Diplomarbeit, 2007
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Portfoliotheoretische Grundlagen
2.1 Allgemeine Anmerkungen
2.2 Portfoliotheoretischer Modellansatz
2.2.1 Grundzüge und Annahmen der Portfoliotheorie
2.2.2 Kritik an der Portfoliotheorie
2.2.3 Indexmodell von Sharpe
2.3 Kapitalmarkttheorie
2.3.1 Capital Asset Pricing Model
2.3.2 Arbitrage Pricing Theory
2.4 Performance- und Risikomessung
2.4.1 Überblick
2.4.2 Sharpe-Ratio
2.4.3 Volatilität
3 Derivative Finanzinstrumente
3.1 Allgemeine Anmerkungen
3.2 Grundidee und Entstehung von Derivaten
3.3 Definition
3.4 Charakteristika von Termingeschäften
3.4.1 Bedingte und unbedingte Termingeschäfte
3.4.2 Börsengehandelte und außerbörslich gehandelte Derivate
3.4.3 Grundformen derivativer Finanzinstrumente
3.4.3.1 Forwards
3.4.3.2 Futures
3.4.3.3 Optionen (Traded Options)
3.4.3.4 Optionsscheine (Warrants)
3.5 Options-Positionen
3.5.1 Kauf eines Call (Long Call)
3.5.2 Verkauf eines Call (Short Call)
3.5.3 Kauf eines Put (Long Put)
3.5.4 Verkauf eines Put (Short Put)
3.6 Preisbildungsmechanismen
3.6.1 Preisbildung bei Futures
3.6.2 Preisbildung bei Optionen
3.6.2.1 Überblick
3.6.2.2 Innerer Wert und Zeitwert
3.6.2.3 Restlaufzeit
3.6.2.4 Volatilität
3.6.2.5 Zinssatz
3.6.2.6 Dividendenzahlungen
3.6.2.7 Black-Scholes-Modell
3.6.2.8 Put-Call-Parität
3.6.3 Options-Risikokennzahlen
4 Portfoliooptimierung durch derivative Strategien
4.1 Allgemeine Anmerkungen
4.2 Klassifizierung derivativer Strategien
4.2.1 Hedging-Strategien
4.2.2 Trading-Strategien
4.2.3 Arbitrage-Strategien
4.3 Portfolioabsicherung durch Aktienindex-Futures
4.4 Konzept der Portfolio-Insurance
4.4.1 Systematisierung
4.4.2 Statische Wertsicherungsstrategien
4.4.2.1 Protective-Put-Strategie
4.4.2.2 Bond-Call-Strategie
4.4.3 Dynamische Wertsicherungsstrategien
4.4.3.1 Delta-Hedging mit Puts
4.4.3.2 Dynamische Replikation von Optionen
4.5 Absicherung durch das Schreiben von Optionen
4.5.1 Covered Call Writing
4.5.2 Capped-Strategien
4.6 Fazit
5 Portfoliooptimierung in der Praxis
5.1 Allgemeine Anmerkungen
5.2 Modellannahmen
5.3 Modellportfolio
5.4 Portfoliooptimierung
5.4.1 Systematisierung der Vorgehensweise
5.4.2 Ermittlung der zukünftigen Rendite
5.4.3 Ermittlung des zukünftigen Risikos
5.4.4 Ermittlung der Portfoliorendite und des Portfoliorisikos
5.4.5 Bestimmung des optimalen Portfolios
5.4.6 Benchmarking
5.5 Portfolioabsicherung durch Derivate
5.5.1 Allgemeine Anmerkungen
5.5.2 Statische Absicherung
5.5.3 Dynamische Absicherung
5.6 Performancemessung und abschließende Betrachtung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Ergebnisse
6.2 Danksagung
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert Möglichkeiten und Strategien zur Portfoliooptimierung für Privatanleger unter Berücksichtigung der Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz sowie des gezielten Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zur Risikominimierung und Absicherung.
3.5.1 Kauf eines Call (Long Call)
Durch den Kauf einer Call-Option erwirbt der Käufer das Recht, vom Stillhalter oder Schreiber der Option das zugrunde liegende Underlying zum vereinbarten Preis (Strike) und innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Termin geliefert zu bekommen.
