Diplomarbeit, 2005
178 Seiten, Note: 1,4
Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte
1. Zweck und Anlage der Arbeit
2. Die Autoren der Federalist Papers, ihr Menschenbild und die Notwendigkeit des Staates
2.1 Die Autoren der Federalist Papers
2.1.1 Alexander HAMILTON (1757-1804)
2.1.2 John JAY (1745-1829)
2.1.3 James MADISON (1751-1836)
2.1.4 Die intellektuellen Einflüsse auf HAMILTON, JAY und MADISON
2.2 Die Federalist Papers und ihre geschichtliche Einordnung
2.2.1 Die Federalist Papers
2.2.2 Wichtige Begriffe in den Federalist Papers und ihre Übersetzung
2.2.3 Die Geschichtliche Ausgangssituation
2.2.3.1 Der Ursprung der „States“
2.2.3.2 Der Weg zur Unabhängigkeit
2.2.3.3 Die Entstehung der amerikanischen Verfassung
2.3 Das Menschenbild der Autoren der Federalist Papers und die Notwendigkeit des Staates
2.3.1 Das Menschenbild der Autoren der Federalist Papers
2.3.2 Notwendigkeit und Zweck des Staates
3. Die Organisationsform des „good government“
3.1 Die Betrachtung der Suche nach einer Organisationsform des „good government“ als Entscheidungsvorgang
3.2 Der Entscheidungsvorgang der Suche nach einer Organisationsform des „good government“
3.2.1 Zweck- und Zielsetzungsphase
3.2.2 Phase der Festlegung von Prioritäten
3.2.3 Definition der Situation
3.2.4 Die Suche nach alternativen Maßnahmen
3.2.5 Die Bewertung der alternativen Maßnahmen
3.2.5.1 Die Vorteilhaftigkeit der „Union“ in Bezug auf das Zusammengehörigkeitsgefühl der Amerikaner
3.2.5.2 Die Vorteilhaftigkeit der „Union“ in Bezug auf Politik und Verwaltung
3.2.5.3 Die ökonomische Vorteilhaftigkeit der „Union“
3.2.5.4 Die Vorteilhaftigkeit der „Union“ in Bezug auf die Sicherheit der Bürger
3.2.5.4.1 Die Vorteilhaftigkeit der „Union“ in Bezug auf äußere Sicherheit
3.2.5.4.2 Die Vorteilhaftigkeit der „Union“ in Bezug auf innere Sicherheit
3.2.6 Die Auswahl der besten Maßnahme
4. Die Ausgestaltung der „Union“
4.1 Die Ausgestaltung der „Union“ als Republik
4.1.1 Die Bedeutung von „republic“
4.1.2 Federalist No. 10 und die Bedeutung von „factions“
4.1.3 Repräsentative Republik statt reiner Demokratie
4.2 Schwächen der „Articles of Confederation“
4.3 Die Forderung nach einer “more perfect Union”
5. Die „more perfect Union“ als Idee des Bundesstaates
5.1 Bisherige Untersuchungen zur Idee des Bundesstaates (in den Federalist Papers)
5.2 Die Idee des Bundesstaates
5.2.1 Grundprinzipien der Bundesstaatsidee bei den Autoren der Federalist Papers
5.2.2 Die Entstehung des Bundesstaates
5.2.3 Die Kompetenzen von „Union“ und „States“
5.2.3.1 Die Zuweisung von Kompetenzen an die Union
5.2.3.2 Die Notwendigkeit der der „Union“ zugewiesenen Kompetenzen
5.2.3.3 Die Unschädlichkeit der der „Union“ zugewiesenen Kompetenzen in ihrer Gesamtheit
5.2.4 Die Verteilung der Kompetenzen von „Union“ und „States“ auf die Gewalten
5.2.4.1 Gewaltenteilung im Bundesstaat
5.2.4.2 Die Legislative im Bundesstaat
5.2.4.2.1 Das Repräsentantenhaus
5.2.4.2.2 Der Senat
5.2.4.3 Die Exekutive im Bundesstaat
5.2.4.3.1 Der Präsident
5.2.4.3.2 Die Verwaltung
5.2.4.4 Die Judikative im Bundesstaat und das Problem der fehlenden „Bill of Rights“
5.2.4.4.1 Die Judikative im Bundesstaat
5.2.4.4.2 Das Problem der fehlenden „Bill of Rights“
5.2.5 Die Beantwortung der Frage, ob die Verfassung „national“ oder „federal“ sei
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Bundesstaatsidee in den „Federalist Papers“ sowie in den ergänzenden Werken der Autoren Alexander Hamilton, John Jay und James Madison. Ziel ist es, unter Verwendung eines hermeneutischen Ansatzes und unter Einbezug des zeitgeschichtlichen Kontextes der amerikanischen Verfassungsentstehung, die theoretische Konzeption des Bundesstaates bei diesen Autoren herauszuarbeiten, ohne diese durch moderne Definitionskriterien vorab zu verzerren.
