Diplomarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ethisches Investment
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Die Wurzeln ethischen Investments
2.2.1. Ursprünge
2.2.2. Marktüberblick
2.3. Portfoliobildung und Asset-Allocation
3. Bewertung von Corporate Social Responsibility
3.1. Probleme der Messbarkeit von Corporate Social Responsibility
3.2. Konstruktion und Zusammensetzung von SRI Ratings
4. Messung finanzieller Performance
4.1. Bilanzbasierte Kennzahlen
4.2. Aktienmarktbasierte Performancemessung
5. Der Zusammenhang zwischen SRI Ratings und Performance
5.1. Methodik
5.1.1. SRI Ratings
5.1.2. Aktienmarktbezogene Daten
5.1.3. Portfoliobildung
5.1.4. Performancemaße
5.1.5. Struktur der Mehrfaktormodelle
5.2. Performancemessung – wertgewichteter Portfolioansatz
5.2.1. Portfoliorenditen und Volatilitäten
5.2.2. Sharpe-Ratio
5.2.3. Jensen Alpha
5.2.4. Drei-Faktor-Alpha
5.3. Performancemessung - Gleichgewichteter Portfolioansatz
5.3.1. Portfoliorenditen und Volatilitäten
5.3.2. Sharpe-Ratio
5.3.3. Jensen Alpha
5.3.4. Drei-Faktor-Alpha
5.4. Regressionsanalyse mit Paneldaten
5.4.1. Jensen Alpha
5.4.2. Drei-Faktor-Alpha
5.4.3. Vier-Faktor-Alpha
5.5. Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
6. Abschlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ethischem Investment, gemessen an SRI Ratings, und der finanziellen Performance europäischer Aktiengesellschaften im Zeitraum von 1999 bis 2006. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Investoren bei der Auswahl besonders ethischer Unternehmen Renditenachteile erleiden oder durch ein „Doing Well While Doing Good“ sogar Vorteile erzielen können.
3.1. Probleme der Messbarkeit von Corporate Social Responsibility
Bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Corporate Social Responsibility und finanzieller Performance liegt ein fundamentaler Grund für die uneinheitlichen Ergebnisse bisheriger Forschung in der Problematik, Corporate Social Performance zutreffend zu messen. Es handelt sich um ein mehrdimensionales Konstrukt mit einer Vielzahl verschiedener Einflussfaktoren. Diese sind naturgemäß nicht für alle Unternehmen gleich, sondern im Regelfall sowohl branchen- als auch unternehmensspezifisch. Unternehmen, die aufgrund ihrer Branche eine hohe Verantwortung für die Umwelt tragen, werden einen deutlich anderen Fokus setzen als z. B. Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Dies führt dazu, dass nachhaltiges Engagement durch viele unterschiedliche Aktivitäten bestimmt werden kann. Exemplarisch hierfür stehen das Engagement im Rahmen von Stiftungen, die Entwicklung umweltschonender Technologien oder die Förderung von Mitarbeitern.
Neben diesen positiven Kennzeichen einer guten Corporate Social Responsibility werden im Rahmen von Socially Responsible Investments gleichfalls negative Faktoren bewertet. Unter anderem sind hier Korruption, Schädigungen der Umwelt oder die Verletzung von Menschenrechten zu nennen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des ethischen Investments ein und formuliert die Forschungsfrage, ob ein Zusammenhang zwischen der ethischen Performance von Unternehmen und deren finanziellen Ergebnissen besteht.
2. Ethisches Investment: Dieses Kapitel definiert ethisches Investment, beleuchtet dessen Ursprünge und erläutert die zweistufige Portfoliobildung sowie die strategische Asset-Allocation unter Berücksichtigung ethischer Screenings.
3. Bewertung von Corporate Social Responsibility: Es werden die Herausforderungen bei der Messung von Corporate Social Responsibility thematisiert und die Konstruktion sowie die inhaltliche Zusammensetzung der in der Arbeit verwendeten SRI Ratings beschrieben.
4. Messung finanzieller Performance: Dieses Kapitel diskutiert die Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze zur Erfolgsmessung, insbesondere den Vergleich zwischen bilanzbasierten Kennzahlen und aktienmarktbasierten Performancemaßen.
5. Der Zusammenhang zwischen SRI Ratings und Performance: Der Hauptteil der Arbeit präsentiert die Methodik und die empirischen Ergebnisse, basierend auf Portfolioanalysen und Panelregressionen, um den Zusammenhang zwischen SRI Ratings und finanzieller Rendite zu evaluieren.
6. Abschlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert sie im Kontext der wissenschaftlichen Literatur und stellt fest, dass auf Unternehmensebene kein konsistenter Renditeeffekt durch ethische Auswahlkriterien nachweisbar ist.
Ethisches Investment, Corporate Social Responsibility, SRI Ratings, Finanzielle Performance, Portfoliobildung, Asset-Allocation, Nachhaltigkeit, Markteffizienz, Mehrfaktormodelle, Jensen Alpha, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Aktienrenditen, Small-Firm-Effekt, Nachhaltige Entwicklung.
Die Arbeit untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen (gemessen an SRI Ratings) und deren finanzieller Performance an den Aktienmärkten besteht.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung ethischer Investments, die Methodik zur Bewertung von Corporate Social Responsibility sowie die quantitative Analyse von Aktienrenditen unter Berücksichtigung ethischer Ratings.
Das Ziel ist zu klären, ob Investoren bei der Auswahl besonders ethisch agierender Unternehmen eine finanzielle Outperformance erzielen („Doing Well While Doing Good“) oder ob sie Renditenachteile in Kauf nehmen müssen.
Die Arbeit nutzt den Portfolioansatz und ökonometrische Panelregressionen unter Anwendung von CAPM-basierten Faktormodellen (Jensens Alpha, Fama/French Drei-Faktor-Alpha und Carharts Vier-Faktor-Alpha).
Im Hauptteil werden verschiedene Portfolios auf Basis von SRI-Ratings konstruiert, deren Renditen und Volatilitäten analysiert und mithilfe von Mehrfaktormodellen auf statistische Signifikanz geprüft, um den Einfluss von SRI-Ratings zu isolieren.
Schlüsselwörter sind unter anderem Ethisches Investment, Corporate Social Responsibility (CSR), SRI Ratings, Portfolio-Performance, Aktienrenditen und die Effizienzmarkthypothese.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass hoch geratete Aktien tendenziell ein geringeres systematisches Risiko aufweisen, jedoch im Betrachtungszeitraum auf Unternehmensebene keinen positiven Renditeeffekt durch das SRI-Rating erzielen konnten.
Die Arbeit stellt fest, dass das Worst-in-Class-Portfolio unabhängig von der Konstruktion in nahezu allen Schätzungen eine signifikante Überrendite gegenüber dem Markt erreichte, was auf eine Marktanomalie hindeutet.
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