Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 2,2
1 Deklaratorisches
1.1 Collaborative Content
2 Einleitung
3 Unternehmensplanung und Budgetierung
3.1 Strategie
3.2 Strategische Planung
3.3 Operative Planung
3.4 Metaplanung
3.5 Grenzen der Planung und Budgetierung
3.6 Neue Wege der Planung und Budgetierung
4 Prozessorientierung im Unternehmen
4.1 Organisation und Prozesse
4.2 Geschäftsprozessmanagement
4.2.1 Geschäftsprozess-Framework
4.2.2 Geschäftsprozess-Rollen
4.2.3 Geschäftsprozess-Metriken
4.2.4 Meta-Organisation
4.2.5 Prozesscontrolling
4.3 Bedeutung der Geschäftsprozesse für Planung und Budgetierung
5 Konzept zur prozessorientierten Planung und Budgetierung
5.1 Strategisch-prozessorientierte Planung
5.1.1 Strategisch-prozessorientierte Analyse
5.1.1.1 Umwelt der Geschäftseinheit
5.1.1.2 Geschäftsprozessanalyse
5.1.1.2.1 Process-Lifecycle
5.1.1.2.2 Berechnung der Prozesskosten
5.1.1.2.3 Zeit, Kosten und Qualität - Kennzahlen
5.1.1.2.4 Prozessbenchmarking
5.1.1.2.5 Target-Costing
5.1.1.3 Ergebnisse der Geschäftsprozessanalyse
5.1.1.4 Kurzes Fazit und Fallbeispiel
5.1.2 Ableitung der Strategien
5.1.2.1 Wettbewerbsstrategie der Geschäftseinheit
5.1.2.2 Balanced Scorecard
5.1.2.3 Kurzes Fazit und Fallbeispiel
5.1.3 Prozessorientierte Strategieimplementierung
5.1.3.1 Prozesstransformationen
5.1.3.1.1 Restrukturierungen
5.1.3.1.2 Geschäftsprozessoptimierungen
5.1.3.2 Geschäftsprozess-Scorecard
5.1.3.3 Strategisches Budget
5.1.3.4 Kurzes Fazit und Fallbeispiel
5.2 Operativ-prozessorientierte Planung
5.2.1 Planung der Prozessdurchführung
5.2.2 Prozessorientierte Budgetierung
5.2.2.1 Ablauf der prozessorientierten Budgetierung
5.2.2.2 Anwendungsbereich
5.2.2.3 Beachtung von Prozesstransformationen
5.2.2.4 SLP und funktionale Pläne
5.2.2.5 Forecast
5.2.3 Kurzes Fazit und Fallbeispiel
5.3 Prozessorientierte Metaplanung
6 Schlussbetrachtung
7 Anhang
7.1 Anhänge zum Fallbeispiel
7.1.1 Auftragsabwicklungsprozess „GP-Metrik“
7.1.2 Benchmark Auswertungen
7.1.3 Balanced Scorecard Strategy Map
7.1.4 Projektplan und -budget
7.1.5 Angepasste SLP und Kostentreibermenge des Vorjahres
7.1.6 SLP Budget
7.2 Sonstige Anhänge
7.2.1 GQM Methode
7.2.2 Balanced Scorecard Strategy Map
Das primäre Ziel der Arbeit besteht in der Entwicklung eines Konzepts zur prozessorientierten Unternehmensplanung und Budgetierung, um durch die permanente Integration von Geschäftsprozessen in diese Steuerungssysteme eine kontinuierliche Anpassungsfähigkeit des Unternehmens zu ermöglichen. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Gestaltung einer Planungsmethodik, die sowohl strategische als auch operative Anforderungen prozessorientiert abdeckt.
3.1 Strategie
In der Literatur wird der Begriff der Strategie unterschiedlich definiert [SMG57 S.20]. Mintzberg betrachtet den Strategiebegriff aus fünf Sichtweisen [SSI55 S.26-27]. Bei der ersten wird die Strategie als ein Plan verstanden. Es wird festgelegt, wie ein Unternehmen bestimmte Ziele erreichen soll [SMG57 S.20]. Mintzberg betont, dass Strategien nicht zwingend durch Pläne entstehen müssen. Auch durch unbeabsichtigte Einzelentscheidungen kann im Nachhinein ein Strategiemuster (Pattern) erkannt werden. Die Strategie kann ferner als die Positionierung eines Unternehmens auf dem Markt verstanden werden (Position). „Bei anderen hingegen ist die Strategie eine Perspektive, nämlich die grundlegende Art und Weise, wie eine Organisation agiert [SSI55 S.26]“. Schließlich wird die Strategie als Spielzeug (Ploy) verstanden, insofern, als dass die Auswahl der Strategie die Konkurrenz spielerisch „austricksen“ soll.
