Magisterarbeit, 2006
170 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Rückblick
1.2. Der Untersuchungsgegenstand
1.3. Fragestellung und Erkenntnisziel
1.4. Vorgehen und Methode
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen
2.1. Definition von Partizipation
2.2. Politische Sozialisation (Definition)
2.3. Analytische Dimensionen politischer Partizipation
2.4. Reale Formen von Partizipation
2.5. Allgemeine Grundlagen der Partizipationsforschung: Retrospektive
2.6. Das Prozessmodell politischer Partizipation
2.7. Das Modell politischer Partizipation an Hochschulen
2.8. Synthese: Das Modell politischer Partizipation Studierender
2.9. Fragebogenkonstruktion
3. Politische Partizipation und soziales Engagement in der BRD
3.1. Politisches Interesse
3.2. Informationsquellen
3.3. Politische Einstellungen
3.3.1. Demokratiezufriedenheit
3.3.2. Institutionenvertrauen
3.3.3. Beteiligungschancen
3.4. Konventionelle Partizipation: Wahlteilnahmen
3.4.1. Direkte Beteiligung: Plebiszite
3.4.2. Direkte Beteiligung: Politische Ämter
3.5. Unkonventionelle Partizipation
3.6. Freiwilliges soziales Engagement in Vereinen und Bürgergruppen
3.7. Die Bedeutung der finanziellen Situation
3.8. Zusammenfassung
4. Partizipation junger Erwachsener und Studierender: Thesenbildung
4.1. Das Alter der Befragten als Untersuchungsvariable
4.2. Stand der Forschung
4.3. Jugendstudien
4.4. Wertewandel
4.5. Parteipräferenzen
4.6. Politische Einstellungen auf der Links-Recht-Skala
4.7. Politisches Interesse
4.8. Politische Partizipation
4.9. Soziale Bindungen
5. Deskriptive Darstellung der Umfrageergebnisse
5.1. Teil 1: Politische Einstellungen und politisches Interesse
5.1.1. Politisches Interesse
5.1.2. Themeninteressen
5.1.3. Links-Rechts-Einstufung
5.1.4. Zuweisung von Verantwortung
5.1.5. Bewertung der Beteiligungsmöglichkeiten und –Chancen
5.2. Teil 2: Gesellschaftliche und politische Beteiligung
5.2.1. Wahlteilnahmen
5.2.2. Parteipräferenzen
5.2.3. Sonntagsfrage
5.2.4. Gründe für Wahlenthaltung
5.2.5. Aktive Mitgliedschaften
5.2.6. Politisches und soziales Engagement
5.2.7. Demokratieverständnis
5.2.8. Kenntnis und Teilnahmen im universitätsnahen Bereich
5.3. Teil 3: Persönlicher und sozialer Hintergrund
5.3.1. Geschlecht, Alter und Staatsangehörigkeit
5.3.2. Angestrebter Abschluss
5.3.3. Semesterzahl
5.3.4. Bildungsniveau der Eltern
5.3.5. Überwiegende Wohnstätte
5.3.6. Finanzielle Lage
5.3.7. Verfügbare Freizeit
5.3.8. Arbeitspensum neben dem Studium
5.3.9. Ausmaß des Engagements in Studien- und Herkunftsort
5.4. Teil 4: Informationsquellen und Einflüsse
5.4.1. Parteipräferenzen der Eltern
5.4.2. Informationsquellen
5.4.3. Gruppen mit ähnlichen politischen Ansichten
5.5. Teil 5: Motive für politische Teilnahme
5.5.1. Gründe für Partizipation
5.5.2. Hinderungsgründe gegen Partizipation
5.5.3. Einfluss des Studiums auf Partizipation
5.6. Zusammenfassung der Umfrageergebnisse
6. Schlusskapitel
6.1. Vergleich der Kapitel 3 und 5: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
6.2. Vergleich der Kapitel 4 und 5: Antworten auf Fragen und Thesen
6.3. Zusammenhänge zwischen Variablen: Exemplarische Korrelationen
6.4. Schlusswort und Unterschiede zwischen Geschlechtern
Die Arbeit untersucht das Partizipationsverhalten von Politikstudierenden in Tübingen, um die Faktoren zu identifizieren, die politische Teilhabe fördern oder hemmen, und ein spezifisches Partizipationsprofil dieser Gruppe zu erstellen.
