Diplomarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Vorgehensweise der Arbeit
2 Grundlagen der Kreditsyndizierung
2.1 Definition
2.2 Der Syndizierungsprozess
2.2.1 Aufgaben und Pflichten der Teilnehmer
2.2.2 Zeitlicher Ablauf einer Kreditsyndizierung
2.2.3 Syndizierungsstrukturen
2.3 Motivation der beteiligten Parteien
2.3.1 Die Rolle der Banken und Nichtbanken
2.3.2 Gebührenstrukturen und Zinsen
2.3.3 Nichtmonetäre Aspekte
2.3.4 Besondere Vorteile für den Kreditnehmer
2.4 Einsatzmöglichkeiten und Bedeutung von syndizierten Krediten
3 Risiken durch Informationsasymmetrien
3.1 Adverse Selektion
3.2 Moral Hazard
4 Besonderheiten der Kreditsyndizierung in Industrie- und Entwicklungsländern
4.1 Definition von Industrie- und Entwicklungsländern
4.2 Internationale Entwicklung des Kreditsyndizierungsmarktes
4.3 Geografische Unterschiede bei der Risikoanpassung
4.3.1 Kreditstrukturen und -merkmale
4.3.2 Verhalten der beteiligten Banken
4.3.3 Internationalisierung des Kreditsyndizierungsmarktes
4.4 Einflussfaktoren auf die Kreditkosten in Industrie- und Entwicklungsländern
4.4.1 Datenherkunft und Methode der Untersuchung
4.4.2 Deskriptive Statistik
4.4.3 Mikroökonomische Faktoren
4.4.4 Makroökonomische Faktoren
4.4.5 Gemeinsame Betrachtung mikro- und makroökonomischer Faktoren
5 Ausgewählte Trends auf dem Risikotransfermarkt
5.1 Collateralized Loan Obligations
5.2 Loan Credit Default Swaps
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten syndizierter Kredite und führt einen empirischen Vergleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern durch. Dabei wird analysiert, ob Banken Kreditnehmer in beiden Regionen gleich behandeln oder ob signifikante Unterschiede bei der Risikobewertung und der Strukturierung von Krediten bestehen, um zu verstehen, welche Risiko- und Einflussfaktoren auf die Kreditkosten in diesen Märkten einwirken.
2.2.1 Aufgaben und Pflichten der Teilnehmer
Bei einer Kreditsyndizierung sind grundsätzlich vier verschiedene Parteien involviert: Arrangeure, Agenten, untergeordnete Banken (sog. Manager bzw. Participants) und der Kreditnehmer selbst. Der Arrangeur und der Agent sind in der Praxis meist dasselbe Finanzinstitut, und auch in einer Vielzahl der existierenden Literatur werden diese Funktionen gleichgesetzt, jedoch sind die Aufgaben unterschiedlicher Natur. Der Arrangeur kommuniziert vor der Vertragsunterzeichnung mit dem Kreditnehmer und einigt sich mit diesem u.a. über die Höhe des Auszahlungsbetrages, den Zinssatz, eventuelle Sicherheiten und die Rückzahlungsmodalitäten. Um einen Kredit risikogerecht zu bepreisen, ist es die Aufgabe des Arrangeurs eine Due Diligence durchzuführen, um die Risiken des Kreditnehmers abzuschätzen. Der Arrangeur erstellt außerdem ein Informationsmemorandum, welches potenziellen Konsortialmitgliedern zugesendet wird und detaillierte Informationen über den Kreditnehmer beinhaltet. Nachdem der Arrangeur das Konsortium zusammengestellt und sich mit dem Kreditnehmer sowie dem Konsortium über die Konditionen des Kredites geeinigt hat, wird am Ende ein Kreditvertrag aufgesetzt, den alle beteiligten Parteien unterschreiben. In der Praxis werden verschiedene Aufgaben des Arrangeurs auch auf andere Parteien übertragen, die sog. Co-Arrangeure bzw. -Agenten. So kann es z.B. einen Dokumentationsagenten geben, der sich ausschließlich mit der Zusammenstellung der Kreditdokumente befasst. Die Co-Agenten erhalten für Ihre Tätigkeit eine Gebühr und sind meist Spezialisten auf ihrem Gebiet.
1 Einleitung und Vorgehensweise der Arbeit: Einführung in das Thema syndizierte Kredite, Erläuterung der Relevanz und Vorstellung des methodischen Vorgehens sowie der Datenbasis.
2 Grundlagen der Kreditsyndizierung: Definition von Konsortialkrediten, Erläuterung des Syndizierungsprozesses, der Motivation der beteiligten Parteien sowie der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.
3 Risiken durch Informationsasymmetrien: Untersuchung potenzieller Probleme wie Adverse Selektion und Moral Hazard innerhalb der Kreditvergabekonsortien und Möglichkeiten zu deren Reduzierung.
4 Besonderheiten der Kreditsyndizierung in Industrie- und Entwicklungsländern: Kernkapitel mit einer empirischen Analyse von Risiko- und Einflussfaktoren auf die Kreditkosten sowie der Untersuchung geografischer Unterschiede.
5 Ausgewählte Trends auf dem Risikotransfermarkt: Vorstellung moderner Instrumente wie Collateralized Loan Obligations und Loan Credit Default Swaps zur Übertragung von Kreditrisiken.
6 Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse hinsichtlich der Unterschiede in der Kreditbewertung und Risikokompensation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Syndizierte Kredite, Konsortialkredite, Kreditkosten, Industrie- und Entwicklungsländer, Informationsasymmetrien, Adverse Selektion, Moral Hazard, Due Diligence, Risikotransfermarkt, CLO, LCDS, Performance Pricing, Basel II, Länderrisiko, Banken.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Besonderheiten syndizierter Kredite und untersucht empirisch, wie sich die Bedingungen und Kreditkosten zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern unterscheiden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Kreditsyndizierung, den Risiken durch Informationsasymmetrien, der Analyse von Einflussfaktoren auf Kreditkosten sowie aktuellen Trends wie Risikotransferinstrumenten.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob Banken Kreditnehmer in Industrie- und Entwicklungsländern gleich behandeln oder ob signifikante Unterschiede in der Bewertung von Kreditrisiken vorliegen.
Es wurde eine multiple Regressionsanalyse auf Basis einer bereinigten Stichprobe von 27.940 Konsortialkrediten durchgeführt, um den Einfluss mikro- und makroökonomischer Faktoren zu bestimmen.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Kreditsyndizierung, die Problematik der Informationsasymmetrien sowie eine detaillierte empirische Analyse der Besonderheiten bei Krediten an Industrie- und Entwicklungsländer.
Wichtige Begriffe sind Konsortialkredite, Kreditrisiko, Informationsasymmetrien, Adverse Selektion, Moral Hazard, CLO und Risikotransfer.
Die Untersuchung soll aufzeigen, ob das wirtschaftliche und politische Risiko in Entwicklungsländern einen messbaren Einfluss auf die Kreditgestaltung und Kosten hat, im Vergleich zu den als weitgehend risikolos geltenden Industrieländern.
Bei Krediten an Entwicklungsländer stellen makroökonomische Faktoren eine entscheidende Determinante für die Preisgestaltung dar, da diese Länder anfälliger für externe Schocks sind und ein höheres Länderrisiko aufweisen.
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