3.1.1 Didaktische Überlegungen
Um den Besuch eines außerschulischen Lernortes nicht zum reinen Ausflug zu degradieren, muss beachtet werden, dass Unterrichtsgänge weder beliebig erfolgen noch unkritisch gesehen werden dürfen. Es bedarf einer gründlichen Vor- und Nachbereitung, damit nicht nur Phänomene selbst, sondern auch charakteristische Zusammenhänge wahrgenommen werden. Nach JÜRGENS besteht die didaktische Herausforderung für die Lehrkraft darin, Primärerfahrungen zu ermöglichen und davon ausgehend zur analysierenden Reflexion und Lösung von praxisbezogenen Problemen zu kommen. Außerschulisches Lernen muss somit in den Unterricht innerhalb der Schule integriert sein und darf nicht losgelöst von diesem geschehen.
Für den Besuch des Frankfurter Flughafens als außerschulischen Lernort steht vor allem die gesellschaftliche Relevanz im Vordergrund. Die Vorerfahrungen der Schüler sind nach DITTMAR/PLICKAT meist touristischer Art und sollen deshalb erweitert und strukturiert werden. Das Erkennen des Flughafens als komplexes technisches System mit seinem Raumbestand und seiner Raumaufteilung kann dem Schüler durch die Entwicklung der Fähigkeit zur Grundorientierung in einem komplexen Verkehrsmechanismus in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen helfen. Auch die Beobachtung bestimmter Arbeitsabläufe am Flughafen kann zentral für eine realistische Vorstellung von Arbeit und Beruf sein. Des Weiteren gewinnen die Schüler durch das Beobachten der Abläufe und Einrichtungen die Fertigkeit zur Bewertung derselben, wodurch die Kritikfähigkeit der Kinder gefördert wird. Die Schülerrelevanz schlägt sich in dem hohen Motivationsmoment nieder, welches der Flughafen auf die Schüler ausübt. So ist auch in jüngeren Klassen ein Besuch des Flughafens mit ausgewählten Schwerpunkten – zum Beispiel eine einfache Dokumentation über den Flughafen, die Dokumentation technischer Daten, der spätere Nach- bzw. Aufbau des Flughafens anhand einer vorher erstellten Kartierung – möglich. Die Fachrelevanz ergibt sich aus der Exemplarität der am Flughafen möglichen Einsichten in Arbeits-, Berufsleben, technische Abläufe und wirtschaftsgeographische Aspekte.
1. Der Frankfurter Flughafen: Bietet einen historischen Abriss der Luftfahrt in Frankfurt am Main sowie eine wirtschaftsgeographische Einordnung des Flughafens als Verkehrsknotenpunkt und Wirtschaftsstandort.
2. Lernorte: Analysiert theoretische Grundlagen des Lernens, die historische Entwicklung vom Realienunterricht zum Sachunterricht sowie die Notwendigkeit außerschulischer Lernorte angesichts veränderter kindlicher Lebensbedingungen.
3. Der Frankfurter Flughafen als außerschulischer Lernort: Fallbeispiel Flughafentour: Erläutert didaktische und methodische Voraussetzungen für Exkursionen und präsentiert eine empirische Untersuchung zur Bewertung der Flughafentour durch Lehrkräfte.
4. Resümee: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Flughafentour als sinnvolle, motivierende Bereicherung für den Sachunterricht.
Frankfurter Flughafen, Außerschulischer Lernort, Sachunterricht, Flughafentour, Fraport AG, Handlungsorientiertes Lernen, Entdeckendes Lernen, Schulpädagogik, Didaktik, Wirtschaftsgeographie, Kindheit, Medienkonsum, Verkehrsgeschichte, Realbegegnung, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht die pädagogische Eignung und den Mehrwert des Frankfurter Flughafens als außerschulischen Lernort für Grundschulklassen.
Sie umfasst die historische und ökonomische Bedeutung des Flughafens Frankfurt, pädagogische Theorien zum außerschulischen Lernen sowie eine Analyse der Attraktivität der „Flughafentour“ der Fraport AG.
Das Ziel ist es zu belegen, dass der Flughafen als Lernort eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht darstellt und durch seine Komplexität gezielte Lernprozesse und Motivation fördert.
Der Autor führt eine empirische Umfrage mittels Fragebögen durch, um die Erfahrungen und Bewertungen von Lehrkräften nach der Teilnahme an der Flughafentour zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische/ökonomische Standortanalyse, eine theoretische Abhandlung über Lernorte und Pädagogik sowie die Auswertung des empirischen Fragebogens.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der „außerschulische Lernort“, „Handlungsorientierung“, „Sachunterricht“ und der „Wirtschaftsmagnet Flughafen“.
Der Flughafen bietet eine „Originalbegegnung“ mit einem komplexen technischen System, das Raumstrukturen, Arbeitswelten und globale Zusammenhänge anschaulich greifbar macht.
Die Lehrkräfte bewerten die Tour überwiegend positiv, loben die Verständlichkeit der Erklärungen und empfehlen die Tour als pädagogisch wertvoll weiter.
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