Magisterarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Zur Begriffsklärung
1.1. Sprache
1.1.1. Fremdsprachenerwerb
1.1.2. Fremdsprache/Zweitsprache
1.2. Kommunikation
1.2.1. Direktive Kommunikation
1.2.2. Narrative Kommunikation
1.2.3. Diskursive oder argumentative Kommunikation
1.2.4. Interkulturelle Kommunikation
1.2.5. Kommunikative Kompetenz
2. Historischer Überblick: Kommunikationsstrategien
2.1. Traditionelle Ansätze
2.1.1. Faerch und Kasper
2.1.2. Canale und Swain
2.1.3. Corder
2.1.4. Tarone, Cohen und Dumas
2.1.5. Bialystok
2.1.6. Tarones „interactional perspective“
2.1.7. Dörnyeis umfangreiche Sichtweise
2.1.8. Dörnyei und Scott
2.1.9. Canales erweitertes Konzept
2.2. Psychologische Ansätze
2.2.1. Bialystok und die Nijmegen Gruppe
2.2.2. Poulisses Modell der Sprachproduktion
2.3. Vergleich der Ansätze
3. Kommunikationsstrategien
3.1. Allgemeine Definition
3.1.1. Problemorientierung
3.1.2. Bewusstsein
3.2. Dörnyei und Scott
3.2.1. Direkte Strategien (Direct Strategies)
3.2.2. Indirekte Strategien (Indirect Strategies)
3.2.3. Interaktionale Strategien (Interactional Strategies)
3.3. Tabellarische Übersicht der Taxonomie von Dörnyei und Scott
3.4. Dörnyei und Scotts Kommunikationsstrategien
3.4.1. Das Aufgeben der Nachricht (message abandonment)
3.4.2. Reduktion der Nachricht (message reduction)
3.4.3. Das Ersetzen der Nachricht (message replacement)
3.4.4. Die Umschreibung oder Paraphrase (circumlocution)
3.4.5. Die Annäherung (approximation)
3.4.6. Die Benutzung von Allzweckwörtern (use of all-purpose words)
3.4.7. Die Wortprägung (word-coinage)
3.4.8. Die Umstrukturierung (restructuring)
3.4.9. Die wörtliche Übersetzung (literal translation)
3.4.10. Das Verfremdsprachlichen (foreignizing)
3.4.11. Der Wechsel in einen anderen Code oder eine andere Sprache (code switching)
3.4.12. Der Gebrauch von ähnlich klingenden Wörtern (use of similar-sounding words)
3.4.13. Das Nuscheln (mumbling)
3.4.14. Die Auslassung (omission)
3.4.15. Das Wiederauffinden (retrieval)
3.4.16. Mimik/Non- und paraverbale Strategien (mime)
3.4.17. Das eigenständige Umformulieren (self-rephrasing)
3.4.18. Eigenständige Reparatur und Reparatur von Anderen (self-repair & other-repair)
3.4.19. Der Gebrauch von Füllwörtern (use of fillers)
3.4.20. Eigenständige Wiederholung und Wiederholung von Anderen (self-repetition & other-repetition)
3.4.21. Verbale Strategie-Kennzeichnungen (verbal strategy markers)
3.4.22. Das Vortäuschen von Verstehen (feigning understanding)
3.4.23. Direkte und indirekte Bitte um Hilfe (direct & indirect appeal for help)
3.4.24. Bitte um Wiederholung, Klärung oder Bestätigung (asking for repetition, for clarification, for confirmation)
3.4.25. Das Raten (guessing)
3.4.26. Nicht-Verstehen ausdrücken (expressing non-understanding)
3.4.27. Interpretierende Zusammenfassung (interpretative summary)
3.4.28. Kontrolle des Verstehens und der eigenen Fehlerfreiheit (check for comprehension and own accuracy check)
3.4.29. Das Antworten – Wiederholung, Reparatur, Umformulierung, Erweiterung, Bestätigung (response: repeat, repair, rephrase, expand, confirm)
4. Das Datenmaterial
4.1. Die Lernergruppe
4.1.1. Die Grundsprache
4.1.2. Alter zum Zeitpunkt der Datenerhebung
4.1.3. Alter bei Beginn des Deutschunterrichtes
4.1.4. Dauer des Deutschunterrichtes/Intensivkurses
4.1.5. Ausrichtung des Kurses
4.1.6. Lehrmethoden
4.1.7. Das Konzept der Immersion
4.1.8. Aufenthalte in deutschsprachigen Ländern
4.2. Themen der Gespräche
4.2.1. Thema der narrativen Gespräche
4.2.2. Thema der direktiven Gespräche
4.2.3. Thema der diskursiven Gespräche
4.3. Die Lernenden
4.3.1. Adam
4.3.2. Michael
4.3.3. Rick
4.3.4. Robert
4.3.5. Ted
4.3.6. Tracy
5. Das Transkriptionsverfahren
5.1. HIAT DOS
5.2. Die Notation
6. Analyse der Transkripte
6.1. Aufbau der Analyse
6.2. Analyse innerhalb der Gesprächsarten
6.2.1. Narrative Gespräche
6.2.2. Direktive Gespräche
6.2.3. Diskursive Gespräche
6.3. Vergleich aller Gesprächsarten hinsichtlich der Strategien
6.4. Kommunikationsstrategien in den verschiedenen Sprachniveaus
Resümee
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Kommunikationsstrategien durch anglophone Deutschlernende in verschiedenen Gesprächstypen (narrativ, direktiv, diskursiv) und Sprachniveaus, um aufzuzeigen, ob und wie diese Strategien eingesetzt werden, um sprachliche Defizite zu überbrücken und den Kommunikationsfluss aufrechtzuerhalten.
