Examensarbeit, 2005
83 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen: Schulprogramm
2.1 Terminologische Diskussion von Begrifflichkeiten im Kontext von Schulkultur
2.1.1 Leitbild
2.1.2 Schulprogramm
2.1.3 Schulprofil
2.2 Historie der Schulprogramme
2.3 Schulrechtliche Aspekte
2.4 Ziele und Aufgaben eines Schulprogramms
2.5 Funktion eines Schulprogramms
2.6 Schulprogramm als Qualitätssicherung und Teil der Schulentwicklung
2.6.1 Definition von Evaluation
2.6.2 Funktionen von Evaluation
2.6.3 Zusammenfassung
2.7 Rollenzuteilung
2.7.1 Schulleitung
2.7.2 Lehrerkollegium
2.7.3 Eltern- und Schülerschaft
2.7.4 Steuerungsgruppe
2.8 Notwendige Kriterien für ein Schulprogramm
2.8.1 Beschreibung der schulischen Arbeit als Ergebnis einer Bestandsaufnahme
2.8.2 Leitbild einer Schule
2.8.3 Schulinterne Konzepte
2.8.4 Mittelfristige Ziele für die Entwicklung der schulischen Arbeit
2.8.5 Fortbildungsplanung
2.8.6 Planungen zur Evaluation
3 Beschreibung der Schulen und der Schulprogramme
3.1 Gymnasium Essen-Überruhr; Essen
3.1.1 Beschreibung der Schule
3.1.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.2 Friedrich-Bährens-Gymnasium; Schwerte, NW-SP
3.2.1 Beschreibung der Schule
3.2.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.3 Königin-Luise-Schule; Köln, NW-SP
3.3.1 Beschreibung der Schule
3.3.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.4 Leibniz-Gymnasium; Essen
3.4.1 Beschreibung der Schule
3.4.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.5 Lise-Meitner-Gymnasium; Leverkusen
3.5.1 Beschreibung der Schule
3.5.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.6 Riesener-Gymnasium; Gladbeck
3.6.1 Beschreibung der Schule
3.6.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.7 Städtisches Gymnasium; Bergkamen, NW-SP
3.7.1 Beschreibung der Schule
3.7.2 Beschreibung des Schulprogramms
3.8 Werner-Heisenberg-Gymnasium; Leverkusen, NW-SP
3.8.1 Beschreibung der Schule
3.8.2 Beschreibung des Schulprogramms
4 Analyse
4.1 Gymnasium Essen-Überruhr
4.2 Friedrich-Bährens-Gymnasium, NW-SP
4.3 Königin-Luise-Schule, NW-SP
4.4 Leibniz-Gymnasium
4.5 Lise-Meitner-Gymnasium
4.6 Riesener-Gymnasium
4.7 Städtisches Gymnasium Bergkamen, NW-SP
4.8 Werner-Heisenberg-Gymnasium, NW-SP
4.9 Zusammenfassung
5 Resümee
6 Verzeichnisse
Die Arbeit analysiert exemplarisch, inwieweit verschiedene Gymnasien in Nordrhein-Westfalen die vom Schulministerium vorgegebenen Kriterien für Schulprogramme in ihrer eigenen Praxis umsetzen und dokumentieren.
2.1.1 Leitbild
Der Begriff Leitbild stammt ursprünglich aus der Wirtschaft und Verwaltung der 80er Jahre und nicht aus einer pädagogischen Tradition. Verschiedene Schulen in Deutschland, aber auch der Schweiz, haben sich dieses Begriffes bedient und ihn sich für ihre eigenen Schulzwecke zu Nutze gemacht und modifiziert. Ein Leitbild beinhaltet die Grundhaltung einer Schule mitsamt einer Ausrichtung auf Ideen, die eine Schule nach innen und außen tätig werden lässt. Dieses Leitbild sollte kurz und bündig formuliert werden. Es wird mit Hilfe von so genannten Leitsätzen dargestellt. Allerdings sollte die Anzahl von zehn Leitsätzen nicht überschritten werden, da dieses Leitbild für die Adressaten unverwechselbar und einprägsam sein soll.
