Diplomarbeit, 2007
140 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Abgrenzung des Betrachtungsgegenstandes
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung
2.1 Begriffliche Abgrenzungen
2.1.1 Cost Driver
2.1.2 Kontextrelevante Kostenarten
2.1.3 Abgrenzung der indirekten Leistungsbereiche
2.1.4 Charakterisierung von Prozessen
2.2 Historische Entwicklung
2.2.1 Activity-Based Costing
2.2.2 Prozesskostenrechnung
2.3 Ziele
2.4 Anwendungsbereiche
2.4.1 Abgrenzung des Anwendungsbereiches der Prozesskostenrechnung
2.4.2 Besonderheiten bei der Anwendung in Dienstleistungsunternehmen
2.5 Vorgehensweise
2.5.1 Bestimmung der Strukturelemente
2.5.1.1 Abgrenzung des Anwendungsbereiches und Hypothesenbildung
2.5.1.2 Tätigkeitsanalyse und Teilprozessermittlung
2.5.1.3 Verdichtung der Teilprozesse zu Hauptprozessen
2.5.1.4 Identifikation der Cost Driver
2.5.2 Jährliche Planung der Prozesskosten
2.5.2.1 Kapazitäts- und Kostenzuordnung
2.5.2.2 Festlegung der Planprozessmengen
2.5.2.3 Ermittlung der Prozesskostensätze und Durchführung der prozessorientierten Kalkulation
2.6 Kritische Würdigung
2.6.1 Grenzen und Herausforderungen
2.6.2 Chancen
3 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutscher Krankenhäuser
3.1 Finanzierung der Krankenhäuser
3.1.1 Historische Entwicklung
3.1.2 Aktuelle Gesetzeslage
3.2 Das Fallpauschalensystem als Grundlage der Budgetvereinbarungen
3.2.1 Formen der Vergütung stationärer Krankenhausleistungen
3.2.2 Das Prinzip der Diagnosis Related Groups
3.2.2.1 Ziele
3.2.2.2 Historische Entwicklung
3.2.2.3 Ermittlung der DRG für einen Behandlungsfall
3.2.2.4 Planung der Fallmengen
3.2.2.5 Herausforderungen
3.2.3 Erlösausgleich
3.3 Die veränderte Wettbewerbssituation infolge des Festpreissystems
3.3.1 Abnehmende Verweildauer der Patienten im Krankenhaus
3.3.2 Zunehmende Privatisierung der Krankenhäuser
4 Kosten- und Leistungsrechnung in deutschen Krankenhäusern
4.1 Aufgaben und Merkmale des Krankenhauscontrollings
4.1.1 Der Controllingbegriff im Kontext des Krankenhauswesens
4.1.2 Aufgaben des Krankenhausmanagements
4.1.3 Anforderungen an die Kostenrechnung im Krankenhaus
4.2 Strukturen der Leistungserbringung im Krankenhaus
4.2.1 Der Leistungsbegriff im Krankenhaus
4.2.2 Das Krankenhausbetriebsgeschehen
4.2.3 Charakterisierung des Krankenhauses als Dienstleistungsunternehmen
4.3 Kostenrechnung im Krankenhaus im Kontext der Rohfallkostenkalkulation
4.3.1 Gesetzliche Standards
4.3.2 Rahmenbedingungen für die Kalkulation der Rohfallkosten
4.3.3 Grundzüge der Kalkulation von Rohfallkosten
4.3.3.1 Fallbezogene Zuordnung der Einzelkosten
4.3.3.2 Personalkostenverrechnung
4.3.3.3 Kostenstellenverrechnung
4.3.3.4 Fallbezogene Kostenzuordnung
4.3.4 Grenzen der Kostenkalkulation im Krankenhaus
4.4 Bestehende Ansätze zur Integration der Prozesskostenrechnung
5 Einsatzmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungssystem im Krankenhaus
5.1 Anwendungsbereich
5.2 Darstellung der Vorgehensweise anhand der DRG „O60D“
5.2.1 Hypothesenbildung
5.2.2 Tätigkeitsanalyse und Teilprozessermittlung
5.2.3 Kapazitäts- und Kostenzuordnung
5.2.4 Bestimmung von Hauptprozessen und Identifikation der Cost Driver
5.2.5 Ermittlung der Prozesskostensätze und Durchführung der prozessorientierten Kalkulation
5.3 Abweichungen gegenüber der Rohfallkostenkalkulation
5.4 Grenzen und Chancen der Prozesskostenrechnung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den Einsatz der Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungssystem in deutschen Krankenhäusern. Dabei wird analysiert, inwieweit die methodischen Anforderungen der Prozesskostenrechnung mit den krankenhausspezifischen Gegebenheiten, insbesondere dem DRG-basierten Vergütungssystem, vereinbar sind und welche Chancen zur Effizienzsteigerung und Kostentransparenz sich hierbei ergeben.
