Diplomarbeit, 2007
187 Seiten, Note: 1,0
A. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
B. Begriffsdefinitionen
I. Tourismus
II. Tagesreisen
III. Wassertourismus
IV. Wertschöpfung
1 Direkte Wertschöpfung
2 Indirekte Wertschöpfung
3 Induzierte Wertschöpfung
4. Wertschöpfungsquote
C. Tourismus - Zum Stand der Forschung
D. Der Tagestourismus
I. Allgemeine Strukturdaten zum Tagestourismus
II. Ausgaben der Tagesbesucher
III. Warum Tagestourismus?
1. Äußere Beweggründe der Tagestouristen
2. Innere Beweggründe der Tagestouristen
IV. Effekte des Tagestourismus
V. Perspektiven und Trends im Tagestourismus
E. Das Untersuchungsgebiet
I. Lage
II. Entstehung
III. Geologie
IV. Böden
V. Gewässer und Wasserhaushalt
1. Grundwasser
2. Fließgewässer
3. Stillgewässer
VI. Klima
VII. Kiesabbau im Dillinger Donautal
1. Verwendung von Sand und Kies
2. Planungsvorgaben für den Kiesabbau
2.1 Grundgesetz und Bayerische Verfassung
2.2 Landesplanungsrecht
2.2.1 Regionalpläne
2.2.2 Raumordnungsverfahren
2.3 Naturschutzrecht
2.4 Baurecht
2.4.1 Bauplanungsrecht
2.4.2 Bauordnungsrecht
2.5 Wasserrecht
2.6 Unterhaltung der Baggerseen
3. Gunstfaktoren für den Kiesabbau
4. Folgen des Kiesabbaus für den Naturraum
5. Kiesabbau als Gunstfaktor für Freizeit und Tourismus
6. Folgenutzung und Rekultivierung
VIII. Regionalentwicklung im Untersuchungsgebiet
IX. Zum Forschungsstand der Erholungsnutzung im Untersuchungsgebiet
F. Das System Tourismus
G. Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien
I. Theorie der endogenen Entwicklung
II. Exportbasistheorie
H. Methodik und Forschungspraxis
I. Wahl der angemessenen Methode
II. Konstruktion des Fragebogens
III. Fragebogen - Pretest
IV. Vorbereitung und Planung der Erhebung
1. Wahl des Erhebungsortes
2. Wahl des Erhebungszeitpunktes
3. Wahl der Stichprobe
4. Interviewerschulung
5. Befragungssituation
I. Angebotsanalyse
I. Neuhofsee
II. Weisinger Seen
III. Auwaldsee
IV. Angebotsvergleich der Badesee im Dillinger Donauried
V. Fazit
J. Nachfrageanalyse
I. Auswertung der Tagesgästebefragung
1. Soziodemographische Merkmale der befragten Tagesgäste
1.1 Geschlecht
1.2 Alter
1.3 Beruf
2.Herkunft und Reisedistanz der Tagesgäste
3. Verkehrsmittelwahl der Tagesgäste
4. Reisebegleitung
4.1 Nach Alter
4.2 Nach Entfernung zur Zieldestination
4.3 Nach der Zieldestination
4.4 Zusammensetzung der Tagesgäste
5. Frequentierung der Badeseen und Dauer des Aufenthalts
6. Entscheidungszeitpunkt für den Antritt des Tagesausflugs
7. Bekanntheit der Zieldestination
8. Individuell-subjektive Empfindungen und Interessen
8.1 Motive für den Badseebesuch
8.1.1 Altersspezifischen Motive
8.1.2 Motive nach Zieldestination
8.1.3 Motive nach Reisebegleitung
8.2 Verbesserungsvorschläge
8.3 Bewertung des jeweiligen Sees
8.4 Wahrnehmung des Sees
8.5 Verhalten der Tagesgäste
8.5.1 Erstbesucher
8.5.2 Wiederholungsbesucher
8.5.2.1 Freizeitverhalten „Baden“
8.5.2.2 Freizeitverhalten „Entspannen/Erholen“
8.5.2.3 Freizeitverhalten „Wandern/Spazieren“
