Diplomarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Aufgabenstellung und Forschungsgegenstand
1.3 Herangehensweise
1.4 Abgrenzungen des Themas
2.0 Begriffsbestimmung und -abgrenzung
2.1 Kontinuität
2.2 Aktualität
2.3 Marke
2.3.1 Marke im Wandel
2.3.2 Markenverständnis und -definitionen
2.3.3 Aufgaben und Funktionen von Marken
2.3.4 Kennzeichen erfolgreicher Marken
2.4 Wandel
2.4.1 Wandel als Kontext-Situation der Marke
2.4.2 Wandel im externen und internen Umfeld der Marke
2.5 Markenführung
2.5.1 Markenführung im Wandel
2.5.2 Elemente der Markenführung
2.5.3 Probleme der Markenführung
2.6 Identität und Markenidentität
2.6.1 Mensch-Marke Analogie
2.6.2 Identitätsbegriff
2.6.3 Markenidentität
2.7 Zusammenfassung
3.0 Markenkonzepte aus der Kontinuitäts- und Aktualitätsperpektive
3.1 Kontinuitäts- und Aktualitätsperspektive
3.2 Kontinuität in der Markenführung
3.2.1 Bedeutung für die Markenführung
3.2.2 Kontinuitätsdimensionen
3.2.3 Kontinuitätserzeugung
3.2.4 „Kontinuitätsgift”
3.2.5 Sprachlicher Umgang und Missverständnisse
3.3 Aktualität in der Markenführung
3.3.1 Bedeutung für die Markenführung
3.3.2 Aktualitätseinsatz
3.3.3 Aktualitätserzeugung
3.3.4 Sprachlicher Umgang
3.4 Konzepte des Identitätsmanagementes
3.4.1 Identitätsansatz nach Kapferer
3.4.2 Identitätsansatz nach Aaker
3.4.3 Identitätsansatz nach Meffert/Burmann
3.4.4 Markensteuerrad nach icon brand navigation
3.4.5 Identitätsansatz nach Esch
3.4.6 Zusammenfassung und Bewertung der Identitätskonzepte
3.5 Marketing- und Markenführungsmodelle
3.5.1 BBDO-5-Stufen-Modell der Markenführung
3.5.2 Identitätsorientierter Ansatz der Markenführung
3.5.3 Identitätsmanagement durch Ästhetik
3.5.4 Zusammenfassung und Bewertung der Modelle
3.6 Fazit
4.0 Experten-Panel
4.1 Hintergründe, Vorgehen und Probleme
4.1.1 Forschungshintergrund
4.1.2 Forschungsvorgehen
4.1.3 Aussagekraft
4.2 Auswertung: Kontinuität
4.2.1 Begriffsbestimmung
4.2.2 Funktionen und Aufgaben
4.2.3 Bedeutung
4.2.4 Dimensionen
4.2.5 Erzeugung
4.2.6 Wie man Kontinuität abfragt
4.2.7 Kontinuitätswahrung
4.2.8 Kontinuitätsgrenzen
4.2.9 „Kontinuitätsgift”
4.3 Auswertung: Aktualität
4.3.1 Bedeutung
4.3.2 Funktionen und -aufgaben
4.3.3 Erzeugung
4.3.4 Aktualitätsgrenzen
4.4 Kontinuitäts- und Aktualitätsperspektive in der Markenführung
4.4.1 Managementoptionen
4.4.2 Integration von Wandel
4.4.3 Kontinuierlich vs. radikal
5.0 Ergebnisdiskussion und Ausblick
6.0 Literatur- und Quellenverzeichnis
7.0 Interviews
Interviewleitfaden
Die Arbeit untersucht das fundamentale Dilemma der Markenführung, wie eine Marke gleichzeitig die für den Markenerfolg notwendige Kontinuität bewahren und sich dennoch durch Aktualität an sich wandelnde Umweltbedingungen anpassen kann. Es wird analysiert, wie Kontinuität und Aktualität in den Markenführungsprozess integriert werden können, um eine Marke langfristig relevant zu halten.
1.1 Hinführung zum Thema
Das Phänomen Marke ist sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich zu einem wesent lichen Bestandteil unseres Lebens geworden. „Fragestellungen der Führung von Marken stellen bereits seit geraumer Zeit ein Schlüsselthema der marktorientierten Unterneh mensführung dar und werden sowohl in der Wissenschaft als auch in der unternehmeri schen Praxis intensiv und kontrovers diskutiert” [MEFFERT 2000 : 1]. Kurz gesagt: „Die Marke ist das Megathema schlechthin” [ESCH 2003 : 4]. Denn Marken, vor allem starke Marken, haben die besondere Eigenschaft, emotionale Beziehungen zu den Konsumenten aufzu bauen, sich tief in ihrem Gedächtnis zu verankern und so das Kaufverhalten zu Gunsten der Marke zu beeinflussen [VGL.DOMIZLAFF 1992 : 13, 76; RIES/RIES 1998 : 11, 13; KUNDE 2000 : 2; ESCH 2003 : 23; MEFFERT/BURMANN 1998: 81]. Die besonderen Funktionen und Aufgaben, die Marken haben, ermöglichen es Unternehmen, Parteien und Non-Profit-Organisationen sich und ihre Produkte oder Dienstleistungen mit Hilfe von Marken in den Köpfen und Herzen der Menschen zu verankern.
