Diplomarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung und Zielsetzung
2. Shared Services – begriffliche Grundlagen, Charakteristika und Abgrenzungen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Entstehung des Shared Services Ansatzes
2.3 Charakteristika von Shared Service Center
2.4 Abgrenzung von Shared Services zur Zentralisierung und zum Outsourcing
2.4.1 Abgrenzung zur Zentralisierung
2.4.2 Abgrenzung zum Outsourcing
2.4.2.1 Begriffsklärung
2.4.2.2 Abgrenzung von Shared Services zu den Outsourcing-kategorien
3. Darstellung des Shared Services Konzeptes
3.1 Voraussetzungen
3.2 Strategie
3.2.1 Ziele
3.2.1.1 Finanzielle Ziele
3.2.1.2 Prozessbezogene Ziele
3.2.1.3 Mitarbeiterbezogene Ziele
3.2.1.4 Kundenbezogene Ziele
3.2.2 Strategierelevante Aspekte bei der Realisierung des Shared Services Ansatzes
3.2.2.1 Auswahl der Prozesse
3.2.2.2 Festlegung der Anzahl und Wahl des Standortes
3.3 Steuerung
3.3.1 Inhaltliche Steuerung eines Shared Service Centers
3.3.1.1 Inhalte des Service-Level-Agreements
3.3.1.2 Service-Level-Management und Service-Controlling
3.3.1.3 Chancen und Grenzen von Service-Level-Agreements
3.3.2 Monetäre Steuerung eines Shared Service Centers
3.4 Evaluation
3.5 Erfolgsfaktoren
3.6 Risiken und Grenzen des Shared Services Ansatzes
4. Umsetzung des Shared Services Konzeptes im Bereich Human Resources
4.1 Einsatz und Verbreitung des HR Shared Service Centers
4.2 Potenziale und Problemfelder der Anwendung des Shared Services Konzeptes im HR Bereich
4.2.1 Potenziale eines HR Shared Service Centers
4.2.2 Problemfelder eines HR Shared Service Centers
4.3 Vorgehensweise bei der Einführung eines HR Shared Service Centers
4.3.1 Machbarkeitsprüfungsphase
4.3.2 Planungsphase
4.3.3 Entwicklungs- und Testphase
4.3.4 Implementierungsphase
4.3.5 Optimierungsphase
4.4 Steuerung eines HR Shared Service Centers
4.5 Change Management
4.5.1 Begriffsklärung
4.5.2 Change Management-Prozess
4.5.2.1 Situationsanalyse
4.5.2.2 Beurteilung der Kultur und Veränderungsbereitschaft
4.5.2.3 Entwicklung einer Kommunikationsstrategie
4.5.2.4 Kontinuierliches Management von Widerständen
4.5.2.5 Schulungen und Wissenstransfer
4.5.3 Risikofaktoren des Change Managements bei Shared Service Center-Projekten
5. Human Resources Shared Service Center in der Praxis am Beispiel der BASF AG
6. Nearshoring, Offshoring und externes Outsourcing
6.1 Nearshoring und Offshoring von HR Shared Services
6.2 HR Shared Services als Alternative zum externen Outsourcing
7. Die Zukunft von Shared Services
Diese Arbeit analysiert das Shared Services Konzept aus betriebswirtschaftlicher Perspektive mit einem spezifischen Fokus auf die Implementierung im Personalbereich (Human Resources). Es wird untersucht, wie Unternehmen durch die Zentralisierung und Bündelung von Support-Prozessen in Shared Service Centern Effizienzgewinne, Kostensenkungen und Qualitätssteigerungen erzielen können, während gleichzeitig die strategische Flexibilität erhalten bleibt.
2.1 Begriffsklärung
Der englische Begriff Shared Services bedeutet wörtlich übersetzt ins Deutsche „Geteilte Dienstleistungen“. Das Shared Services Konzept stellt einen „Organisationsansatz zur Bereitstellung von internen Dienstleistungen für mehrere Organisationseinheiten mittels gemeinsamer Nutzung von Ressourcen innerhalb einer Organisationseinheit“ dar. Die bereitstellende Organisationseinheit wird als „Shared Service Center“ (im Folgenden „SSC“) bezeichnet. Sie ist wirtschaftlich und/oder rechtlich selbstständig und trägt die Verantwortung für ihr Ergebnis.
Bergeron definiert den Begriff noch genauer. „Shared services is a collaborative strategy in which a subset of existing business functions are concentrated into a new, semiautonomous business unit that has a management structure designed to promote efficiency, value generation, cost savings, and improved service for the internal customers of the parent corporation, like a business competing in the open market.”
