Diplomarbeit, 2002
84 Seiten, Note: 2,7
1. EINLEITUNG
2. DER BEGRIFF STRATEGIE UND EINORDNUNG DER EBENEN IN DIE STRATEGISCHE PLANUNG
2.1 DEFINITION STRATEGIE
2.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE
2.3 WETTBEWERBSSTRATEGIE
2.3.1 Typologie nach Porter
2.3.1.1 Kostenführerschaft
2.3.1.2 Differenzierung
2.3.1.3 Konzentration/Fokus
2.3.2 Typologien nach Miles und Snow
2.3.2.1 Defender
2.3.2.2 Prospector
2.3.2.3 Analyzer
2.3.2.4 Reactor
2.3.3 Vergleich der Ansätze von Miles/Snow und Porter
2.4 FUNKTIONSBEREICHSSTRATEGIEN - PRODUKTIONSSTRATEGIE
3. IMPLEMENTIERUNGSANSÄTZE DER REINEN STRATEGIEN IN DER PRODUKTION
3.1 UNTERSTÜTZUNG DER STRATEGIE KOSTENFÜHRERSCHAFT
3.1.1 Konzept der Erfahrungskurve
3.1.1.1 Theorie der Lernkurve
3.1.1.2 Betriebsgrößeneffekt (Economies of Scale)
3.1.1.3 Technischer Fortschritt
3.1.1.4 Rationalisierungseffekte
3.1.2 Produktionssystem
3.1.3 Produkt- und Prozeßinnovation
3.1.4 Prozeßinnovation beim Kostenführer
3.1.4.1 Automatisierung
3.1.4.2 Computer Integrated Manufacturing (CIM)
3.1.5 Produktinnovation beim Kostenführer
3.2 UNTERSTÜTZUNG DER STRATEGIE DIFFERENZIERUNG
3.2.1 Produktionssystem
3.2.2 Prozeßinnovation
3.2.2 Produktinnovation
3.3 PROBLEMATIK DER REINEN WETTBEWERBSSTRATEGIEN
3.3.1 Grenzen der Massenproduktion
3.3.2 Kostendruck auf „Differenzierer“
4. DER WANDEL VON REINEN WETTBEWERBSSTRATEGIEN ZUR „HYBRIDEN“ STRATEGIE
4.1 KRITIK AM ANSATZ VON PORTER
4.2 PORTERS SICHTWEISE EINER KOMBINATIONSSTRATEGIE
4.3 THEORETISCHE HERLEITUNG HYBRIDER WETTBEWERBSSTRATEGIEN
4.3.1 Sequentielle hybride Strategie – Ansatz von Gilbert/Strebel
4.3.2 Simultan hybride Strategien – Ansatz von Corsten/Will
4.3.3 Bedeutung der hybriden Wettbewerbsstrategien für die Produktionsstrategie
5. POTENTIALE DER PRODUKTION ZUR UNTERSTÜTZUNG HYBRIDER WETTBEWERBSSTRATEGIEN
5.1 KONZEPT DER MASS CUSTOMIZATION
5.1.1 Kundenspezifische Vor- und Endproduktion (Hard Customization)
5.1.2 Modularisierung – Plattformstrategie (Hard Customization)
5.1.3 Unikatfertigung (Hard Customization)
5.2 PRODUKTIONSTECHNOLOGIEN UND ORGANISATIONSPRINZIPIEN
5.2.1 Flexible Fertigungstechnologien der Werkstückbearbeitung
5.2.1.1 Flexible Verfahrenstechnologien
5.2.1.2 Fertigungsprogrammierung (CAM)
5.2.1.3 Multimediasysteme in der Fertigung
5.2.2 Organisationsprinzipien in der Fertigung
5.2.2.1 Komplexitätsreduktion durch Fertigungssegmentierung
5.2.2.2 Flexible Fertigungskonzepte in der Anwendung
5.3 DIE ZEITORIENTIERTE PRODUKTION
6. ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Wettbewerbsstrategien für die Produktionswirtschaft und untersucht, wie eine strategische Ausrichtung (Kostenführerschaft oder Differenzierung) durch die Produktion operativ unterstützt werden kann. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage behandelt, ob und wie Produktionssysteme zur Realisierung hybrider Wettbewerbsstrategien beitragen können, um die Vorteile von Effizienz und individueller Kundenanpassung zu verbinden.
