Bachelorarbeit, 2006
43 Seiten, Note: 2
Einleitung
1 Neuerungen um die Jahrhundertwende
1.1 Aufbruch in eine subjektive Wahrheit
1.2 Die Psychologie des Inneren Lebens
2 Interpretationsversuche zum Werk Der Tod Georgs von Richard Beer-Hofmann
2.1 Die Handlung
2.2 Die subjektive Welt von Paul
2.3 Pauls Traum
2.3.1 Paul und die Frau
2.3.2 Der Tempel der Astarte
2.4 Das Erwachen und der Weg ins Freie
2.4.1 Der Tod Georgs
2.4.2 Der Traum rüttelt am Schlaf des Protagonisten
2.5 Form und Sprache des Werkes
3 „Und kein Traum ist völlig Traum“ zu Arthur Schnitzlers Traumnovelle
3.1 Fridolins traumhafte Abenteuer
3.2 Albertines Traum
4 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Traumtextes in Richard Beer-Hofmanns Werk „Der Tod Georgs“ und Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, um nachzuweisen, wie diese Traumbeschreibungen eine entscheidende Wende in der Weltsicht und Lebenshaltung der jeweiligen Protagonisten herbeiführen.
2.3.2 Der Tempel der Astarte
Der Traum Pauls lässt sich, wie oben schon beschrieben, in drei Teile gliedern. Denn er beginnt mit dem Traum über die Frau, doch nach einer Zeit bricht diese Erzählstränge ab und ganz andere Bilder folgen. Später träumt aber Paul wieder über die Frau, danach wacht er auf.
Wie es keine Überleitung zwischen der „Wirklichkeit“ des Werkes und der Vision Pauls gab und auch keine zwischen dem Wachzustand und dem Traum, gibt es auch keine Überleitung zwischen den zwei verschiednen Erzählabschnitten im Traum selbst.
In diesen Traumbildern geht es um einen Tempel in Syrien, in Hierapolis. Der Tempel steht auf einem hohen Felsen und wurde durch schwere Arbeit einer Gemeinschaft errichtet.
„Viele Menschen hatten sie viele Jahre lang aus der Ebene den Hang des Felsens emporgeschleppt; ein jeder nur einen Schritt weit, dann nahm der nächste den Stein und wälzte ihn keuchend dem nächsten zu.“ (S. 21)
Diese Arbeit am Tempel vereint die Menschen, ist gemeinschaftsbildend. In der Tempelszene wird wieder von Glück gesprochen. Doch es ist ganz anders gemeint, als es Paul im Wachen verstanden hatte. Nicht das persönliche Glück ist hier beschrieben, sondern eins das über das persönliche Leben hinaus währt.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Traumbegriffs von der Antike über die Aufklärung bis hin zur Romantik und Freud, um den Kontext der Jahrhundertwende zu setzen.
1 Neuerungen um die Jahrhundertwende: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom Naturalismus zur Moderne, geprägt durch die Subjektivierung der Weltanschauung und neue psychologische Erkenntnisse.
2 Interpretationsversuche zum Werk Der Tod Georgs von Richard Beer-Hofmann: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Rolle des Traums für die Entwicklung des Protagonisten Paul, vom narzisstischen Ästheten hin zur Lebensbejahung.
3 „Und kein Traum ist völlig Traum“ zu Arthur Schnitzlers Traumnovelle: Dieser Teil vergleicht die Traumthematik in Schnitzlers Werk, wobei die Gleichwertigkeit von Traum und Realität als zentrales Element für die Versöhnung der Eheleute herausgearbeitet wird.
4 Schlusswort: Das Fazit bestätigt die These, dass Träume in den untersuchten Werken als Katalysator für eine tiefgreifende Veränderung im Bewusstsein der Hauptfiguren fungieren.
Jahrhundertwende, Wiener Moderne, Traum, Der Tod Georgs, Traumnovelle, Richard Beer-Hofmann, Arthur Schnitzler, Narzissmus, Psychoanalyse, Subjektivität, Lebenshaltung, Identitätskrise, Symbolik, Psycho-Narration, Selbstkonfrontation.
Die Arbeit untersucht die Funktion von Traumbeschreibungen in literarischen Werken der Wiener Moderne und deren Einfluss auf die psychologische Entwicklung der Protagonisten.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Traum und Wirklichkeit, die narzisstische Welthaltung der Jahrhundertwende und die Überwindung des Ich-bezogenen Lebens durch Erkenntnis.
Das Ziel ist der Nachweis, dass der Traum in „Der Tod Georgs“ und der „Traumnovelle“ nicht bloßes Stimmungselement ist, sondern eine Wende in der Weltanschauung der Hauptfiguren erzwingt.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Ansätze sowie die psychoanalytische Literaturtheorie einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Werkinterpretation von Beer-Hofmanns „Der Tod Georgs“ und eine vergleichende Analyse von Schnitzlers „Traumnovelle“.
Schlüsselbegriffe sind Wiener Moderne, Narzissmus, Identitätskrise, Traumdeutung und der Wandel der Lebenshaltung.
Der Park dient als Sinnbild für die künstliche Welt des Ästheten, aus der sich der Protagonist Paul im Laufe der Erzählung lösen muss, um ins „Freie“ und damit in die Gemeinschaft zu gelangen.
Das Ende zeigt Paul, wie er den Park verlässt und sich dem Rhythmus einfacher Arbeiter anpasst, was seine Abkehr vom narzisstischen Ästhetizismus und seine Hinwendung zu einer allverbundenen, gerechten Lebenshaltung symbolisiert.
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