8.5.2.4 Freizeitverhalten „Sport“
8.5.2.5 Sonstige Freizeitinteressen
9. Nutzung von Einrichtungen bzw. potentiellen Einrichtungen
9.1 Neuhofsee
9.1.1 Vorhandene Einrichtungen
9.1.1.1 Biergarten/Restaurant
9.1.1.2 Wasserskianlage
9.1.1.3 Radwege
9.1.2 Potentielle Einrichtungen
9.1.2.1 Kiosk/Imbiss
9.1.2.2 Grillplätze
9.1.2.3 Übernachtungsmöglichkeiten
9.1.2.4 Sport- und Freizeitanlagen
9.1.2.5 Wassersporteinrichtungen
9.1.2.6 Naturlehrpfade
9.2 Weisinger Seen – Potentielle Einrichtungen
9.2.1 Gastronomische Einrichtungen
9.2.2 Grillplätze
9.2.3 Übernachtungsmöglichkeiten
9.2.4 Sport- und Freizeitanlagen
9.2.5 Wassersporteinrichtungen
9.2.6 Naturlehrpfade
9. 3 Auwaldsee
9.3.1 Vorhandene Einrichtungen
9.3.1.1 Kiosk/“Vesperhütte“
9.3.1.2 Naturlehrpfad
9.3.2 Potentielle Einrichtungen
9.3.2.1 Biergarten
9.3.2.2 Grillplätze
9.3.2.3 Übernachtungsmöglichkeiten
9.3.2.4 Sport- und Freizeitanlagen
9.3.2.5 Wassersporteinrichtungen
9.4 Kinderspielplätze
9.4.1 Analyse nach Zieldestinationen
9.4.2 Analyse nach Reisebegleitung
10. Ausgabebereitschaft und –verhalten der Tagestouristen
10.1 Ausgabebereitschaft
10.2 Ausgaben im Vorfeld des Tagesausflugs
10.3 Ausgaben am Badesee pro Ausflugstag
10.3.1 Neuhofsee
10.3.2 Weisinger Seen
10.3.3 Auwaldsee
10.4 Ausgaben nach Beendigung des Badeaufenthalts
10.4.1 Einkehren
10.4.2 Einkaufen
11. Übernachtungsquartiere der Urlauber
II. Erläuterung der Befragungsergebnisse
1. Allgemeine Strukturdaten
1.1 Soziodemographische Strukturen der Badegäste
1.2 Herkunft und Reisedistanz
1.3 Verkehrsmittelwahl
1.4 Reisebegleitung der Tagestouristen
1.5 Frequentierung der Badeseen und Dauer des Aufenthalts
1.6 Entscheidungszeitpunkt für den Antritt des Tagesausflugs
1.7 Bekanntheit der Zieldestination
2. Individuell-subjektive Empfindungen und Interessen
2.1 Motive für den Badeseebesuch
2.1.1 Altersspezifische Motive
2.1.2 Motive nach Zieldestination
2.1.3 Motive nach Reisebegleitung
2.2 Verbesserungsvorschläge
2.3 Bewertung des jeweiligen Sees
2.4 Wahrnehmung des Sees
2.5 Verhalten der Tagesgäste
2.5.1 Analyse des altersspezifischen Verhaltens
2.5.2 Analyse des Verhaltens nach Badesee
2.5.3 Analyse des Verhaltens nach Reisebegleitung
3. Wertschöpfungspotentiale
3.1 Nutzung von Einrichtungen bzw. potentiellen Einrichtungen an den Badeseen
3.1.1 Biergarten/Restaurant
3.1.2 Kiosk/Imbiss
3.1.3 Grillplätze
3.1.4 Übernachtungsmöglichkeiten
3.1.5 Sport- und Freizeitanlagen
3.1.5.1 Radwege
3.1.5.2 Minigolfanlage
3.1.5.3 Beachvolleyballplatz
3.1.6 Wassersporteinrichtungen
3.1.6.1 Wasserskianlage
3.1.6.2 Sprungturm
3.1.6.3 Bootsverleih
3.1.6.4 Segel-/Surf-/Tauchschule
3.1.7 Naturlehrpfade
3.1.8 Kinderspielplätze
3.2 Ausgabenverhalten und –bereitschaft
3.2.1 Ausgabebereitschaft
3.2.2 Ausgaben im Vorfeld des Tagesausflugs
3.2.3 Ausgaben am Badesee pro Ausflugstag
3.2.4 Ausgaben nach Beendigung des Badeaufenthalts
3.3 Umsatzanalyse
3.3.1 Umsatzentwicklung verschiedener Einrichtungen
3.3.2 Umsatzentwicklung nach Alter