3.4.1. Das Aufgeben der Nachricht (message abandonment)
Eine Nachricht kann vom Sprecher aufgrund von Sprachschwierigkeiten nicht übermittelt werden und wird schließlich nicht zu Ende gebracht bzw. ganz aufgegeben.
Beispiel: "It is a person, er ... who is responsible for a a house, for the block of house ... I don't know ... [laughter]."
Einleitung: Definition des Themas Kommunikationsstrategien als Mittel zur Überbrückung sprachlicher Defizite und Beschreibung des methodischen Vorgehens anhand von Transkripten eines Deutsch-Intensivkurses.
1. Zur Begriffsklärung: Erläuterung grundlegender Konzepte wie Sprache, Fremdsprachenerwerb, verschiedene Arten der Kommunikation (direktiv, narrativ, diskursiv) sowie der Begriff der kommunikativen Kompetenz.
2. Historischer Überblick: Kommunikationsstrategien: Chronologische Darstellung der Forschung im Bereich der Kommunikationsstrategien, von frühen Ansätzen wie der Fehleranalyse bis hin zu späteren psychologischen Modellen.
3. Kommunikationsstrategien: Theoretische Vertiefung der Definitionen von Kommunikationsstrategien, insbesondere durch die Taxonomie von Dörnyei und Scott, welche als Grundlage für die Datenanalyse dient.
4. Das Datenmaterial: Vorstellung der Probanden, des Kontextes der Datenerhebung (Deutsch-Intensivkurs in Rhode Island) sowie der inhaltlichen Ausrichtung der geführten Gespräche.
5. Das Transkriptionsverfahren: Beschreibung des HIAT DOS-Verfahrens zur Verschriftlichung gesprochener Sprache und Erläuterung der verwendeten Notationskonventionen zur Analyse der Transkripte.
6. Analyse der Transkripte: Ausführliche Auswertung der Daten nach Gesprächsarten und Sprachniveaus, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Gebrauch der Strategien aufzuzeigen.
Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die Abhängigkeit des Strategieeinsatzes von Gesprächssituation, Zeitdruck und individuellem Sprachvermögen sowie Ausblick auf weitere Forschung.
Kommunikationsstrategien, Fremdsprachenerwerb, Interaktionsanalyse, Transkription, HIAT DOS, Gesprächsarten, Sprachniveau, Direktive Kommunikation, Narrative Kommunikation, Diskursive Kommunikation, Sprachproduktion, Lernstrategien, Fehleranalyse, Sprachkompetenz, Deutsch als Fremdsprache
Die Arbeit analysiert, welche Kommunikationsstrategien Deutschlernende verwenden, um sprachliche Hürden in verschiedenen Konversationssituationen zu überwinden und den Dialog aufrechtzuerhalten.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung von Kommunikationsstrategien, der Kategorisierung von Gesprächsarten und der empirischen Untersuchung dieser Strategien bei Lernenden in einem Intensivkurs.
Ziel ist es herauszufinden, ob sich die Anwendung und Häufigkeit von Kommunikationsstrategien in unterschiedlichen Gesprächstypen und bei verschiedenen Sprachniveaus unterscheidet.
Die Arbeit nutzt die qualitative Analyse von Transkripten, die nach dem HIAT DOS-Verfahren erstellt wurden, um den konkreten Sprachgebrauch der Lernenden auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick zur Strategieforschung, die detaillierte Taxonomie nach Dörnyei und Scott sowie die praktische Analyse der gesammelten Transkripte.
Zentrale Begriffe sind Kommunikationsstrategien, interkulturelle Kommunikation, Sprachniveaus, Transkriptionsverfahren und die linguistische Analyse von Gesprächsverläufen.
Die Analyse zeigt, dass beispielsweise in diskursiven Gesprächen unter Zeitdruck andere Strategien (wie Umstrukturierungen) dominieren als in narrativen Situationen, wo Lernende eher auf Füllwörter zurückgreifen.
Lernende mit geringerem Sprachniveau tendieren häufiger dazu, Gespräche abzubrechen oder in die Muttersprache zu wechseln, während Lernende mit höherem Niveau eher versuchen, den Sachverhalt durch Paraphrasen oder Umstrukturierungen zu umschreiben.
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