1.3 Fragestellung und Erkenntnisziel
Stellt man das Forschungsthema dieser Arbeit in Bezug zu demokratietheoretischen Überlegungen, geht es insgesamt gesehen um Möglichkeiten und Grenzen von Partizipation und bürgerschaftliches Engagement als Zukunftschance für die Demokratie und deren Legitimation (Vergleiche Weidenfeld 1996). Zu diesem hohen Anspruch der Politischen Kulturforschung möchte ich mit meinem Beitrag zur Partizipationsforschung exemplarische Erkenntnisse einbringen.
Demokratie legitimiert sich v. a. durch eine funktionsfähige Partizipationskultur. Diese ist als Hauptpfeiler der Demokratie unabdingbar. Denn sonst könnte die Demokratie in längerfristiger Perspektive den Gefahren einer Politischen Kultur des allgemeinen Protestes und der Radikalisierung einerseits bzw. der Resignation, Apathie und Gleichgültigkeit andererseits, unterliegen (Vergleiche Ackermann 1999, 2004; Patzelt 1998). Dem vorzubeugen könnten die Literaturanalyse zum Thema Partizipation und die Ergebnisse der eigenen empirisch- exemplarisch Untersuchung aufschlussreiche Impulse geben. Vor allem wenn man folgende wichtige Überlegung in die Anlage der Untersuchung mit einbezieht:
„Was fördert Partizipation und was hemmt Partizipation?“
Das Erkenntnisziel meiner Arbeit richtet sich dabei besonders auf die Wahrnehmung von Partizipationsmöglichkeiten, die politischen Einstellungen, sowie das Ausmaß der tatsächlichen politischen Partizipation von Tübinger PolitikstudentInnen. Denn gerade im hochschulpolitischen Bereich ist es für die Demokratie besonders förderlich, die Erfüllung oben genannter normativer Forderungen zu unterstützen, da in den Universitäten die Keimzelle der zukünftigen Funktionseliten der Gesellschaft liegt. Auch von dieser eher normativen Seite her betrachtet, könnte das Fallbeispiel der Tübinger Politikstudierenden interessant sein.
1. Einleitung: Einführung in das Thema politische Partizipation von Studierenden und Darlegung der zentralen Fragestellung sowie des methodischen Vorgehens.
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen: Theoretische Einordnung politischer Partizipation, Erläuterung des Prozessmodells und Entwicklung des Modells für Studierende.
3. Politische Partizipation und soziales Engagement in der BRD: Aufarbeitung des Forschungsstandes zur Partizipation in Deutschland als Vergleichsbasis für die eigene empirische Erhebung.
4. Partizipation junger Erwachsener und Studierender: Thesenbildung: Entwicklung von Hypothesen zu politischem Interesse, Einstellungen und Partizipationsmustern basierend auf der Literaturrecherche.
5. Deskriptive Darstellung der Umfrageergebnisse: Detaillierte Auswertung und deskriptive Analyse der quantitativen Daten der Studierendenbefragung in Tübingen.
6. Schlusskapitel: Zusammenführender Vergleich der Umfrageergebnisse mit dem theoretischen Stand sowie Beantwortung der Forschungsfragen und Thesen.
Politische Partizipation, Studierende, Politikwissenschaft, Wahlverhalten, Demokratiezufriedenheit, Prozessmodell, unkonventionelle Partizipation, politisches Interesse, Wertewandel, soziales Engagement, Umfrageergebnisse, Tübingen, Einflussfaktoren, politische Sozialisation, politisches Engagement.
Die Arbeit untersucht das Partizipationsverhalten von Politikstudierenden in Tübingen und analysiert, welche Faktoren ihre politische Teilhabe beeinflussen.
Die Themen umfassen politisches Interesse, konventionelle und unkonventionelle Partizipation, soziale Netzwerke und deren Einfluss sowie die Auswirkungen des Studiums auf das politische Engagement.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Partizipationsprofils der Tübinger Politikstudierenden und die Klärung, welche Motive und Hinderungsgründe für oder gegen eine politische Beteiligung sprechen.
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung, die eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung mit einer standardisierten Befragung von ca. 160 Politikstudierenden kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Aufarbeitung des Forschungsstandes in der BRD, die Thesenbildung sowie eine ausführliche deskriptive Analyse der Umfragedaten.
Schlüsselwörter sind unter anderem Politische Partizipation, Studierende, Wahlverhalten, politisches Interesse, Wertewandel und soziales Engagement.
Soziale Bindungen, insbesondere der Freundeskreis, haben einen maßgeblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung der Studierenden und sind oft wichtiger als das Elternhaus.
Die Studie zeigt, dass Studierende in Tübingen eine deutlich höhere Wahlbeteiligung aufweisen, jedoch im Bereich unkonventioneller Partizipationsformen (außer Demonstrationen) geringere Werte als die Gesamtbevölkerung zeigen.
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