Denn mit Marken erzielt man den entscheidenden Wettbe werbsvorteil gegenüber schwächeren Konkurrenten, da sie in einem Wettbewerbsumfeld, in dem Produkte immer identischer werden, die notwendige Differenzierungsmöglich keiten bieten [VGL.HERRMANN/HUBER/BRAUNSTEIN 2001 : 108]. „Der Aufbau und die Stärkung von Marken, die Entwicklung tragfähiger Markenidentitäten und Markenpositionierungen, die Kapitalisierung von Marken durch Markendehnung und Bildung von Markenallianzen, die Führung von Markenportfolios, das Management von Markenarchitekturen und die Kontrolle der Markenmaßnahmen sind dabei zentrale Themen der Markenführung” [ESCH 2003 : VII]. Da aber Marken bzw. Markenführung in den Bereich der langfristigen Unterneh mens- und Kommunikationsplanung fällt, tritt auch hier, wie in der strategischen Planung im Allgemeinen, das Problem auf, wie Kontinuität zu erzeugen und Aktualität respektive Wandel zu integrieren ist.
1. Einführung: Hinführung zur Problematik des Dilemmas zwischen Kontinuität und Aktualität in der strategischen Markenführung und Erläuterung der Herangehensweise.
2.0 Begriffsbestimmung und -abgrenzung: Fundamentale Definitionen und Abgrenzungen der zentralen Schlüsselbegriffe wie Kontinuität, Aktualität, Marke, Wandel und Identität.
3.0 Markenkonzepte aus der Kontinuitäts- und Aktualitätsperpektive: Analyse und kritische Würdigung gängiger Identitätsansätze sowie Marketing- und Markenführungsmodelle hinsichtlich ihrer Eignung für das Kontinuitätsmanagement.
4.0 Experten-Panel: Qualitative Auswertung von Experteninterviews zur Ergänzung der theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen und Handlungsansätzen.
5.0 Ergebnisdiskussion und Ausblick: Zusammenfassende Diskussion der Erkenntnisse und Fazit zur Bedeutung von Kontinuität und Aktualität in der Markenführung.
Markenführung, Kontinuität, Aktualität, Markenidentität, Markenwert, Strategische Planung, Wandel, Markenimage, Positionierung, Markenarchitektur, Markenpersönlichkeit, Konsistenz, Experten-Panel, Markenmanagement.
Die Diplomarbeit widmet sich dem Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit für Marken, kontinuierlich und beständig aufzutreten, und dem gleichzeitigen Druck, sich an sich wandelnde Umweltbedingungen durch Aktualität anzupassen.
Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Kontinuität und Aktualität, das Identitätsverständnis von Marken, die Rolle von Wandel als Kontext der Markenführung sowie die Analyse verschiedener theoretischer Managementmodelle.
Das Ziel ist es, Kontinuität innerhalb des Phänomens Marke zu verstehen und Instrumente der Markenführung daraufhin zu bewerten, wie sie helfen, dieses Dilemma zwischen Beständigkeit und Veränderung zu meistern.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse mit einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form eines Experten-Panels, bestehend aus Face-to-Face Interviews mit neun Experten aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Identitäts- und Markenführungsmodellen (z.B. nach Kapferer, Aaker, Meffert/Burmann) sowie die Auswertung des Experten-Panels.
Zentrale Begriffe sind Markenführung, Kontinuität, Aktualität, Markenidentität und strategisches Markenmanagement.
Während Kapferers Identitätsprisma stärker auf strukturelle, teils objektive Merkmale und die Kommunikation fokussiert, ist Aakers Ansatz variabler gestaltet und erlaubt eine flexiblere Segmentierung der Markenidentität in Kern- und erweiterte Identität.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es kein allgemeingültiges Patent für Kontinuität gibt. Vielmehr muss jede Marke individuell ihre essenziellen von ihren akzidenziellen (variablen) Merkmalen unterscheiden, wobei die Identität der Marke das Fundament für alle weiteren strategischen Entscheidungen bildet.
Das Experten-Panel ergänzt die theoretische Literatur durch praxisnahe Einblicke und zeigt auf, dass Kontinuität in der Praxis weniger ein rein analytischer Prozess, sondern ein komplexes Konglomerat aus "weichen" Faktoren (wie Wissen, Treue, Sensibilität) und "harten" Management-Entscheidungen ist.
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