Diplomarbeit, 2006
110 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 METHODIK
1.2 BEGRIFFSABGRENZUNGEN
1.2.1 Makroökonomik
1.2.2 Wachstum oder Entwicklung
1.2.3 Subsaharisches Afrika
2. WACHSTUMSPOLITIK
2.1 WACHSTUMSPROZESS
2.1.1 Wachstum und Wohlfahrt
2.1.2 BNE als Messinstrument
2.1.3 Eigenschaften des Wachstumsprozesses
2.2 WACHSTUMSTHEORIEN
2.2.1 Das neoklassische Modell
2.2.2 Fazit
2.3 INSTRUMENTE DER WACHSTUMSPOLITIK
2.3.1 Investitionspolitik
2.3.2 Arbeitsmarktpolitik
2.3.3 Bildungs- und Forschungspolitik
2.3.4 Außenhandelspolitik
2.3.5 Wettbewerbspolitik und marktsubsidiäre Instrumente
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. UNGLEICHHEITSBERECHNUNG
3.1 DEFINITION VON UNGLEICHHEIT UND UNGLEICHHEITSBERECHNUNG
3.2 MESSINSTRUMENTE
3.3 DATENGRUNDLAGEN
3.4 ERGEBNISSE UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
4. ANALYSE DES WIRTSCHAFTSWACHSTUMS
4.1 BOTSUANA
4.1.1 Wirtschaftsgeschichte
4.1.2 Wachstumspolitik
4.1.2.1 Investitionspolitik
4.1.2.2 Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
4.1.2.3 Außenhandelspolitik
4.1.2.4 Wettbewerbspolitik
4.1.3 Zusammenfassung
4.2 NIGERIA
4.2.1 Wirtschaftsgeschichte
4.2.2 Wachstumspolitik
4.2.2.1 Investitionspolitik
4.2.2.2 Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
4.2.2.3 Außenhandelspolitik
4.2.2.4 Wettbewerbspolitik
4.2.3 Zusammenfassung
4.3 SIMBABWE
4.3.1 Wirtschaftsgeschichte
4.3.2 Wachstumspolitik
4.3.2.1 Investitionspolitik
4.3.2.2 Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
4.3.2.3 Außenhandelspolitik
4.3.2.4 Wettbewerbspolitik
4.3.3 Zusammenfassung
4.4 SÜDAFRIKA
4.4.1 Wirtschaftsgeschichte
4.4.2 Wachstumspolitik
4.4.2.1 Investitionspolitik
4.4.2.2 Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
4.4.2.3 Außenhandels- und Wettbewerbspolitik
4.4.3 Zusammenfassung
5. ZUSAMMENFASSUNG
5.1 INVESTITIONSPOLITIK
5.2 ARBEITSMARKT- UND BILDUNGSPOLITIK
5.3 AUßENHANDELSPOLITIK
5.4 WETTBEWERBSPOLITIK
5.5 FAZIT
Die Arbeit untersucht das Wirtschaftswachstum in Staaten des subsaharischen Afrikas zwischen 1975 und 2000, um makroökonomische Wachstumsfaktoren zu identifizieren, die über allgemeine ökonomische Gesetzmäßigkeiten hinausgehen. Dabei wird analysiert, wie wachstumspolitische Entscheidungen und spezifische Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen und inwiefern konvergente oder divergente Tendenzen vorliegen.
1.2.1 Makroökonomik
Makroökonomik ist die Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft (Sachs [1995, 1ff.)]. Sie baut auf den Erkenntnissen der Mikroökonomik auf. Letztere befasst sich mit den individuellen Entscheidungen von Unternehmen und Haushalten und ihrer Interaktion auf den Märkten. Diese fällen täglich millionenfach Entscheidungen, welche die gesamte Volkswirtschaft beeinflussen. Die Makroökonomik versucht, mittels repräsentativer Unternehmen oder Haushalte solche Entscheidungen oder Aktivitäten zu verallgemeinern. In einem ersten Schritt wird untersucht, wie sich ein solches typisches Unternehmen oder solch ein typischer Haushalt im Kontext der Gesamtwirtschaft verhält und welche Auswirkungen sein Verhalten hat. In einem zweiten Schritt werden diese Daten zu volkswirtschaftlichen Schlüsselvariablen, wie Inflationsrate, Arbeitslosenquote oder Konsumquote aggregiert. Durch die Untersuchung der Interdependenzen zwischen den Schlüsselvariablen und ihrer Funktionsweisen versucht die Makroökonomik, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung vorherzusagen.