SSC sind vor allem in multinationalen Konzernen zu finden, die in mehreren Ländern agieren und denen mehrere Unternehmen angehören. Sie werden aber auch von mittelständischen Unternehmen eingesetzt. Der Fokus dieser Arbeit liegt jedoch auf den Konzernen. Diese gliedern bestimmte gleichartige und in der Regel transaktionsorientierte Prozesse aus ihren dezentralen Geschäftseinheiten aus und bündeln sie in einem SSC. Das SSC erbringt dann die Unterstützungsleistungen basierend auf einem vorher ausgehandelten Vertrag für die Konzerneinheiten. SSC sind vergleichbar mit Zentralbereichen vom Typ des Servicemodells, es bestehen aber wie in Punkt 2.4.1 näher erläutert wird, Unterschiede.
1. Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Shared Services unter Berücksichtigung von Kostendruck und Wettbewerbsfähigkeit sowie Darlegung des Aufbaus der Arbeit.
2. Shared Services – begriffliche Grundlagen, Charakteristika und Abgrenzungen: Theoretische Fundierung des Konzepts, seine Entstehung und Differenzierung zu verwandten Organisationsformen wie Zentralisierung und Outsourcing.
3. Darstellung des Shared Services Konzeptes: Detaillierte Betrachtung der notwendigen Voraussetzungen, Strategiebildung, Steuerungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren für den Aufbau eines SSC.
4. Umsetzung des Shared Services Konzeptes im Bereich Human Resources: Analyse des spezifischen Einsatzes im Personalwesen, der damit verbundenen Potenziale, Hürden und der notwendigen Begleitmaßnahmen durch Change Management.
5. Human Resources Shared Service Center in der Praxis am Beispiel der BASF AG: Praxisbezogene Darstellung der erfolgreichen Einführung eines European Shared Service Centers in einem globalen Chemiekonzern.
6. Nearshoring, Offshoring und externes Outsourcing: Untersuchung von Standortentscheidungen und externen Vergabeoptionen als Alternativen oder Ergänzungen zum Shared Services Modell.
7. Die Zukunft von Shared Services: Ausblick auf kommende Entwicklungen, insbesondere in Richtung höherer strategischer Wertschöpfung und Kooperationen zwischen Unternehmen.
Shared Services, Shared Service Center, SSC, Human Resources, HR, Personalmanagement, Prozessoptimierung, Service-Level-Agreement, SLA, Outsourcing, Zentralisierung, Change Management, Kosteneinsparung, Standardisierung, Unternehmensführung
Die Arbeit behandelt die konzeptionelle Gestaltung und die praktische Realisierung des Shared Services Ansatzes, mit besonderem Fokus auf die Anwendung in Personalabteilungen (HR) von Konzernen.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition, die strategische Planung, die Steuerung durch Service-Level-Agreements, die spezifischen Anforderungen im Personalwesen, Change Management und der internationale Standortvergleich.
Das Ziel ist eine fundierte betriebswirtschaftliche Analyse des Shared Services Ansatzes, um zu klären, wie durch diesen Organisationsansatz Wertschöpfung gesteigert und Kosten optimiert werden können.
Es handelt sich um eine analytische Literaturarbeit, die theoretische Konzepte mit praktischen Erkenntnissen verbindet und durch ein konkretes Fallbeispiel (BASF AG) illustriert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die strategische Darstellung des Konzepts, die spezifische Umsetzung im HR-Bereich sowie die Diskussion von Alternativen wie Offshoring und externe Outsourcing-Optionen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Shared Service Center, Prozessoptimierung, Service-Level-Agreements (SLA), Kosteneffizienz und HR-Transformation charakterisiert.
Change Management ist ein kritischer Erfolgsfaktor, da die Einführung eines SSC tiefgreifende Veränderungen im Arbeitsalltag verursacht, Widerstände bei den Mitarbeitern auslösen kann und eine kulturelle Transformation erfordert.
Die BASF AG dient als Fallbeispiel, um die praktische Umsetzung eines European Shared Service Centers (ESSC) im Bereich Finanzen und Personal sowie die damit verbundenen Herausforderungen (z. B. Standortwahl, Tarifverträge) zu veranschaulichen.
Ja, der wesentliche Unterschied liegt darin, dass ein SSC ein interner Dienstleister bleibt und das Unternehmen die volle Kontrolle sowie Planungshoheit behält, während beim externen Outsourcing Aufgaben an einen rechtlich unabhängigen Drittanbieter abgegeben werden.
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