2.1 Begriffliche Abgrenzungen
Bevor auf die der Prozesskostenrechnung zugrunde liegenden Zusammenhänge detailliert eingegangen wird, werden in Kapitel 2.1 zunächst zentrale Begriffe abgegrenzt und spezifiziert.
2.1.1 Cost Driver
Der Begriff Cost Driver wird in der Literatur teilweise synonym zu den Begriffen Kosteneinflussgröße, Kostenbestimmungsfaktor, Bezugsgröße, Prozessgröße und Kostentreiber verwendet, zum Teil aber auch mit wechselnder Bedeutung. Im Rahmen dieser Arbeit wird mit der unterschiedlichen Verwendung der Begriffe einem differenzierten Begriffsverständnis Rechnung getragen.
Kosteneinflussgrößen, die synonym als Kostenbestimmungsfaktor bezeichnet werden, stehen in einer korrelativ-funktionalen oder kausalen Beziehung zu der jeweiligen Kostenhöhe. Eine Kosteneinflussgröße, die „sich quantitativ ausdrücken lässt, kann zugleich Bezugsgröße sein, muss es aber nicht“.
Als Maßgröße für die die Kosten verursachenden Faktoren, werden Bezugsgrößen zur Verteilung der primären Kostenarten auf die Kostenstellen, zur Bildung von Verrechnungssätzen im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung sowie zur Bildung von Kalkulationssätzen bei der Zurechnung der Kosten auf die Kostenträger verwendet.
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Untersuchung durch den steigenden Kostendruck in Krankenhäusern und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung: Das Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente, Ziele und die methodische Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung.
3 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutscher Krankenhäuser: Hier werden die Finanzierungsprinzipien und das DRG-System als wesentliche Kontextfaktoren für das Krankenhauscontrolling dargelegt.
4 Kosten- und Leistungsrechnung in deutschen Krankenhäusern: Dieses Kapitel analysiert die bestehende Kostenrechnungspraxis und die Anforderungen an eine moderne Kosten- und Leistungsrechnung.
5 Einsatzmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungssystem im Krankenhaus: Das Hauptkapitel wendet die Prozesskostenrechnung praxisnah auf eine Beispiel-DRG an und diskutiert die Integrationsmöglichkeiten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Nutzen der Prozesskostenrechnung für das Krankenhausmanagement.
Prozesskostenrechnung, Krankenhauscontrolling, Fallpauschalensystem, DRG, Kostenträgerrechnung, Krankenhaus, Gemeinkosten, Activity-Based Costing, Prozessmanagement, Kostenkalkulation, Leistungsbereiche, Ressourceninanspruchnahme, Kostentreiber, Gesundheitswesen, Wirtschaftlichkeit
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Eignung der Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungssystem im deutschen Krankenhaussektor unter Berücksichtigung der speziellen gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Prozesskostenrechnung, das DRG-Fallpauschalensystem, die spezifische Kostenstruktur in Krankenhäusern sowie die Herausforderungen bei der Integration neuer Kalkulationsmethoden.
Ziel ist es, die Möglichkeiten für den Einsatz der Prozesskostenrechnung zu prüfen und zu zeigen, wie sie zur Kostentransparenz und Wirtschaftlichkeitssteigerung im Krankenhaus beitragen kann.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse mit einer praxisbezogenen Fallstudie anhand der DRG „O60D“, um die Anwendbarkeit der Methodik zu demonstrieren.
Der Hauptteil widmet sich der Übertragung der Prozesskostenrechnung auf den Krankenhausbereich, der Identifikation von Kostentreibern und der Kalkulation von Fallkosten für ein konkretes Anwendungsbeispiel.
Zentrale Begriffe sind Prozesskostenrechnung, DRG, Krankenhauscontrolling, Kostenträgerrechnung und Ressourceninanspruchnahme.
Da Krankenhäuser einen hohen Anteil an fixen Gemeinkosten aufweisen, bietet die Prozesskostenrechnung die Möglichkeit, diese Kosten verursachungsgerechter zuzuordnen als traditionelle Systeme.
Das DRG-System zwingt Krankenhäuser dazu, ihre Kosten genau zu kalkulieren, da die Erlöse durch Festpreise limitiert sind und Wirtschaftlichkeit zur Existenzsicherung wird.
Die Autorin stellt fest, dass eine vollumfängliche Prozesskostenrechnung zwar aufwendig ist, aber wichtige Impulse für eine bessere Prozessgestaltung und das Aufdecken von Rationalisierungspotenzialen bietet.
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