Die folgende Abbildung 3.3 verdeutlicht den Charakter eines Long Call und dessen asymmetrisches Risikoprofil. Aus Sicht des Käufers steht einem theoretisch unbegrenzten Gewinn ein Verlustrisiko in Form der Optionsprämie gegenüber. Auf der Ordinate des Diagramms ist der Gewinn bzw. der Verlust der Call-Option dargestellt, auf der Abszisse die Entwicklung des Aktienkurses des zugrunde liegenden Underlying.
Sofern der Aktienkurs den Strike nicht erreicht, erleidet der Käufer der Option einen Verlust in Höhe der Optionsprämie OP, die an den Schreiber der Optionen zu entrichten ist. Eine Ausübung der Option ist in diesem Falle nicht vorteilhaft, da der Basiswert am Aktienmarkt günstiger bezogen werden kann. Sobald der Aktienkurs oberhalb des Strike notiert, lohnt sich die Ausübung der Option, da der Käufer einen Differenzgewinn gegenüber dem aktuellen Marktpreis der Aktie erwirtschaften kann, der ab der Schwelle Strike + Optionsprämie die Kosten für die Optionsprämie deckt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Kapitalmärkte sowie die Risikomanagement-Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Portfoliotheoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente, insbesondere das Markowitz-Modell, sowie die darauf aufbauenden Kapitalmarktmodelle (CAPM, APT) und Kennzahlen zur Performance- und Risikomessung vorgestellt.
3 Derivative Finanzinstrumente: Dieses Kapitel erläutert die Grundidee und Definition von Derivaten sowie deren Kategorisierung in unbedingte und bedingte Termingeschäfte inklusive deren komplexer Preisbildungsmechanismen.
4 Portfoliooptimierung durch derivative Strategien: Hier werden Strategien zur Portfoliooptimierung mittels Derivaten, insbesondere Ansätze wie Portfolio-Insurance, Protective-Put-Strategien und Delta-Hedging, im Detail analysiert.
5 Portfoliooptimierung in der Praxis: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung der zuvor entwickelten theoretischen Modelle an einem Modellportfolio und bewertet die Ergebnisse der verschiedenen Absicherungsvarianten mittels historischer Daten.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und einer Empfehlung für Privatanleger hinsichtlich des Einsatzes derivativer Strategien.
Portfoliooptimierung, Markowitz, Portfoliotheorie, Risikomanagement, Derivate, Aktienoptionen, Hedging, Portfolio-Insurance, Sharpe-Ratio, Volatilität, Delta-Hedging, Protective Put, Kapitalmarkt, Finanzinstrumente, Privatanleger
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung und Absicherung von Aktienportfolios für Privatanleger durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.
Die Schwerpunkte liegen auf der klassischen Portfoliotheorie, den Grundlagen derivativer Produkte, Portfolio-Insurance-Konzepten sowie der praktischen Anwendung von Absicherungsstrategien.
Das Ziel ist die Analyse, wie Aktienportfolios von Privatanlegern in Bezug auf Rendite und Risiko optimiert werden können und welche Rolle derivative Instrumente dabei spielen.
Neben einer fundierten Literaturanalyse erfolgt eine praktische Simulation basierend auf historischen Marktdaten von DAX-Werten und deren mathematische Optimierung mittels Excel.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung über die detaillierte Klassifizierung derivativer Strategien bis hin zur praktischen Modellierung und Performancemessung.
Zu den zentralen Begriffen gehören Portfoliooptimierung, Derivate, Hedging, Portfolio-Insurance, Sharpe-Ratio, Markowitz-Modell und Volatilität.
Aufgrund der hohen Komplexität, des notwendigen Fachwissens über Preisbildung und der durch häufige Umschichtungen entstehenden Transaktionskosten sind sie für private Portfolios in der Regel weniger geeignet.
Sie gilt als praxistaugliches Standardinstrument, das eine effektive Risikoreduktion (Downside Protection) mit der Möglichkeit zur weiteren Partizipation an Kurssteigerungen verbindet.
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