Eine höhere Anzahl erschwert die prägnante Darstellung des Leitbildes und macht es kaum möglich, dieses auf Plakaten oder Visitenkarten angemessen zu präsentieren. Weiterhin ist das Leitbild selbstbezogen, das heißt nicht auf andere Schulen übertragbar. Dementsprechend benennen PHILIPP und ROLFF das Leitbild auch als Eigentum der einzelnen Schule, welches nur von dieser hergestellt wird. „Ein Leitbild soll Ausdruck des gemeinsamen Grundes und des Zukunftswillens einer Schule sein.“
Dies bedeutet für die Schulen, dass es wichtig ist, bei der Erstellung eines Leitbildes darauf zu achten, dass es von Lehrern, Eltern und Schülern gemeinsam erarbeitet wird. Dies bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, sich mit ihm zu identifizieren, denn nur dann können sich alle dem Leitbild der Schule verpflichtet fühlen.
„Gemeinsam erarbeitete Leitbilder geben einer Schulgemeinschaft Halt und Orientierung, sind Ausdruck einer Perspektive beziehungsweise einer Entwicklungslinie und können als Grundlage für ein Schulprogramm dienen. Ohne eine gemeinsame Zielperspektive scheinen innerschulische Entwicklungsvorhaben nur wenig erfolgversprechend.“
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext aktueller Bildungsdebatten und definiert die Schulprogrammarbeit als zentrales Instrument für Qualitätsentwicklung und Selbststeuerung.
2 Theoretische Grundlagen: Schulprogramm: In diesem Kapitel werden Begriffe wie Leitbild und Schulprogramm differenziert, die historische Entwicklung in NRW skizziert, rechtliche Aspekte erläutert und die Rollen der Akteure sowie Kriterien für ein Schulprogramm definiert.
3 Beschreibung der Schulen und der Schulprogramme: Hier werden acht ausgewählte Gymnasien in Nordrhein-Westfalen vorgestellt, wobei jeweils die Schulgeschichte und das spezifische Schulprogramm skizziert werden.
4 Analyse: Das Kernkapitel überprüft die Schulprogramme der acht Schulen anhand des in Kapitel 2.8 erarbeiteten Kriterienkatalogs und fasst die Ergebnisse in tabellarischer Form zusammen.
5 Resümee: Das Resümee reflektiert die Ergebnisse der Dokumentenanalyse und diskutiert die Diskrepanz zwischen theoretischen Anforderungen und der praktischen Umsetzung an den untersuchten Schulen.
6 Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das Literaturverzeichnis sowie eine Auflistung der untersuchten Schulprogramme.
Schulprogramm, Schulkultur, Schulprofil, Schulentwicklung, Qualitätssicherung, Evaluation, Leitbild, Gymnasien, NRW, Bestandsaufnahme, pädagogische Konzepte, Schulaufsicht, Selbststeuerung, Bildungswissenschaften, Schulinternes Konzept
Die Arbeit untersucht die praktische Ausgestaltung und Umsetzung von Schulprogrammen an ausgewählten Gymnasien in Nordrhein-Westfalen im Kontext des naturwissenschaftlichen Lernens.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Schulprogrammarbeit, die rechtlichen Vorgaben des Landes NRW sowie die Analyse der tatsächlichen Umsetzung dieser Programme an acht spezifischen Gymnasien.
Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit die offiziellen Kriterien des Schulministeriums in den tatsächlichen Schulprogrammen der untersuchten Gymnasien verankert und abgebildet sind.
Es handelt sich um eine exemplarische Dokumentenanalyse, bei der die vorliegenden Schulprogramme (in schriftlicher Form oder als Hypertext) mit einem Kriterienkatalog abgeglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Schulprogrammen sowie eine detaillierte Analyse der einzelnen Schulchroniken und Schulprogramme der acht gewählten Gymnasien.
Schulprogramm, Schulkultur, Schulentwicklung, Qualitätssicherung, Evaluation und Gymnasien sind die zentralen Begriffe.
Die Evaluation wird als zentrales Element der Qualitätssicherung beschrieben, wobei die Arbeit feststellt, dass die inhaltliche Tiefe der Umsetzung zwischen den Schulen stark variiert.
Die Analyse kam zu dem Schluss, dass sich die ursprüngliche Erwartung, zwei völlig verschiedene Gattungen von Schulprogrammen vorzufinden, nicht bestätigen ließ.
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