Im Fokus dieser Arbeit stehen die aggregierten, volkswirtschaftlichen Schlüsselvariablen und die Auswirkungen ihrer Funktions- und Verhaltensweisen auf das Wirtschaftswachstum. Diese Betrachtung erfolgt sowohl unter Beachtung der allgemeinen makroökonomischen Regeln als auch unter Berücksichtigung der spezifisch afrikanischen Verhältnisse.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Situation Afrikas seit der Unabhängigkeitsphase und definiert das Ziel, objektivere Wachstumsfaktoren unter Berücksichtigung spezifisch afrikanischer Rahmenbedingungen zu identifizieren.
2. WACHSTUMSPOLITIK: Dieses Kapitel stellt den theoretischen Hintergrund bereit, erläutert den Wachstumsprozess und Wachstumstheorien und untersucht die zentralen wirtschaftspolitischen Instrumente wie Investitions-, Arbeitsmarkt- und Außenhandelspolitik.
3. UNGLEICHHEITSBERECHNUNG: Hier wird der methodische Rahmen für die Berechnung der Ungleichheit des BNE dargelegt und für zwei Untersuchungsräume angewendet, um divergente ökonomische Trends zwischen 1975 und 2000 zu ermitteln.
4. ANALYSE DES WIRTSCHAFTSWACHSTUMS: In diesem Hauptteil wird das Wirtschaftswachstum von Botsuana, Nigeria, Simbabwe und Südafrika anhand ihrer spezifischen Wirtschaftsgeschichte und wachstumspolitischen Maßnahmen detailliert analysiert.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der die Rolle von politischer Stabilität, Haushaltsdisziplin und der Wahl der Außenhandelsstrategie für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum hervorgehoben wird.
Subsaharisches Afrika, Wirtschaftswachstum, BNE, Ungleichheitsberechnung, Wachstumspolitik, Investitionspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Außenhandelspolitik, Wettbewerbspolitik, Neoklassisches Modell, Diversifizierung, Importsubstitution, Exportdiversifizierung, Korruption, Strukturwandel.
Die Diplomarbeit analysiert die makroökonomischen Faktoren, die das Wirtschaftswachstum in Staaten des subsaharischen Afrikas im Zeitraum von 1975 bis 2000 maßgeblich beeinflusst haben.
Die Arbeit behandelt Themen wie Wachstumstheorien, Ungleichheitsberechnungen zwischen Volkswirtschaften sowie Instrumente der Wirtschafts- und Wachstumspolitik wie Investitions-, Arbeitsmarkt- und Außenhandelspolitik.
Das Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Länder ein Modell zu entwickeln, das erklärt, welche wachstumspolitischen Entscheidungen und wirtschaftlichen Hintergründe zu divergierendem Wachstum führen und wie diese Erkenntnisse für das subsaharische Afrika nutzbar gemacht werden können.
Die Arbeit nutzt einen zweistufigen Ansatz: Zuerst wird die Ungleichheit zwischen den Ländern anhand kardinaler Messinstrumente (Gini, Theil, MLA) berechnet, um representative Länder auszuwählen. Anschließend erfolgt eine fallstudienbasierte Analyse dieser Länder.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und Wachstumspolitik von vier Fallbeispielen: Botsuana, Nigeria, Simbabwe und Südafrika.
Zu den zentralen Begriffen zählen subsaharisches Afrika, Wirtschaftswachstum, Ungleichheitsberechnung, Wachstumspolitik, Importsubstitution, Exportdiversifizierung und Korruption.
Botsuana wird als positives Beispiel angeführt, da es trotz seiner Rohstoffabhängigkeit durch politische Stabilität, eine nachhaltige intertemporale Nutzung von Diamantenerlösen und eine restriktive Haushaltspolitik hohe Wachstumsraten über drei Jahrzehnte erzielen konnte.
Laut der Arbeit sind das Scheitern dieser Länder auf eine Kombination aus interner Korruption, dem sogenannten Neopatrimonialismus, mangelnder Haushaltsdisziplin, politischer Instabilität und einer zu langen Festhaltung an ineffizienten importsubstituierenden Strategien zurückzuführen.
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