Examensarbeit, 2006
63 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Zielsetzung - Frauenanteil im Technikbereich erhöhen
2. Motive zur Berufswahl: Begriffe und Befunde
2.1 Motive und Motivationen - begriffliche Erklärung
2.2 Erwartungs-Wert-Theorie der Leistungsmotivation
2.3 Befunde zu Motiven für die Berufswahl
2.3.1 Befunde zu Motiven allgemein
2.3.2 Befunde zu Motiven zur Lehrerin
2.3.3 Befunde zu Motiven zur Techniklehrerin
2.4 Frauenanteil bei Techniklehrerinnen/ Berufschullehrerinnen
2.5 Anforderungen an Techniklehrerinnen allgemein
3. Motive zur Wahl des Berufes Techniklehrerin/ Berufschullehrerin
3.1 Begründungsansätze zur Auswahl von Techniklehrerin/ Berufschullehrerin
3.2 Zielsetzung der Befragung
3.3 Methoden der Befragung
3.3.1 Begründung der ausgewählten Methoden
3.3.2 Beschreibung der Testverfahren
3.3.2.1 FLL - Fragebogen zu Lebenszielen und Lebenszufriedenheit
3.3.2.2 KAI - Messung der aktuellen geistigen Leistungsfähigkeit
3.3.2.3 Selbstentwickelter Fragebogen/ Interviewbogen
3.3.2.4 Durchführung der Tests
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Befragungsmethoden
4.1.1 FLL
4.1.2 KAI
4.1.3 Fragebogen
4.2 Ergebnisse aus der Literatur
5. Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf die Zielsetzung der Arbeit
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Beweggründe von Studentinnen für eine Berufswahl im technischen Bereich (Techniklehrerin/Berufsschullehrerin im Berufsfeld Metall), um Faktoren zu identifizieren, die den Frauenanteil in diesen Studiengängen steigern könnten.
3.1 Begründungsansätze zur Auswahl von Techniklehrerin/ Berufschullehrerin
Es gibt immer genügend Gründe warum man sich für diesen oder jenen Beruf entscheidet, doch bisher hat sich noch niemand damit beschäftige, warum einige Frauen gerade Techniklehrerin/ Berufschullehrerin im Fachbereich Metall (Elektrotechnik) werden?
Ein guter Grund Interesse oder des Hobbies wegen sein. Vielleicht haben einige von Kindesbeinen an eine Werkbank im Keller stehen oder gar einen eigenen Werkraum. Andere möchten Wissen vermitteln, aber nicht auf die Art und Weise wie allgemeinbildende Fächer vermittelt werden. Bei einigen mag es „im Blut liegen“, sich aktiv zu betätigen und am Ende das Produkt greifbar zu haben.
Der Technikunterricht ist ein Fach, bei dem alle Sinne angesprochen werden und wo zusätzliche soziale Aspekte zum Beispiel der Jugendarbeit oder Teamwork mit einfliessen (können), ohne dass diese offensichtlich sind. Zudem bietet dieser Bereich den Frauen die Möglichkeit auf ihre Art und Weise, in ihrer Geschwindigkeit, zu den selbstgewählten Themen und, ohne dass ihnen immer jemand auf die Finger schaut oder nach Vorgaben unterrichtet werden muss, in einer „Männerdomäne“ Fuss zu fassen. Vielleicht ist es der Reiz als Frau in einem per Tradition angesehenem „Männerfach“ tätig zu sein und das damit verbunden Ansehen zu geniessen.
Einleitung: Diese Einführung legt das Thema der ungewöhnlichen Berufswahl für Frauen dar und erläutert die psychologischen Grundlagen von Motiv und Motivation im Studium.
1. Zielsetzung - Frauenanteil im Technikbereich erhöhen: In diesem Kapitel wird das Hauptziel der Arbeit definiert, Motive von Studentinnen zu ergründen, um den Frauenanteil an der Universität Flensburg zu fördern.
2. Motive zur Berufswahl: Begriffe und Befunde: Dieser theoretische Abschnitt definiert die Begriffe Motivation und Motiv, erläutert die Erwartungs-Wert-Theorie und diskutiert empirische Befunde zur Berufswahl.
3. Motive zur Wahl des Berufes Techniklehrerin/ Berufschullehrerin: Dieses Kapitel stellt die konkreten Begründungsansätze für diese Berufswahl vor und beschreibt das methodische Vorgehen der Befragungen (FLL, KAI, Fragebogen).
4. Ergebnisse: Hier werden die Resultate der angewandten Testverfahren (FLL, KAI, Fragebogen) sowie Literaturergebnisse präsentiert und detailliert ausgewertet.
5. Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf die Zielsetzung der Arbeit: Die Ergebnisse werden hier kritisch reflektiert und in Handlungsempfehlungen für die Hochschule und den Lehrbetrieb übersetzt.
6. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für ein "Sprachrohr" für Studentinnen.
Berufswahlmotivation, Frauenanteil, Techniklehrerin, Berufsschullehrerin, Erwartungs-Wert-Theorie, FLL-Test, KAI-Test, Leistungsmotivation, Studium, Metalltechnik, Didaktik, Lehrberuf, Geschlechterspezifische Studienwahl, Lernmotivation, Berufsfindungsprozess.
Die Arbeit untersucht die spezifischen Motive und Motivationen von Studentinnen, die sich für den Beruf der Techniklehrerin oder Berufsschullehrerin im Bereich Metall entscheiden.
Die zentralen Felder umfassen psychologische Motivationstheorien, die Analyse der Berufswahlentscheidungen bei Frauen, die Situation des Frauenanteils in technischen Studiengängen sowie die Aufgabenprofile von Techniklehrkräften.
Die Forschungsfrage lautet, welche Motive und Motivationen Studentinnen dazu bewegen, eine für Frauen eher ungewöhnliche Laufbahn in technischen Lehrämtern einzuschlagen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus standardisierten psychologischen Tests (FLL - Fragebogen zu Lebenszielen und Lebenszufriedenheit, KAI - Kurztest für allgemeine Basisgrößen der Informationsverarbeitung) und einem selbstentwickelten, offenen Interviewfragebogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Motivationstheorien), eine Bestandsaufnahme des Frauenanteils im Fachbereich Technik der Universität Flensburg und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Berufswahlmotivation, Techniklehrerin, Leistungsmotivation, Lernmotivation und Geschlechterspezifische Studienwahl.
Die Arbeit stellt fest, dass biat-Studentinnen im Durchschnitt älter sind, oft einen technischen Vorberuf haben und ihre Studienentscheidung als zielgerichteter und "ernsthafter" wahrnehmen als Studierende der allgemeinen Lehramtsstudiengänge.
Die größte Schwierigkeit bestand darin, eine ausreichende Rücklaufquote für die Tests zu erzielen, weshalb im weiteren Verlauf der Studie ein selbstentwickelter Kurzfragebogen per Post versandt wurde, um die Datengrundlage zu erhöhen.
Die Autorin empfiehlt die Bildung weiblicher Arbeitsgruppen, die Förderung von Kooperationen zwischen den Fachbereichen und eine gezielte Verbesserung der Online-Kommunikation, um Frauen aktiv für das Studium zu ermutigen.
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