Grünig/Kühn sehen in Strategien Voraussetzungen, welche in der Gegenwart geschaffen werden müssen, damit langfristig die obersten Ziele eines Unternehmens erreicht werden. Die übergeordneten Ziele eines Unternehmens sind die Erzielung eines Gewinnes und die langfristige Sicherung der Existenz [MSP21 S.7]. Damit diese erreicht werden, müssen Strategien Aussagen über die folgenden Bereiche treffen:
Mehr als vier verschiedene Anforderungen werden dabei explizit formuliert: Die Festlegung strategischer Ziele und Erfolgsfaktoren, die Definition der Markt- und Wettbewerbsposition, die Bestimmung der Produkt-Markt-Kombinationen sowie die Konfiguration des Wertlieferungssystems und die Sicherung der notwendigen materiellen und immateriellen Ressourcen (Wertbasis).
Strategien machen somit in der Gegenwart eine Aussage, wie das Unternehmen langfristig unter Beachtung der Erfolgsfaktoren konfiguriert werden muss, so dass es die obersten Unternehmensziele erreicht, die in der Vision des Unternehmens verankert sind.
1 Deklaratorisches: Formale Erklärung zur Publikationsbereitschaft der Arbeit.
2 Einleitung: Hinführung zum Thema durch die Bedeutung von Kundenorientierung und Prozessen in einer globalisierten Wirtschaft sowie Erläuterung des Aufbaus der Diplomarbeit.
3 Unternehmensplanung und Budgetierung: Analyse der klassischen Planungsbegriffe, der verschiedenen Planungsebenen und Aufzeigen von Schwachstellen in den traditionellen Ansätzen.
4 Prozessorientierung im Unternehmen: Darstellung der theoretischen Grundlagen der Prozessorientierung, der Organisationstypen sowie der Methoden des Geschäftsprozessmanagements.
5 Konzept zur prozessorientierten Planung und Budgetierung: Hauptteil der Arbeit, der ein Konzept zur Integration von Geschäftsprozessen in die strategische und operative Planung inklusive eines praktischen Fallbeispiels erarbeitet.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, Bewertung des Konzepts sowie kritische Würdigung der Anforderungen an Datenpflege und IT-Infrastruktur.
Prozessorientierung, Unternehmensplanung, Budgetierung, Geschäftsprozessmanagement, Balanced Scorecard, Strategie, Prozesskostenrechnung, Prozesstransformation, Benchmarking, Performance-Lücke, Kostentreiber, Standardleistungsprofile, Zielkostenrechnung, Prozesscontrolling, Wertkette
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur Integration von Geschäftsprozessen in die Unternehmensplanung und Budgetierung, um die Steuerungsfähigkeit von Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld zu verbessern.
Zu den zentralen Feldern gehören das strategische Management, das Geschäftsprozessmanagement, die Prozesskostenrechnung sowie moderne Ansätze zur Budgetierung wie Better Budgeting und die Balanced Scorecard.
Das primäre Ziel ist es, eine Methodik zu gestalten, mit der Geschäftsprozesse permanent in die Unternehmensplanung integriert werden, um eine strategiekonforme Steuerung der Wertschöpfungskette zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung einer prozessorientierten Methodik, die durch ein fortlaufendes Fallbeispiel eines Auftragsabwicklungsprozesses konkretisiert und illustriert wird.
Im fünften Kapitel wird ein zweigliedriges Konzept (strategisch und operativ) entwickelt, welches die prozessorientierte Analyse, die Strategieableitung via Balanced Scorecard sowie die prozessorientierte Budgetierung umfasst.
Wesentliche Begriffe sind Prozessorientierung, Unternehmensplanung, Budgetierung, Balanced Scorecard, Prozesskostenrechnung, Kostentreiber und prozessorientierte Strategieimplementierung.
Das Fallbeispiel zum Auftragsabwicklungsprozess macht die abstrakte Theorie greifbar, indem es die konkrete Ermittlung von Prozesskosten, Durchlaufzeiten und die Anwendung von Zielgrößen in einer Geschäftseinheit demonstriert.
Der Autor betont, dass eine effektive Prozessorientierung ohne eine leistungsfähige IT-Infrastruktur zur Datenpflege und Analyse kaum umsetzbar ist, da sonst die notwendige Transparenz über Prozessleistungen fehlt.
Die Messbarkeit und Identifikation valider Kostentreiber in unterstützenden Prozessen (sekundäre Geschäftsprozesse) ist wesentlich komplexer als bei primären, operativen Prozessen, was die Anwendung des Konzepts hier erschwert.
Im Gegensatz zur klassischen, oft outputorientierten und verhandelten Budgetierung basiert die prozessorientierte Budgetierung auf einer verursachungsgerechten Kostenplanung, die sich an der tatsächlichen Inanspruchnahme von Prozessleistungen orientiert.
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