Diplomarbeit, 2004
144 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
2 Strategische Unternehmensführung
2.1 Grundlagen
2.2 Strategische Planung, Kontrolle und Information
2.3 Strategien und Wachstumskonzepte
3 Strategisches Controlling
3.1 Grundlagen
3.2 Strategische Controlling-Instrumente
3.2.1 Umweltanalyse
3.2.2 Unternehmensanalyse
3.2.3 SWOT-Analyse
3.2.4 Frühwarnung und -erkennung
3.2.5 Produktlebenszykluskonzept
3.2.6 Erfahrungskurvenkonzept
3.2.7 GAP- bzw. Lücken-Analyse
3.2.8 Portfolioanalyse
3.2.9 Wertkettenanalyse
3.2.10 Target-Costing
3.2.11 Kennzahlensysteme und Balanced Scorecard
3.2.12 Benchmarking
3.3 Strategisches Logistik-Controlling
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Beschaffung, Produktion und Vertrieb
4 Supply Chain Management
4.1 Grundlagen
4.1.1 Peitscheneffekt
4.2 Markt- und Ressourcenfokussierung
4.3 Ausprägungen und Ziele von Kooperationen
4.4 Make-or-Buy-Analyse
5 Strategisches Supply Chain Controlling
5.1 Grundlagen
5.2 Instrumente des strategischen Supply Chain Controlling
5.2.1 Grundlagen
5.2.2 Portfolioanalyse
5.2.3 Fähigkeitsmatrix
5.2.4 Wertschöpfungskettenanalyse
5.2.5 Target Costing
5.2.6 Kennzahlensysteme und SCOR-Modell
5.2.7 Balanced Scorecard
6 Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten, weiterführenden Ansatz für die instrumentelle Konzeptionierung des strategischen Supply Chain Controllings zu entwickeln. Angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks und der steigenden Komplexität in Unternehmensnetzwerken untersucht der Autor, wie bestehende Controlling-Instrumente interorganisationell angepasst werden können, um eine ganzheitliche Steuerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermöglichen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
3.2.4 Frühwarnung und -erkennung
Frühwarnsysteme sind spezifische Instrumente des strategischen Controlling. Durch sie können Risiken für das Unternehmen frühzeitig erkannt und die Strategien geändert werden. Für jeden Beobachtungsbereich müssen Indikatoren festgelegt werden, um Veränderung bzw. Risiken feststellen zu können. Die Indikatoren sind durch Sollgrößen und Toleranzgrenzen zu charakterisieren, bei deren Überschreitung eine detaillierte Prüfung und Analyse der Situation erfolgt. Mögliche Indikatoren sind Auftragseingänge und -bestände, das Nachfragevolumen wichtiger Kunden, Preise und Konditionen der Lieferanten oder die Anteile der verschiedenen Produkte am eigenen Produktprogramm (vgl. dazu Kapitel 3.2.8, S. 37). Im Rahmen der Frühwarnsysteme im strategischen Controlling kommen z.B. die Konkurrentenanalyse, die Portfolioanalyse oder die GAP- bzw. Lücken-Analyse zum Einsatz.
Neben den Frühwarnsystemen existieren auch Früherkennungs- und Frühaufklärungssysteme (Abbildung 13). Innerhalb dieser Systeme sind die Frühwarnsysteme dahingehend erweitert, dass sie auch positive Abweichungen, die Chancen für das Unternehmen darstellen, feststellen können, eine frühzeitige Reaktion der Unternehmensführung ermöglichen und auf der letzten Stufe sogar schon Gegenmaßnahmen sicherstellen sollen.
Früherkennung meint als Begriff die Wahrnehmung latent bereits vorhandener Chancen und Risiken in einem so frühzeitigen Stadium, dass noch ausreichend Zeit für eine Planung und Realisierung von Strategien und Maßnahmen zur Nutzung der signalisierten Chancen oder zur Abwehr der angezeigten Risiken verbleibt. Dabei ist zwischen eigenorientierter (bereichsbezogen oder gesamtunternehmerisch) oder fremdorientierter Ausrichtung zu unterscheiden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des wachsenden Wettbewerbsdrucks ein und legt die Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit zur Entwicklung eines strategischen Supply Chain Controllings dar.
2 Strategische Unternehmensführung: Hier werden die Grundlagen der Unternehmensführung erörtert, insbesondere im Kontext von Wettbewerbsumfeld, strategischer Planung, Kontrolle und der Notwendigkeit einer differenzierten Strategiebildung.
3 Strategisches Controlling: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und eine Vielzahl strategischer Controlling-Instrumente sowie deren Bedeutung für die Koordination von Planung und Kontrolle im Unternehmen und in der Logistik.
4 Supply Chain Management: Der Fokus liegt hier auf den Grundprinzipien des Supply Chain Managements, den Zielen unternehmensübergreifender Kooperationen sowie der Make-or-Buy-Entscheidung.
5 Strategisches Supply Chain Controlling: Das Kernkapitel befasst sich mit der Konzeption des strategischen Supply Chain Controllings und ordnet spezifische Instrumente wie Portfolioanalyse, Fähigkeitsmatrix, Target Costing und Balanced Scorecard in den interorganisationellen Kontext ein.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die praktische Umsetzung eines strategischen Supply Chain Controllings.
Strategisches Controlling, Supply Chain Management, Unternehmensführung, Wertschöpfungskette, Portfolioanalyse, Target Costing, Balanced Scorecard, Kooperation, Wettbewerbsvorteil, Strategie, Logistik-Controlling, Kennzahlensysteme, Benchmarking, Früherkennung, Make-or-Buy-Analyse.
Die Diplomarbeit widmet sich der instrumentellen Konzeptionierung eines strategischen Supply Chain Controllings, um Unternehmen in komplexen Netzwerken bei der zielgerichteten Steuerung zu unterstützen.
Die Arbeit behandelt die strategische Unternehmensführung, klassische Controlling-Instrumente, die Grundlagen des Supply Chain Managements sowie deren Zusammenführung im strategischen Supply Chain Controlling.
Das Ziel ist die Entwicklung eines weiterführenden Ansatzes für ein interorganisationelles Instrumentenset, das Unternehmen ermöglicht, ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer Supply Chain langfristig zu sichern.
Der Autor führt eine theoretische Analyse bestehender Controlling-Konzepte durch und überträgt diese in einen interorganisationellen Kontext, ergänzt durch Fallbeispiele und methodische Portfoliomodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung strategischer Unternehmensführung und Controlling-Instrumente, die Darstellung der Supply Chain Management Grundlagen sowie die spezifische Anwendung und Anpassung dieser Instrumente für Supply Chain Kooperationen.
Die zentralen Schlagworte sind Strategisches Controlling, Supply Chain Management, Wertschöpfungskette, Portfolioanalyse, Target Costing und Balanced Scorecard.
Sie gilt als Reinform des Target Costings, da sie eine unmittelbare Marktorientierung aufweist und die Marktpreisobergrenze als primäre Grundlage für die Kalkulation der Zielkosten heranzieht.
Sie dient als strategischer Handlungsrahmen, um sowohl unternehmensinterne als auch netzwerkweite Kennzahlen über vier (bzw. fünf) Perspektiven hinweg zu visualisieren, Kausalzusammenhänge aufzuzeigen und die Strategieumsetzung zu steuern.
Sie ermöglicht die Identifizierung von Kernkompetenzen entlang der Wertschöpfungskette und hilft zu entscheiden, welche Aktivitäten intern verbleiben sollen und für welche Kooperationen oder Outsourcing sinnvoll sind.
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