Diplomarbeit, 2007
110 Seiten, Note: 1,7
A Einführung
1 Problemstellung
2 Aufbau der Arbeit
3 Ziel der Arbeit
B Multivariate Analyseverfahren im CRM
1 Grundlagen des CRM
1.1 Abgrenzung des CRM von verwandten Begriffen
1.2 Definitionen
1.2.1 Kunde
1.2.2 Beziehung
1.2.3 Management
1.3 Customer Lifecycle
1.4 Managementaufgaben des CRM
1.4.1 Interessentenmanagement
1.4.2 Kundenbindungsmanagement i.w.S.
1.4.2.1 Neukundenmanagement
1.4.2.2 Kundenbindungsmanagement i.e.S.
1.4.2.3 Beschwerdemanagement
1.4.2.4 Abwanderungspräventionsmanagement
1.4.3 Rückgewinnungsmanagement
1.5 Wirkungskette des CRM
1.5.1 Formulierung einer Kundenbeziehungsstrategie
1.5.2 Kundenorientierte Reorganisation
1.5.3 Veränderung der Kundeneinstellung/-verhalten
1.5.3.1 Kundenzufriedenheit
1.5.3.2 Kundenloyalität
1.5.3.3 Kundenbindung
1.5.4 Ökonomischer Erfolg
2 CRM – Systeme
2.1 Operatives CRM
2.2 Analytisches CRM
2.2.1 Data Warehouse als Datenquelle des CRM
2.2.1.1 Kundenanalyse
2.2.1.2 Marktforschung
2.2.2 Datenanalysezyklus des CRM
2.2.2.1 Data Mining
2.2.2.2 Hypothesenverifikation
3 Ausgewählte multivariate Analyseverfahren des CRM
3.1 Klassifizierung multivariater Analyseverfahren
3.2 Markt- & Kundensegmentierung anhand der Clusteranalyse
3.2.1 Bestimmung von Ähnlichkeiten
3.2.2 Auswahl des Fusionierungsalgorithmus
3.2.3 Bestimmung der Clusteranzahl
3.3 Faktorenanalyse
3.3.1 Errechnung der Korrelationsmatrix
3.3.2 Rechnerische Grundlagen zur Extraktion der Faktoren
3.3.3 Bestimmung der Kommunalitäten
3.3.4 Zahl der Faktoren
3.3.5 Interpretation der Faktoren
3.3.6 Bestimmung der Faktorwerte
3.4 Regressionsanalyse
3.4.1 Modellformulierung
3.4.2 Schätzung der Regressionsfunktion
3.4.3 Prüfung der Regressionsfunktion
3.4.4 Prüfung der Regressionskoeffizienten
3.4.5 Prüfung der Modellprämisse
3.5 Grenzen der multivariaten Analyseverfahren
3.5.1 Objektivität der Analyseverfahren
3.5.2 Missing Values
C Resumee
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz multivariater Analysemethoden im Rahmen des Customer Relationship Managements (CRM). Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert von Kundendaten durch statistische Analyseverfahren aufzuzeigen, um langfristige und profitable Kundenbeziehungen zu gestalten und wettbewerbsfähig zu bleiben.
1 Problemstellung
In einer Zeit, in der der Begriff der „Globalisierung“ bereits Inhalt des ganz alltäglichen Sprachgebrauchs geworden ist, hat der Kunde aus Sicht der Unternehmen einen neuen und „wertvollen“ Charakter gewonnen. Im Zuge der Globalisierung fallen Handelsbarrieren weg, Transport und Kommunikation werden billiger und noch vielmehr, Informationen sind frei verfügbar. Es ist also nicht nur die Zahl der Anbieter, die sich drastisch verändert hat, sondern ein neuer, erweiterter und sehr komplexer Markt hat sich eröffnet, der dem Konsumenten komfortable Informations- und Vergleichsmöglichkeiten bietet.
Auch das World Wide Web trägt dazu bei, den Konsumenten weltweit zu vernetzen und einen transparenten Markt zu schaffen. Mit der Globalisierung geht außerdem eine Wettbewerbsverdichtung einher, die „dazu führt, dass kleinere Unternehmen sich vergrößern bzw. zusammenschließen müssen, um ihren Kunden in Umfang und Qualität weiterhin attraktive Leistungen bieten zu können.“ Diese Prozesse betrachtend, wird die Notwendigkeit immer größer, sich nicht mehr auf die Neukundengewinnung zu konzentrieren, sondern vielmehr zu versuchen, das Ertragspotenzial bestehender Kunden in Form guter Kundenbeziehungen auszuschöpfen. An dieser Stelle findet das Customer Relationship Management (CRM), auch Kundenbeziehungsmanagement genannt, seine Anwendung, welches die Förderung und Intensivierung langfristiger und ökonomisch attraktiver Kundenbeziehungen zum Inhalt hat. Es ist aber nicht nur der Markt, der Änderungen ausgesetzt ist. Auch der Konsument und der eigene Kunde zelebrieren einen Wandel, der sie aus der Sicht der Unternehmen immer unberechenbarer erscheinen lässt.
1 Grundlagen des CRM: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Abgrenzung von CRM zu verwandten Begriffen und führt den Kundenlebenszyklus sowie zentrale Managementaufgaben wie Kundenbindung und Rückgewinnung ein.
2 CRM – Systeme: Hier wird das CRM als betriebliches Informationssystem beschrieben, wobei der Fokus insbesondere auf dem analytischen CRM, dem Data Warehouse und dem Datenanalysezyklus liegt.
3 Ausgewählte multivariate Analyseverfahren des CRM: Dieses Kapitel behandelt die methodischen Grundlagen der Clusteranalyse, Faktorenanalyse und Regressionsanalyse und diskutiert deren Grenzen sowie die Problematik von fehlenden Werten.
CRM, Kundenbeziehungsmanagement, Customer Lifecycle, Kundenwert, Multivariate Statistik, Clusteranalyse, Faktorenanalyse, Regressionsanalyse, Data Mining, Datenanalysezyklus, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität, Marketing, Marktsegmentierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung multivariater statistischer Analysemethoden, um die Effektivität des Customer Relationship Managements (CRM) zu steigern.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des CRM, der Systemarchitektur für analytisches CRM und der praktischen Anwendung statistischer Verfahren wie Cluster-, Faktoren- und Regressionsanalyse.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels Kundendaten und spezifischer Analysemethoden einen Wettbewerbsvorteil erzielen und die Kundenbeziehungen wertorientiert steuern können.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und methodische Beschreibung multivariater statistischer Verfahren, ergänzt durch Fallbeispiele zur Segmentierung und Regressionsmodellierung.
Im Hauptteil werden zunächst CRM-Grundlagen und -Systeme (Analytisches vs. Operatives CRM) definiert, gefolgt von der detaillierten Beschreibung der statistischen Analyseverfahren und deren Einsatzmöglichkeiten.
Zu den prägenden Begriffen zählen CRM, Customer Lifecycle, Data Mining, Clusteranalyse, Faktorenanalyse und Regressionsanalyse.
Die Clusteranalyse dient der Gruppierung von Objekten (z.B. Kunden) zur Marktsegmentierung, während die Faktorenanalyse Variablen komprimiert, um latente Einflussfaktoren aufzudecken.
Fehlende Daten können die Analyseergebnisse verzerren; die Arbeit diskutiert daher, wie Anwender mit solchen unvollständigen Datensätzen methodisch korrekt umgehen sollten.
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