Diplomarbeit, 2005
109 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage und Handlungsbedarf
1.2 Vorgehensweise
2 GRUNDLAGEN
2.1 Der Begriff „Logistik“
2.2 Wertschöpfung der Logistik durch Koordination
2.2.1 Die Logistik im Wertschöpfungsprozess
2.2.2 Logistische Zielkonflikte
2.2.3 Beherrschung der Zielkonflikte durch Koordination
2.3 Instrumente zur Bewertung logistischer Wertschöpfung
2.3.1 Anforderungen an ein Bewertungsverfahren
2.3.2 Die „traditionelle“ Kostenrechnung
2.3.3 Logistikkosten- und -leistungsrechnung
2.3.4 Alternative Kostenrechnungen
2.4 Besonderheiten der Bewertung technologischer Innovationen
2.4.1 Kritische Rahmenbedingungen der Innovationsbewertung
2.4.2 Technologische Wettbewerbsvorteile
2.4.3 Koordinationseffekte eines IT-Einsatzes
2.5 Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse
3 ANALYSE DER RFID-TREIBER IN DER LOGISTISCHEN STEUERUNG
3.1 Koordinationsmängel
3.1.1 Mangel an Echtzeitfähigkeit
3.1.2 Länge von Durchlaufzeiten
3.1.3 Qualitätsmängel
3.1.4 Mangel an Visibilität
3.2 Bestandsprobleme
3.2.1 Schwund
3.2.2 OOS – Leerbestände
3.2.3 Ineffiziente Lagerhaltung
3.3 Unzulänglichkeit der Barcode-Technologie
3.4 RFID als technologische Innovation zur Verbesserung der Koordination
3.4.1 Bestandteile der RFID
3.4.2 Eigenschaften der RFID
3.4.3 Entwicklungsstand der technischen Umsetzung
3.5 Zusammenfassung der Potenzialanalyse
4 ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR QUANTIFIZIERUNG DES RFID-EINFLUSSES
4.1 Vorgehen in der Wirkungsanalyse
4.2 Direkte Auswirkungen
4.2.1 Verkürzung der Identifikations- und Kontrollzeiten
4.2.2 Reduzierung fehlerhafter Lesungen
4.2.3 Zusätzliche Daten
4.3 Indirekte Auswirkungen
4.3.1 Nutzenpotenzial durch verkürzte Durchlaufzeit
4.3.2 Nutzenpotenzial durch höhere Lieferqualität
4.3.3 Nutzenpotenzial durch erhöhte Visibilität
4.4 Verdichtung und Interpretation
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen der RFID-Technologie auf die logistische Steuerung verständlicher zu machen und ein ganzheitliches Modell zur Quantifizierung der monetären Wertschöpfungspotenziale für Unternehmen zu entwickeln.
1.1 Ausgangslage und Handlungsbedarf
Der internationale Wettbewerb, steigende Kundenanforderungen, neue Gesetze und besonders der wachsende Kostendruck sind als die aktuellen unternehmerischen Herausforderungen hinreichend beschrieben worden. Um diesen Gegebenheiten zu entgegnen, die Effizienz der Wertschöpfung der Unternehmensprozesse weiterhin zu erhöhen und etablierte Wettbewerber anzugreifen, sind Praxis und Wissenschaft ständig auf der Suche nach neuen Innovationen. Eine dieser Innovationen ist die Radio Frequency Identification (RFID), welche in den letzten Jahren immer stärker als eine solche betrachtet und dennoch erst zu einem geringen Ausmaß eingesetzt wird. Den Unternehmen sind zum einen die Investitionskosten zu hoch und zum anderen fragen sie sich, durch welche monetären Auswirkungen diese Technologie die hohen Investitionskosten rechtfertigen würde.