3.2.3 Definition der Situation
Die „Definition der Situation“ ist eine Leistung des Denkens. Es könnte versucht werden, die „Definition der Situation“ der Autoren der „Federalist Papers“ aus ihren Schriften herauszufiltern und dies in ausführlicher Weise zu schildern. Dies müsste vor dem Hintergrund der Zweck- und Zielsetzung, der Schaffung eines „good government“ geschehen. Hier soll jedoch der Hinweis ausreichen, dass die Autoren der „Federalist Papers“ in der damaligen Situation ein „Problem“ sahen, das gelöst werden muss.
HAMILTON weist gleich im ersten Satz des Federalist Papers No. I auf dieses “Problem” hin, wenn er von einer “unequivocal experience of the inefficiency of the subsisting federal government” spricht. Es gehe um die Existenz der “Union”.
Die Federalist Papers wurden geschrieben, um der Idee des „good government“ zu genügen. Die damalige Situation entsprach daher nicht den Ziel- und Zweckvorstellungen der Autoren der „Federalist Papers“.
Damit liegt nach BECKER ein entscheidungstheoretisches „Problem“, eine “Abweichung der als real abgebildeten Zustände von festgelegten Zwecken und Zielen“ (kursiv im Original, der Verfasser) vor.
Daher ist nach Maßnahmen zu suchen, um dieses Problem zu lösen und eine Harmonisierung zwischen Zweck- und Zielprogramm und der definierten Situation zu erreichen.
1. Zweck und Anlage der Arbeit: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Analyse der Bundesstaatsidee in den „Federalist Papers“ und erläutert die methodische Herangehensweise.
2. Die Autoren der Federalist Papers, ihr Menschenbild und die Notwendigkeit des Staates: Dieser Abschnitt behandelt die biographischen Hintergründe der Autoren sowie ihr Menschenbild, das die Begründung für die Notwendigkeit staatlicher Organisation liefert.
3. Die Organisationsform des „good government“: Hier wird die Suche nach einer geeigneten Staatsorganisation als rationaler Entscheidungsvorgang analysiert, wobei die „Union“ als die optimale Lösung bewertet wird.
4. Die Ausgestaltung der „Union“: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption der „Union“ als Republik und setzt sich kritisch mit den Alternativen der direkten Demokratie und den Schwächen der „Articles of Confederation“ auseinander.
5. Die „more perfect Union“ als Idee des Bundesstaates: Der Hauptteil vertieft die Theorie der „extended republic“ und analysiert detailliert die Kompetenzverteilung zwischen der nationalen Ebene und den „States“.
6. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Anwendbarkeit der historischen Konzepte der „Federalist Papers“ auf moderne Herausforderungen wie die Europäische Union.
Bundesstaat, Federalist Papers, Alexander Hamilton, James Madison, John Jay, Union, Staatsidee, Republik, Entscheidungsvorgang, Good Government, Machtverteilung, Menschenbild, Factions, Souveränität, Konstitution.
Die Arbeit analysiert die theoretische Bundesstaatsidee, wie sie von den Verfassern der „Federalist Papers“ (Hamilton, Jay, Madison) entwickelt wurde.
Im Zentrum stehen die biographischen Hintergründe der Autoren, ihr pessimistisch geprägtes Menschenbild, die historische Notwendigkeit der „Union“ und die daraus resultierende verfassungsrechtliche Kompetenzverteilung.
Das Ziel ist es, die spezifische Bundesstaatsidee aus den „Federalist Papers“ herauszuarbeiten, ohne sie mit modernen Begriffsdefinitionen zu überlagern.
Die Arbeit nutzt einen hermeneutischen Ansatz sowie eine entscheidungstheoretische Analyse, um die Staatsformfindung der Gründerväter zu rekonstruieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Ausgestaltung der „Union“ als „extended republic“ sowie mit der detaillierten Untersuchung der Kompetenzverteilung zwischen Bundes- und Gliedstaatenebene.
Die Begriffe „Union“, „Federalist Papers“, „Republic“, „Factions“ und „Checks and Balances“ sind zentral für das Verständnis der Argumentation.
Da die Autoren den Menschen als ambitioniert und durch Eigeninteresse geleitet ansahen, entwickelten sie ein System der „checks and balances“, das Machtkonzentrationen verhindert und „factions“ neutralisiert.
Die Ausweitung des Staatsgebietes und der Bevölkerungszahl soll verhindern, dass einzelne Interessengruppen (factions) die Mehrheit dominieren, da sich die Interessen durch die Größe des Raumes natürlicherweise ausbalancieren.
Sie dienen als historisches Gegenbeispiel für eine ineffiziente Regierungsform, deren Schwächen (insb. fehlende Durchsetzungskraft) die Autoren dazu bewegten, eine „more perfect Union“ zu fordern.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die „Union“ keine reine Form ist, sondern ein hybrides System, das in verschiedenen Elementen (Entstehung, Kompetenzausübung) sowohl „nationale“ als auch „föderale“ Charakteristika aufweist.
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