Diplomarbeit, 2005
137 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffsklärung
2. Diffusionsforschung
2.1 Gründe für Diffusionsforschung
2.2 Tradition verschiedener Forschungsrichtungen
3. Innovation
3.1 Prozess der Innovations-Entwicklung
3.2 Charakteristika von Innovationen
3.3 Elemente einer Innovation
3.4 Innovationstypen
3.4.1 Diskontinuierliche vs. kontinuierliche Innovationen
3.4.2 Administrative vs. technologische Innovationen
3.4.3 Produkt- vs. Prozessinnovationen
3.4.4 Industriespezifische vs. Organisationsspezifische Innovationen
3.5 Elemente einer Diffusion
3.5.1Kommunikationskanäle
3.5.1.1 Massenmedien vs. Interpersoneller Austausch
3.5.1.2 Kosmopolitische vs. Lokale Kanäle
3.5.1.3 Netzwerke
3.5.2 Zeit
3.5.3 Soziales System
3.5.4 Einfluss von Kultur und Normen auf den Diffusionserfolg
4. Adoptions-Prozess
4.1 Adopter-Kategorien
4.1.1 Der Frühe Markt
4.1.1.1 Merkmale und Einfluss von Innovatoren
4.1.1.2 Merkmale und Einfluss von Frühen Adoptern
4.1.1.3 Innovatoren und Frühe Adopter als Meinungsführer
4.1.2 Der Mainstream-Markt
4.1.2.1 Frühe Mehrheit
4.1.2.2 Späte Mehrheit
4.1.2.3 Nachzügler
4.1.3 Der Interaktions-Effekt
4.1.4 Das Schwellenwert-Modell
4.1.5 Die Kritische Masse
4.2 Der Change-Agent
4.3 Adoptionsmodelle
4.3.1 Prozess der individuellen Innovations-Entscheidung
4.3.1.1 Wissen
4.3.1.2 Überzeugung
4.3.1.3 Entscheidung
4.3.1.4 Implementierung
4.3.1.5 Bestätigung
4.3.2 Prozess der Innovations-Entscheidung in Organisationen
4.3.2.1 Organisatorische Innovations-Entscheidung
4.3.2.2 Intra-organisatorische Innovations-Entscheidung
5. Klassifizierungsmerkmale der Modelle
6. Darstellung ausgewählter Modelle
6.1 Bass-Modell
6.1.1 Modellvorstellung
6.1.2 Schwachstellen
6.2 Milling / Maier-Modell
6.2.1 Modellvorstellung
6.2.1.1 Der Diffusionssektor
6.2.1.2 Der Kosten- und Leistungssektor
6.2.2 Schwachstellen
6.3 Rogers-Modell
6.3.1 Modellvorstellung
6.3.2 Schwachstellen
7. Kritische Würdigung der vorgestellten Modelle
7.1 Bewertung der Modelle
7.1.1 Die Bewertung des Modells von Bass
7.1.2 Die Bewertung des Modells von Milling / Maier
7.1.3 Die Bewertung des Modells von Rogers
7.2 Anwendbarkeit der Modelle
7.2.1 Anwendbarkeit der Modelle für einzelne Produktarten
7.2.2 Praktische Relevanz der Modelle
7.3 Fragwürdige Modellannahmen
7.3.1 Allgemeine fragwürdige Modellannahmen
7.3.2 Formen des „Bias"
7.3.2.1 Der Pro-Innovation Bias
7.3.2.2 Der Antwort-Bias
7.3.2.3 Der Eigen-Verantwortung Bias
8. Abschlussbetrachtung
8.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
8.2 Ansatzpunkte für zukünftige Forschungsarbeiten
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die vergleichende Bewertung ausgewählter Adoptions- und Diffusionsmodelle hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz und ihres Anwendungspotenzials zur Prognose der Ausbreitung von Innovationen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob sich die Modelle für unterschiedliche Produktarten (Konsumgüter, Investitionsgüter, Produktionsgüter, Dienstleistungen) differenziert eignen.