3.3.3 Umsatzentwicklung nach Reisebegleitung
3.3.4 Umsatzentwicklung nach Reisedistanz
III. Fazit
K. Handlungsempfehlungen
I. Strategien für den Tagestourismus
II. Qualität der Zieldestination fördern
III. Wertschöpfungsintensität erhöhen
IV. Vermarktung der Destinationen steigern
V. Schaffung von regionalen Wertschöpfungsketten
VI. Negative Effekte des Tagestourismus minimieren
L. Schluss und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wertschöpfungspotentiale des Tagestourismus an den Baggerseen im Dillinger Donauried. Ziel ist es, auf Grundlage einer direkten Befragung von Tagesgästen Handlungsempfehlungen für eine wirtschaftlich intensivere touristische Inwertsetzung der Seenlandschaft abzuleiten.
D. Der Tagestourismus
Die in den folgenden Abschnitten erwähnten Daten beziehen sich – soweit nicht gesondert erwähnt - im Sinne der Themenstellung stets nur auf den Tagesausflugsverkehr, also den privaten Tagestourismus.
I. Allgemeine Strukturdaten zum Tagestourismus
Der Untersuchung „Tagesreisen der Deutschen“ des dwif zufolge wurden im Jahr 2004 in Deutschland etwa 2.750 Mio. Tagesausflüge durchgeführt, was einem Durchschnitt von 33,3 Ausflügen pro Einwohner entspricht. Die Beteiligung der Bevölkerung über 14 Jahren am Ausflugsverkehr liegt im Jahr 2004 bei 86,6%. Eine überdurchschnittliche Ausflugsintensität ist dabei bei Schülern, Studenten, Beamten, Angestellten und Freiberuflern festzustellen. Unter dem Durchschnitt liegen die Werte von Selbstständigen, Arbeitern und Landwirten. Die höchste Tagesausflugsintensität liegt schließlich bei Personen zwischen 14 und 19 Jahren und nimmt mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab.
Da 53,9% der Tagesausflüge an Wochenenden und Feiertagen stattfinden, kann an diesen Tagen häufig eine Spitzenbelastung der gesamten touristischen sowie der verkehrstechnischen Infrastruktur im Zielgebiet konstatiert werden. Im Gegensatz zum übernachtenden Tourismus hängen die Reisemotive im Tagestourismus stärker von jahreszeitlichen Mustern und Möglichkeiten ab. Die einzelnen tagestouristischen Destinationen weisen dadurch saisonale Konzentrationen auf. So bereisen Tagesbesucher, in deren Unternehmungsgeist das Baden an oberster Stelle rangiert, die Seen des Donautals selbstverständlich nur in den Sommermonaten. Da die Hauptaktivitäten im Tagestourismus wie Baden, Segeln, Wandern, etc. generell im Freien stattfinden, ergibt sich für den Tagestourismus eine starke Witterungsabhängigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch zu bedenken, dass Tagesausflüge eher spontaner Natur sind und deshalb von den Reisenden wesentlich leichter auf angemessene Witterungsverhältnisse ausgerichtet werden können als Übernachtungsreisen. Ausgeprägte Spitzenfrequenzen werden im Tagesausflugsverkehr demnach hauptsächlich nur an schönen, sonnigen Tagen erreicht.
A. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der regionalen Entwicklung im Donauried und Definition der Zielsetzung dieser Diplomarbeit.