3.1.1 Konzept der Erfahrungskurve
Die Strategie der Kostenführerschaft beruht im wesentlichen auf dem Konzept der Erfahrungskurve. Das Konzept der Erfahrungskurve stellt den empirisch nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der kumulierten Ausbringungsmenge und den langfristigen Stückkosten eines Produktes dar. Die Erfahrungskurve beschreibt die „Gesetzmäßigkeit“, daß bei jeder Verdoppelung der im Zeitablauf kumulierten Produktionsmenge die auf die Wertschöpfung bezogenen Stückkosten eines Produktes potentiell um 20 bis 30% zurückgehen. Dieser Zusammenhang gilt sowohl für die Branche insgesamt als auch für das Unternehmen in der Branche.
Der Verlauf der Erfahrungskurve ist abhängig vom Abnahmefaktor, welcher in der Regel zwischen 20% und 30% liegt. Es ist deutlich zu erkennen, daß zu Beginn der Produktion bei noch einer geringen Ausbringungsmenge die erfahrungsbedingten Kostenvorteile in großen Schritten realisiert werden können. Bei wachsender Ausbringungsmenge verringert sich das Potential, erfahrungsbedingte Kostenvorteile erschöpfen zu können.
Aus der doppelt-logarithmischen Grafik kann der Rückgang der Stückkosten aus der Steigung der Gerade unmittelbar abgelesen werden. Es sei aber darauf hingewiesen, daß die Erfahrungskurve keine gesetzmäßig eintretende Kostensenkung beschreibt, sondern ein Kostensenkungspotential identifiziert, welches umgesetzt werden kann.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Wettbewerbsstrategien und die zentrale Rolle der Produktion innerhalb der Wertschöpfungskette einer Unternehmung.
2. DER BEGRIFF STRATEGIE UND EINORDNUNG DER EBENEN IN DIE STRATEGISCHE PLANUNG: Definition strategischer Begriffe und Differenzierung zwischen Unternehmens-, Geschäftsfeld- und Funktionsbereichsstrategien.
3. IMPLEMENTIERUNGSANSÄTZE DER REINEN STRATEGIEN IN DER PRODUKTION: Detaillierte Untersuchung produktionswirtschaftlicher Methoden zur Unterstützung von Kostenführerschaft und Differenzierung sowie deren konzeptionelle Grenzen.
4. DER WANDEL VON REINEN WETTBEWERBSSTRATEGIEN ZUR „HYBRIDEN“ STRATEGIE: Theoretische Auseinandersetzung mit der Kritik an Porters Ansatz und Diskussion von Modellen zur simultanen oder sequentiellen Kombination von Wettbewerbsvorteilen.
5. POTENTIALE DER PRODUKTION ZUR UNTERSTÜTZUNG HYBRIDER WETTBEWERBSSTRATEGIEN: Analyse von Konzepten wie Mass Customization, moderner Fertigungstechnologien und organisatorischer Prinzipien zur Bewältigung von Komplexität und Zeitdruck.
6. ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG: Zusammenfassende Einschätzung der Anwendbarkeit hybrider Strategien und Reflexion über die Rolle der Produktion bei der Erzielung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile.
Wettbewerbsstrategie, Kostenführerschaft, Differenzierung, Produktionsmanagement, Erfahrungskurve, Mass Customization, Prozeßinnovation, Produktinnovation, Fertigungssysteme, CIM, Flexibilität, Komplexitätsmanagement, Strategische Planung, Automatisierung, Variantenfertigung.
Die Arbeit untersucht, wie Wettbewerbsstrategien in der Produktion einer Unternehmung operationalisiert und unterstützt werden können.
Die Arbeit deckt die Kategorisierung von Wettbewerbsstrategien, deren Umsetzung in Produktionssystemen, die Kritik an klassischen Modellen und moderne Ansätze zur hybriden Strategiefindung ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie produktionswirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Erzielung von Differenzierungs- oder Kostenvorteilen genutzt werden können.
Es erfolgt eine fundierte literaturbasierte Analyse und Synthese bestehender strategischer Typologien unter Einbeziehung produktionswirtschaftlicher Konzepte.
Der Hauptteil analysiert Implementierungsansätze für Kostenführerschaft und Differenzierung, kritisiert den Ansatz von Porter und diskutiert "hybride" Strategien wie Mass Customization.
Schlüsselbegriffe sind Wettbewerbsvorteile, Produktionsstrategie, Erfahrungskurve, Mass Customization und technologische Flexibilität.
Die Plattformstrategie dient als praktisches Fallbeispiel für die Umsetzung hybrider Strategien, bei denen Kostensenkungen durch Standardisierung mit Differenzierungsansätzen kombiniert werden.
Die zeitorientierte Fertigung wird nicht nur als Differenzierungsmerkmal (Liefertreue), sondern auch als wesentlicher Treiber für Kostensenkungen durch die Reduktion von Durchlauf- und Liegezeiten verstanden.
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