Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Business Angels
2.1. Definition und Charakteristika von Business Angels
2.2. Motive privater Risikokapitalgeber
2.3. Business Angels als Anbieter von Eigenkapital
2.4. Business Angels als Anbieter unternehmerischer Unterstützung
2.5. Ineffizienzen des informellen Venture Capital-Marktes
2.5.1. Fehlende Markttransparenz
2.5.2. Vorvertragliche Informationsasymmetrien
3. Innovative mittelständische Unternehmen
3.1. Charakteristika und volkswirtschaftliche Bedeutung
3.2. Finanzierungsbedarf
3.2.1. Die Eigenkapitallücke
3.2.2. Grenzen traditioneller Finanzierungsmöglichkeiten
3.3. Beratungs- und Unterstützungsbedarf
3.4. Business Angels aus Sicht innovativer mittelständischer Unternehmen
4. Business Angels-Netzwerke als Vermittler von (informellem) Beteiligungskapital
4.1. Notwendigkeit und Nutzen von Business Angels-Netzwerken
4.2. Funktionen und Dienstleistungen
4.2.1. Screening
4.2.2. Matching und Vermittlung
4.2.3. Beratung und Fortbildung
4.3. Bedeutung und Potential für innovative mittelständische Unternehmen
4.4. Aufbau und Pflege entsprechender Netzwerke
4.4.1. Organisationsformen
4.4.2. Geographische Ausrichtung und Vernetzung
4.4.3. Mobilisierung der Netzwerkmitglieder
4.4.4. Finanzierung
4.5. Zukünftige Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten
5. Business Angels-Netzwerke und Kreditinstitute
5.1. Begründung des Engagements von Banken in Business Angels-Netzwerken
5.2. Vorteile und Risken eines Engagements aus Sicht der Bank
6. Schlussbemerkungen
6.1. Fazit
6.2. Ausblick
Die Arbeit analysiert die Funktionen, Bedeutung und das Potenzial von Business Angels-Netzwerken für innovative mittelständische Unternehmen. Dabei wird untersucht, wie diese Netzwerke als intermediäre Institutionen dazu beitragen können, Ineffizienzen auf dem informellen Venture Capital-Markt zu überwinden, die Finanzierungslücke innovativer KMU zu schließen und Beratungsdefizite durch unternehmerische Unterstützung auszugleichen.
2.4. Business Angels als Anbieter unternehmerischer Unterstützung
Privatinvestoren unterstützen die Entwicklung und Innovationsvermarktung junger mittelständischer Unternehmen nicht bloß rein finanziell, sondern zusätzlich durch ein aktives Beteiligungsmanagement. Sie stellen neben ihrem Vermögen auch wertzuführende Leistungen, sog. Added Values bereit. Als Added Values bezeichnet man Leistungen, welche einen nachhaltigen Mehrwert im Beteiligungsunternehmen gegenüber einer „gewöhnlichen“ Finanzierungsform schaffen. Dieser Mehrwert entsteht durch das zusätzliche Engagement des Investors – aufgrund seiner beruflichen Qualifikation und Erfahrung – über die bloße Kapitalbeteiligung hinaus und kann den Unternehmenswert nachhaltig steigern. Die eingebrachten und unterstützenden Added Value-Leistungen können eine große Bandbreite annehmen und sich im Zeitablauf teilweise verändern.
„.. offer added value in several ways: recruiting key management; understanding the industry/markets to be served (a network of contacts); serving as a sounding board; devising inventive team-oriented systems; displaying the patience and courage to go the distance; recruiting customers; and, finally, showing the patience, fortitude, and calmness in the face of the emotional roller-coaster ride inherent in start-ups.“
Die wertzuführende Unterstützung kann in Form von beratenden oder funktionalen Tätigkeiten erfolgen. Sie umfasst die strategische Beratung und die spezielle Gründungsberatung, die Hilfestellung bei Marketing- und Vertriebsaktivitäten, den Support bei der Personalsuche und Mitarbeiterführung, die Beratung in Finanzierungsfragen und beim organisatorischen Unternehmensaufbau, das Coaching in strategischen Entscheidungen, sowie die Bereitstellung spezieller Sachmittel und Infrastrukturleistungen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Bedeutung des Mittelstands als "Motor der wirtschaftlichen Entwicklung" dar und führt die Problematik der Eigenkapitalbeschaffung sowie die Rolle von Business Angels als Lösungsansatz ein.
2. Business Angels: Hier werden die Definition, Merkmale und Motive von Business Angels als aktive, informelle Risikokapitalgeber erläutert und die Ineffizienzen des Marktes, insbesondere Informationsasymmetrien, aufgezeigt.
3. Innovative mittelständische Unternehmen: Dieses Kapitel beschreibt den spezifischen Finanzierungs- und Beratungsbedarf von KMU und erläutert die Grenzen traditioneller Finanzierungswege, etwa durch Banken.
4. Business Angels-Netzwerke als Vermittler von (informellem) Beteiligungskapital: Im Zentrum stehen hier die Funktionen der Netzwerke (Screening, Matching, Beratung), deren Potenzial für Unternehmen sowie die Herausforderungen bei Organisation und Finanzierung der Netzwerke selbst.
5. Business Angels-Netzwerke und Kreditinstitute: Dieses Kapitel beleuchtet die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Banken und Netzwerken, analysiert die Beweggründe der Banken sowie die damit verbundenen Vorteile und Risiken.
6. Schlussbemerkungen: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des informellen Beteiligungskapitalmarktes in Deutschland.
Business Angels, Business Angels-Netzwerke, Venture Capital, Mittelstand, Eigenkapital, Finanzierung, Innovationsfinanzierung, Informationsasymmetrie, Matching, Screening, KMU, Beteiligungskapital, Start-ups, Added Value, Risikokapitalmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Business Angels und deren Netzwerken als Finanzierungs- und Unterstützungsquelle für innovative mittelständische Unternehmen in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die Charakteristika von Business Angels, den Finanzierungsbedarf von KMU, Ineffizienzen am Risikokapitalmarkt sowie die Vermittlungs- und Unterstützungsleistungen von Netzwerken.
Das primäre Ziel ist die Ausarbeitung der Funktionen, der Bedeutung und der Potenziale von Business Angels-Netzwerken, um die Lücke zwischen Kapitalgebern und innovativen Unternehmen effizienter zu schließen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zum Thema, ergänzt durch Fachgespräche mit relevanten Vertretern aus der Praxis, um die Lücken in der aktuellen Datenlage zu schließen.
Der Hauptteil analysiert die Ineffizienzen des informellen Kapitalmarktes (Markttransparenz, Informationsasymmetrien) und zeigt auf, wie Netzwerke diese durch Matching, Screening und Beratung reduzieren können.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Business Angels, Venture Capital, Mittelstand, Finanzierungslücke und informeller Beteiligungskapitalmarkt charakterisiert.
Business Angels investieren in der Regel eigene Mittel in Frühphasen, agieren oft stärker "hands-on" mit unternehmerischer Unterstützung und haben häufig niedrigere Renditeerwartungen als institutionelle VCG.
Kreditinstitute nutzen die Netzwerke, um ihre Firmenkunden bei Finanzierungen zu unterstützen, die für die Bank allein aufgrund von Risiko- und Kostenstrukturen (Basel II) unattraktiv sind, und um sich frühzeitig als Ansprechpartner für wachsende Unternehmen zu positionieren.
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