3.1 Prozess der Innovations-Entwicklung
Das bekannteste Modell des Innovationsentwicklungsprozesses wurde von Schumpeter 1939 entworfen. Das Modell besteht aus den drei nacheinander ablaufenden Phasen der Invention, Innovation und Diffusion. In der Inventionsphase werden Lösungen für erkannte oder vermutete Probleme gesucht, d.h. es werden Neuerungen entwickelt. Am Ende der Inventionsphase erfolgt die Entwicklung, um die möglichen Lösungen zu testen und sie späteren potentiellen Abnehmern zu demonstrieren. Diese Phase ist durch eine hohe Unsicherheit gekennzeichnet, denn der Großteil der entwickelten Ideen wird nicht in die Phase der Innovation eintreten. In Abb. 3 ist die kaskadenartige Abnahme der Innovationsentwicklungen von der Invention bis zur Diffusion exemplarisch abgebildet. Die Prozentangaben sind dabei nicht als allgemeingültig zu betrachten, vielmehr sollen sie hier zur Verdeutlichung der Aufteilung dienen. Anhand der Abbildung ist zu erkennen, dass der größte Teil der entwickelten Ideen aus der Inventionsphase als technologischer Misserfolg ausscheidet. Ein weiteres Drittel scheidet aufgrund unzureichenden ökonomischen Potentials aus, d.h. die entwickelten Ideen sind zwar umsetzbar, jedoch besitzen sie für ein Unternehmen keinen ökonomischen Anreiz.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Adoptions- und Diffusionstheorie ein, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Diffusionsforschung: Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen und die historische Entwicklung der Diffusionsforschung beleuchtet, wobei der Fokus auf den Bereichen Marketing und Kommunikationswissenschaft liegt.
3. Innovation: Dieses Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Innovationsprozessen, den zentralen Elementen einer Innovation und einer detaillierten Typisierung von Innovationen sowie den grundlegenden Elementen der Diffusion.
4. Adoptions-Prozess: Hier wird der Adoptionsprozess bei Individuen und Organisationen detailliert analysiert, inklusive der verschiedenen Adopter-Kategorien und des Einflusses von Meinungsführern und Change-Agents.
5. Klassifizierungsmerkmale der Modelle: In diesem Kapitel werden Kriterien definiert, um die im weiteren Verlauf betrachteten Modelle hinsichtlich ihrer Erklärungskraft und methodischen Annahmen vergleichbar zu machen.
6. Darstellung ausgewählter Modelle: Eine detaillierte Vorstellung und Diskussion der drei ausgewählten Modelle (Bass, Milling / Maier, Rogers) erfolgt in diesem Abschnitt.
7. Kritische Würdigung der vorgestellten Modelle: Dieses Kapitel bewertet die Modelle anhand der zuvor definierten Kriterien, prüft ihre praktische Anwendbarkeit für verschiedene Produktarten und diskutiert methodische Bias-Effekte.
8. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschungsaktivitäten im Bereich der Diffusionsprognose.
Innovation, Adoption, Diffusion, Diffusionsforschung, Bass-Modell, Rogers-Modell, Milling/Maier-Modell, Adopter, Marktpotenzial, Produktlebenszyklus, Marketing, Innovationsmanagement, Wettbewerbsvorteil, Modellbewertung, Prognosemethode.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Klassifizierung, Relevanz und den Anwendungspotenzialen von Adoptions- und Diffusionsmodellen, um die Ausbreitung von Innovationen besser verstehen und vorhersagen zu können.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Innovationsentwicklung, die verschiedenen Modelle zur Beschreibung von Diffusions- und Adoptionsprozessen sowie die kritische Prüfung dieser Modelle für die betriebswirtschaftliche Praxis.
Das Hauptziel ist die Bewertung des Anwendungspotenzials dreier spezifischer Modelle (Bass, Milling / Maier, Rogers) bei der Prognose der Adoption und Diffusion von Innovationen, insbesondere im Hinblick auf unterschiedliche Produktarten.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und modelltheoretische Untersuchung, bei der die ausgewählten Modelle anhand vorher festgelegter Klassifizierungsmerkmale und Kriterien kritisch gewürdigt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Klassifizierung der Modelle, die detaillierte Darstellung und Diskussion der drei ausgewählten Modelle sowie deren kritische Würdigung hinsichtlich Anwendbarkeit und theoretischer Schwachstellen.
Zentrale Begriffe sind neben den genannten Modellen die Adopter-Kategorien, die kritische Masse, der Change-Agent, der Adoptionsprozess, das Marktpotenzial sowie verschiedene Bias-Effekte, die die Diffusionsforschung beeinflussen.
Die Arbeit stellt fest, dass Innovationen nicht als äquivalente Einheiten betrachtet werden dürfen, da beispielsweise diskontinuierliche (radikale) von kontinuierlichen Innovationen unterschiedliche Adoptionsverläufe erfordern und somit unterschiedliche Modellansätze notwendig machen.
Der Pro-Innovation Bias beschreibt eine Wahrnehmungsverzerrung, bei der Forscher fälschlicherweise davon ausgehen, dass eine Innovation immer einen positiven Effekt für den Adopter hat, was dazu führt, dass fehlgeschlagene Innovationsversuche in der Literatur oft unterrepräsentiert sind.
Während das Bass-Modell ein quantitatives, mathematisches Diffusionsmodell zur Prognose von Absatzzahlen ist, stellt das Modell von Rogers ein deskriptives Modell dar, das primär die qualitativen Phasen und psychologischen Entscheidungsprozesse bei der Adoption einer Innovation beschreibt.
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