B. Begriffsdefinitionen: Klärung zentraler Fachbegriffe wie Tourismus, Tagesreisen, Wassertourismus und Wertschöpfung.
C. Tourismus - Zum Stand der Forschung: Historischer Überblick über die Tourismusforschung und Einordnung der Bedeutung des Tagestourismus.
D. Der Tagestourismus: Beschreibung allgemeiner Strukturdaten, Motive und Effekte des Tagestourismus in Deutschland.
E. Das Untersuchungsgebiet: Geographische, geologische und hydrologische Analyse des Dillinger Donaurieds sowie Diskussion der Rahmenbedingungen durch den Kiesabbau.
F. Das System Tourismus: Darstellung des Tourismus als offenes, mehrdimensionales System.
G. Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien: Theoretische Fundierung des wirtschaftlichen Wachstums durch Anwendung der Theorie der endogenen Entwicklung und der Exportbasistheorie.
H. Methodik und Forschungspraxis: Dokumentation des Forschungsdesigns, der Fragebogenkonstruktion und der Durchführung der empirischen Erhebung an den Badeseen.
I. Angebotsanalyse: Detailanalyse der Ausstattung der untersuchten Badeseen und Angebotsvergleich.
J. Nachfrageanalyse: Auswertung und Interpretation der durchgeführten Befragung von Tagesgästen hinsichtlich ihrer Charakteristika, Motive und Ausgaben.
K. Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Strategien zur touristischen Weiterentwicklung und Wertschöpfungssteigerung der Region.
L. Schluss und Ausblick: Zusammenfassendes Fazit zur touristischen Zukunftsfähigkeit der Seenlandschaft im Donauried.
Tagestourismus, Dillinger Donauried, Badeseen, Wertschöpfung, Naherholung, Regionalentwicklung, Tourismusgeographie, Angebotsanalyse, Nachfrageanalyse, Gästebefragung, Freizeitverhalten, Kiesabbau, Seenlandschaft, Tourismusstrategie, Standortmarketing.
Die Arbeit untersucht das wirtschaftliche Wertschöpfungspotential des Tagestourismus an den durch Kiesabbau entstandenen Badeseen im Dillinger Donauried.
Die zentralen Themen umfassen die Angebotsanalyse der touristischen Infrastruktur, eine umfangreiche Nachfrageanalyse mittels Gästebefragungen sowie die Anwendung regionalökonomischer Entwicklungstheorien.
Ziel ist es, auf Basis der erhobenen Daten zu Besucherverhalten und Ausgaben konkrete Handlungsempfehlungen für eine touristische Aufwertung und eine wertschöpfungsintensivere Nutzung der Seenlandschaft abzugeben.
Es wurde eine quantitative empirische Sozialforschung in Form einer standardisierten, direkten Befragung von Tagesgästen an ausgewählten Seen (Neuhofsee, Auwaldsee, Weisinger Seen) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Angebotsanalyse der Badeseen, eine umfassende Auswertung der Gästebefragung und die theoretische Herleitung von Entwicklungsmöglichkeiten für die Region.
Wichtige Begriffe sind Tagestourismus, Dillinger Donauried, regionale Wertschöpfung, Naherholung, Gästebefragung und touristische Angebotsstrukturen.
Durch den intensiven Kiesabbau ist eine Seenlandschaft entstanden, die ein hohes, bisher aber nur unzureichend wirtschaftlich in Wert gesetztes Potential für den Tagestourismus bietet.
Die Analyse zeigt, dass Familien mit Kindern ein anderes Ausgabeverhalten und andere Anforderungen an die Infrastruktur (z.B. Spielplätze) haben als Alleinreisende oder Gruppen von Freunden, was für die strategische Planung entscheidend ist.
Gäste mit größeren Anfahrtsdistanzen (über 50km) weisen eine höhere Ausgabebereitschaft und längere Aufenthaltsdauern auf, weshalb sie für eine wertschöpfungsintensive Entwicklung der Region von besonderer Bedeutung sind.
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