Bachelorarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Bedingungen des Schulerfolges
2.1 Allgemein
2.2 Die Kapitaltheorie Pierre Bourdieus
2.3 Rational-Choice-Theorie
2.4 Zusammenhang zur PISA-Studie
3 Bildung in Deutschland
3.1 Einleitung
3.2 Bedeutung des Bildungsbegriffes
3.3 Die Struktur des Bildungswesens der Bundesrepublik Deutschland
3.4 Das Schulsystem in Baden-Württemberg
3.4.1 Schulformen und Schuldauer
3.4.2 Bildungsausgaben
3.4.3 Lehrer/ Schüler- Relation
3.5 Das Schulsystem in Berlin
3.5.1 Schulformen und Schuldauer
3.5.2 Bildungsausgaben
3.5.3 Lehrer/ Schüler- Relationen
3.6 Zusammenfassung
4 PISA-Studie
4.1 Allgemein
4.2 Ziele und Aufgaben von PISA
4.3 PISA-E 2003 die nationale Stichprobenergänzung
4.3.1 Ergebnisse des Ländervergleichs im Überblick
4.3.1.1 Mathematikkompetenz
4.3.1.2 Lesekompetenz
4.3.1.3 Naturwissenschaftliche Kompetenz
4.3.2 Darstellung der Ergebnisse für Baden-Württemberg
4.3.3 Darstellung der Ergebnisse für Berlin
4.3.4 Die Unterschiede beider Bundesländer im Vergleich
4.4 Erklärungsansätze
5 Ungleiche Lebensbedingungen in den untersuchten Ländern
5.1 Allgemein
5.2 Arbeitslosigkeit und soziale Bedingungen
5.2.1 Baden-Württemberg
5.2.2 Berlin
5.3 Migration
5.3.1 Baden-Württemberg
5.3.2 Berlin
5.3.3 Zusammenfassung
5.4 Regierungsunterschiede als Ursache ungleicher Lebensbedingungen
5.5 wirtschaftliche Aspekte der Länder
5.6 Resümee möglicher Erklärungen für soziale Ungleichheit
6 Veränderungen und Entwicklungen nach PISA
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht Unterschiede im deutschen Bildungswesen unter Einbeziehung der PISA-E-Studie 2003, um zu klären, inwieweit Schülerleistungen mit demographischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zusammenhängen, wobei der Fokus auf einem Vergleich der Bundesländer Baden-Württemberg und Berlin liegt.
Die Kapitaltheorie Pierre Bourdieus
Ein zentraler Begriff der Soziologie Pierre Bourdieus ist, neben dem Habitus, das Kapital. Bourdieu entwickelt einen Begriff von Kapital, der dieses in verschiedene Formen aufspaltet, und damit soziale Ungleichheit differenziert erklärt. Er unterscheidet in seiner Theorie ökonomisches, kulturelles, soziales sowie symbolisches Kapital voneinander. Das symbolische Kapital wird für die vorliegende Arbeit eher als unwichtig eingestuft und wird daher nicht näher behandelt.
Je nach Verfügung über die einzelnen Kapitalformen hat ein Mensch bessere oder schlechtere Chancen in der Gesellschaft zu bestehen. Für die Wirtschaft ist das ökonomische Kapital von besonderer Bedeutung. Darunter fallen alle Formen des Besitzes verschiedenster Güter, wie zum Beispiel Immobilien oder Länderein. Dieses Kapital ist direkt in Geld konvertierbar. Das kulturelle Kapital tritt für Bourdieu in drei „Formen“ auf. Die erste Form stellt das objektivierte Kulturkapital in Form von kulturellen Gütern dar. Als zweite Form nennt Bourdieu das institutionalisierte Kapital, welches in Form von Titeln auftreten kann. Die dritte Form des kulturellen Kapitals ist das inkorporierte Kulturkapital. Dieses ist personengebunden und wird durch den Lebensstil der Familie an die heranwachsenden Mitglieder der Familie weitergereicht, internalisiert. Durch die Internalisierung wird das inkorporierte Kulturkapital zu einem Teil des Habitus.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Forschungsfrage zur Bildungsungleichheit sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Bedingungen des Schulerfolges: Erläuterung theoretischer Ansätze zur sozialen Ungleichheit, insbesondere der Kapitaltheorie von Bourdieu und der Rational-Choice-Theorie.
3 Bildung in Deutschland: Definition von Bildung und detaillierte Gegenüberstellung der Schulsysteme in Baden-Württemberg und Berlin.
4 PISA-Studie: Detaillierte Auswertung der PISA-E 2003 Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Kompetenzbereiche und Vergleich der Bundesländer.
5 Ungleiche Lebensbedingungen in den untersuchten Ländern: Analyse von Arbeitslosigkeit, Migration sowie sozioökonomischen Faktoren als Einflussgrößen für schulischen Erfolg.
6 Veränderungen und Entwicklungen nach PISA: Diskussion politischer Reaktionen und Reformen infolge der PISA-Studien.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion des Handlungsbedarfs im deutschen Bildungswesen.
Bildungssoziologie, PISA-Studie, soziale Ungleichheit, Baden-Württemberg, Berlin, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Rational-Choice-Theorie, Migrationshintergrund, Schulleistung, Bildungschancen, Bildungsreform, Arbeitslosigkeit, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital.
Die Arbeit befasst sich mit den Unterschieden im deutschen Bildungswesen am Beispiel der Bundesländer Baden-Württemberg und Berlin, basierend auf den Ergebnissen der PISA-E-Studie 2003.
Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit im Bildungssystem, die Auswirkungen sozioökonomischer Rahmenbedingungen auf den Schulerfolg sowie der Einfluss von Migration und politischen Faktoren.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Schülerleistungen mit demographischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zusammenhängen.
Es handelt sich um eine bildungssoziologische Analyse, die theoretische Konzepte (Bourdieu, Rational-Choice) mit den empirischen Daten der nationalen PISA-Erweiterungsstudie (PISA-E) verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung des deutschen Bildungssystems, die detaillierte Analyse der PISA-Daten und die Untersuchung ungleicher Lebensbedingungen (Arbeit, Migration, Politik).
Schlüsselbegriffe sind Bildungssoziologie, soziale Ungleichheit, PISA-Studie, Migrationshintergrund und der Vergleich der Bundesländer Baden-Württemberg und Berlin.
Neben dem unterschiedlichen Abschneiden bei PISA begründet die Autorin die Wahl mit persönlichen Erfahrungen aus ihrer Schullaufbahn an Gymnasien in beiden Bundesländern.
Die Theorie dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, wie unterschiedliche Formen von Kapital (ökonomisch, kulturell) den Schulerfolg und die Bildungsentscheidungen von Familien maßgeblich beeinflussen.
Die Autorin stellt die CDU-geführte Politik Baden-Württembergs (Fokus auf frühkindliche Bildung, Leistungsförderung) der SPD-geführten Berliner Politik (Fokus auf Chancengleichheit, Einheitsschule) gegenüber.
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