Examensarbeit, 2006
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung: Religion in reformpädagogische Konzepten – ein unerforschtes Thema?
2. Reformpädagogik – eine Übersicht
3. Die Pädagogik Maria Montessoris
3.1 Maria Montessori
3.2 Grundzüge der Pädagogik Maria Montessoris
3.2.1 Die Rolle des Erziehers
3.2.2 Die vorbereitete Umgebung
3.2.3 Sensible Phasen
3.3 Religion in der Pädagogik Maria Montessoris
3.3.1 Religiosität im Leben von Maria Montessori
3.3.2 Die Bedeutung von Religion in der Pädagogik Maria Montessoris
3.3.3 Religiöse Erziehung nach Maria Montessori
4. Die Pädagogik Peter Petersens
4.1 Peter Petersen
4.2 Grundzüge der Pädagogik Peter Petersens
4.2.1 Stammgruppen statt Jahrgangsklassen
4.2.2 Rhythmischer Wochenplan statt Stundenplan
4.2.3 Charakteristik statt Zensuren- und Notenzeugnis
4.2.4 Schulwohnstube statt Klassenzimmer
4.3 Religion in der Pädagogik Peter Petersens
4.3.1 Religiosität im Leben von Peter Petersen
4.3.2 Die Bedeutung von Religion in der Pädagogik Peter Petersen
4.3.3 Religiöse Erziehung nach Peter Petersen
5. Zusammenführung: Ein Vergleich der Pädagogik Maria Montessoris und Peter Petersens hinsichtlich des Themenkomplexes „Religion und Religiosität“
5.1 Einflüsse durch die Biografie
5.2 Pädagogische Ansichten in Bezug auf Religiosität und religiöse Erziehung
5.3 Praxis der religiösen Erziehung
6. Schluss: Ein Resümee meiner Recherche zu einem hoch interessanten und dennoch unerforschten Thema
Diese Arbeit untersucht den bislang wenig beachteten Stellenwert von Religion und Religiosität innerhalb der pädagogischen Konzeptionen von Maria Montessori und Peter Petersen. Das zentrale Ziel ist es, die Rolle der Religion in deren Denken sowie in der schulischen Praxis der religiösen Erziehung herauszuarbeiten und die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen beiden Reformpädagogen in diesem Bereich vergleichend gegenüberzustellen.
3.3.2 Die Bedeutung von Religion in der Pädagogik Maria Montessoris
In einem Vortrag von 1935 zur Stellung des Menschen in der Schöpfung sagt Maria Montessori: „Das Geheimnis der Erziehung ist, das Göttliche im Menschen zu erkennen und zu beobachten, d.h., das Göttliche im Menschen zu erkennen, zu lieben und ihm zu dienen; zu helfen und mitzuarbeiten von der Position des Geschöpfes und nicht der des Schöpfers. Wir haben das Göttliche Wirken zu fördern, aber nicht uns an seine Stelle zu setzen, da wir sonst zu Verführern der Natur werden. Es sind zwei Dinge zu tun: Erstens eine Kenntnis von Gott und allen Dingen der Religion zu geben. Zweitens die verborgenen Kräfte des Kindes zu erkennen, zu bewundern und ihnen zu dienen und demütig zur Seite zu treten, mit der Intention der Mitarbeit, sodass die Personalität des Kindes mit seiner inneren Gegenwart immer vor uns steht“.
Eine religiöse Erziehung des Kindes sei sehr wichtig, denn Religion ist eine universale Empfindung, die in jedem Menschen und schon seit Beginn der Welt existiert. Die Bindung zur Religion hilft, Sinnfragen des Lebens zu beantworten, weshalb die religiöse Unterweisung in der Erziehung nicht ausgeklammert werden darf. „Wenn Religion fehlt, so fehlt uns etwas Fundamentales für die Entwicklung des Menschen“.
Die Grundlage einer religiösen Erziehung ist nach Montessori die Achtung vor der Persönlichkeit des Kindes. Die Personalität selbst ist von Gott gegeben. Eltern und Lehrer haben die Aufgabe, dieses Göttliche zu erkennen und zu fördern. In der individuellen Ausprägung der kindlichen Person äußert sich das Göttliche.
1. Einleitung: Religion in reformpädagogische Konzepten – ein unerforschtes Thema?: Die Einleitung beleuchtet die vernachlässigte Rolle der Religion in der Reformpädagogik und führt in die Fragestellung zur Pädagogik von Montessori und Petersen ein.
2. Reformpädagogik – eine Übersicht: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Reformpädagogik, ihre Phasenmodelle und ihre grundlegenden pädagogischen Motive.
3. Die Pädagogik Maria Montessoris: Hier werden die biografischen Grundlagen, die zentralen pädagogischen Prinzipien wie die „vorbereitete Umgebung“ und der spezifische Stellenwert der Religion bei Montessori dargestellt.
4. Die Pädagogik Peter Petersens: Das Kapitel erläutert den Jenaplan, dessen Strukturmerkmale und wie Religion innerhalb der Gemeinschaft des Jenaplans konzipiert und vermittelt wird.
5. Zusammenführung: Ein Vergleich der Pädagogik Maria Montessoris und Peter Petersens hinsichtlich des Themenkomplexes „Religion und Religiosität“: Dieser Abschnitt vergleicht die Ergebnisse der Recherche in den Bereichen Biografieeinflüsse, pädagogische Ansichten und praktische Umsetzung der religiösen Erziehung.
6. Schluss: Ein Resümee meiner Recherche zu einem hoch interessanten und dennoch unerforschten Thema: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur religiösen Dimension in reformpädagogischen Konzeptionen.
Reformpädagogik, Maria Montessori, Peter Petersen, Jenaplan, Religiöse Erziehung, Religiosität, Katholizismus, Protestantismus, Anthropologie, Schöpfung, Kindesentwicklung, Pädagogische Rückschau, Atrium, Montagmorgenfeier, Ganzheitliche Bildung.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Religion und Religiosität in den reformpädagogischen Modellen von Maria Montessori und Peter Petersen.
Im Fokus stehen die biografische religiöse Prägung der Pädagogen, die theoretische Bedeutung von Religion in ihren Konzepten sowie die praktische Umsetzung religiöser Erziehung im Schulalltag.
Ziel ist es, die Rolle der Religion im Denken beider Reformpädagogen zu klären und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrem Verständnis und ihrer Praxis aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um die religionspädagogischen Ansätze der beiden Gründerpersönlichkeiten zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Pädagogik Montessoris und Petersens, unterteilt in deren Grundzüge sowie spezifische Kapitele zur Religiosität und religiösen Erziehung, bevor diese in einem Vergleich zusammengeführt werden.
Wichtige Begriffe sind Reformpädagogik, Jenaplan, religiöse Erziehung, Religiosität, Montagmorgenfeier, Atrium und der Vergleich der christlichen Ausrichtungen der beiden Pädagogen.
Montessori betrachtet religiöse Erziehung als eine in die Gesamterziehung eingebettete, individuelle Erfahrung, während Petersen im Jenaplan einen stärker durch Lehrerimpulse strukturierten, gemeinschaftsorientierten Weg vorsieht.
Beide messen dem Raum eine hohe Bedeutung bei: Montessori nutzt das „Atrium“ als liturgischen Vorbereitungsort, während Petersen den Raum (die Schulwohnstube) und spezifische Feierformen zur Begegnung mit dem Religiösen nutzt.
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