Bei der Recherche nach geeigneter Literatur fällt auf, dass die RFID-Technologie sehr häufig thematisiert wird, jedoch die Quantifizierung ihrer Effekte auf die logistische Steuerung bislang nur unzureichend untersucht wurde. Dabei hat der Einsatz einer Technologie erst dann Aussicht auf Erfolg in der Praxis, wenn wirtschaftliche Zusammenhänge mit quantifizierbaren Größen dargestellt werden können. Eine betriebswirtschaftliche Perspektive wurde jedoch nur bei wenigen Veröffentlichungen in den Vordergrund gestellt. Häufig fokussiert sich die Diskussion über die Wirtschaftlichkeit der RFID zu sehr auf die Kosten der RFID bzw. nur auf bestimmte Industrien. Auch wenn dies wesentliche Aspekte sind, greift eine solche Diskussion zu kurz. Zunächst gilt es zu verstehen, welche Potenziale die RFID bietet und auf welche Weise sich diese in einem ganzheitlichen Ansatz quantifizieren lassen.
1 EINLEITUNG: Darstellung des Handlungsbedarfs im Kontext der RFID-Technologie sowie Definition der Zielsetzung und Vorgehensweise der wissenschaftlichen Arbeit.
2 GRUNDLAGEN: Erläuterung logistischer Grundbegriffe, Instrumente zur Bewertung der Wertschöpfung sowie Besonderheiten der Bewertung technologischer Innovationen.
3 ANALYSE DER RFID-TREIBER IN DER LOGISTISCHEN STEUERUNG: Untersuchung aktueller Koordinationsmängel und Bestandsprobleme sowie Bewertung der RFID als technologische Innovation gegenüber herkömmlichen Barcode-Systemen.
4 ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR QUANTIFIZIERUNG DES RFID-EINFLUSSES: Erarbeitung eines methodischen Modells zur Analyse direkter und indirekter Auswirkungen des RFID-Einsatzes sowie deren monetäre Verdichtung.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur RFID-Eignung in der Logistik und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sowie Standardisierungsbedarfe.
RFID, Logistik, Wertschöpfung, Supply Chain Management, Koordination, Kostenrechnung, Durchlaufzeit, Prozessoptimierung, Visibilität, Bestandsmanagement, Investition, Barcode, Effizienz, Quantifizierung, Innovationsbewertung.
Die Arbeit analysiert die quantitativen Nutzenpotenziale des Einsatzes der RFID-Technologie zur Verbesserung der logistischen Steuerung in Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die logistische Wertschöpfung, das Supply Chain Management, die Bewertung technologischer Innovationen und die spezifischen Einsatzmöglichkeiten von RFID zur Prozessoptimierung.
Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das Praktikern als Handlungshilfe dient, um das logistische Wertschöpfungspotenzial von RFID-Investitionen monetär zu bewerten und die quantitativen Auswirkungen abzuschätzen.
Die Arbeit nutzt systemtheoretische Ansätze, Literaturanalysen, betriebswirtschaftliche Kostenrechnungsverfahren sowie die Modellbildung zur Erfassung von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen in Logistikprozessen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Identifikation von Koordinationsmängeln bei aktuellen Systemen wie dem Barcode, der Vorstellung der RFID-Technologie sowie der detaillierten Entwicklung eines Quantifizierungsmodells für RFID-Einflüsse.
Die zentralen Konzepte umfassen RFID, Logistiksteuerung, Wertschöpfungspotenziale, Kosten-Nutzen-Analyse, Prozessvisibilität und die Überwindung des sogenannten Bullwhip-Effekts.
Barcodes sind laut Autor zu zeit- und personalintensiv, bieten eine geringe Speicherkapazität, sind nicht umprogrammierbar und erfordern einen direkten Sichtkontakt zum Lesegerät, was eine durchgängige Echtzeitverfolgung erschwert.
Der Autor identifiziert mangelnde Visibilität und schlechten Informationsfluss als Ursachen für diesen Effekt und zeigt auf, wie RFID durch höhere Transparenz der Bestandsdaten dazu beitragen kann, Nachfrageschwankungen in der Lieferkette zu glätten.
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