Examensarbeit, 2007
110 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Vorklärungen: Verwendungsweisen der Attribute multi- und interkulturell
1. Merkmale der multikulturellen Gesellschaft
1.1. Multikulturalität als vorausgesetzte Norm
1.1.1. Bedeutung einer multikulturellen Gesellschaft
1.1.2. Auswirkungen von multikulturellem Zusammenleben
1.2. Migration als Faktor für die Zunahme kultureller Heterogenität
1.2.1. Einwanderungsland Deutschland
1.2.2. Demografische Merkmale
1.2.3. Konsequenzen für die zukünftige Schülerpopulation
1.3. Globale Entwicklungstendenzen als epochale Rahmenbedingung
1.4. Auswirkungen auf deutsche Bildungsinstitutionen
2. Grundschule im Kontext kultureller Vielfalt
2.1. Der Bedeutungszusammenhang von Schule und Multikulturalität
2.2. Heterogenität als Bedingung der Schulgemeinschaft
2.2.1. Heterogenität in der Grundschule
2.2.2. Kulturelle Heterogenität
2.2.3. Kinder ausländischer Herkunft an Frankfurter Grundschulen
2.3. Monolinguale Ausrichtung
2.4. Institutionelle Diskriminierung in den Primarschuljahren
2.4.1. Eintritt in die Grundschule
2.4.2. Sonderschulaufnahmeverfahren
2.4.3. Übergang in die Sekundarstufe
2.5. Bildungsbeteiligung von Migrantenkindern
3. Diskussionsverlauf zur pädagogischen Arbeit im Horizont kultureller Heterogenität
3.1. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik
3.2. Neue Wege – Transkulturelle Pädagogik
3.2.1. Transkulturalität als verändertes Kulturverständnis
3.2.2. Auflösung kollektiver Identität
3.2.3. Pädagogische Konzepte auf transkultureller Basis
3.3. Zusammenfassung
4. Multikulturelle Grundschularbeit - im Spiegel der Zeitschrift „Grundschule“
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Ergebnisse der Untersuchung
4.2.1 Konjunkturelle Darstellung
4.2.2 Pädagogische und didaktische Ausrichtung der Beiträge
4.2.3 Fächerorientierte Ausrichtung der Beiträge
4.3 Resümee der Untersuchung
5. Handlungsperspektiven
5.1. Institutionelle Ebene
5.2. Didaktische Ebene
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Herausforderungen, die sich für die Grundschule in einer multikulturellen Gesellschaft aus der zunehmenden kulturellen Heterogenität der Schülerschaft ergeben. Ziel ist es, den Status quo zu analysieren, pädagogische Konzepte zu diskutieren und Perspektiven für einen chancengerechten Umgang mit Vielfalt im Grundschulalltag aufzuzeigen.
1.2.1 Einwanderungsland Deutschland
An der Schwelle des dritten Jahrtausends erfährt die Wanderung von Menschen über Regionen, Staatsgrenzen und Kontinente hinweg eine neue Dimension. Zwar variieren die Schätzungen über die Tatsache, wie viele Menschen sich global gesehen nicht in ihren ursprünglichen Lebensräumen aufhalten, teilweise stark. Dennoch konstatiert Bös, dass sich ihr Wert zwischen 80 und 200 Millionen bewegt (vgl. Bös 1997: 94).
Migration ist in unseren Breitengraden oft ein negativ behafteter Begriff. Er wird gleichgesetzt mit Asylsuchenden und problematischen Kulturdifferenzen mit der Majoritätsgesellschaft. Positive Konnotationen, sei es auf politischer oder wirtschaftlicher Ebene, werden oft lediglich nur mit bestimmten Gruppen von Migranten verbunden. Hochqualifizierte Arbeitskräfte werden angeworben und in der Öffentlichkeit begrüßt. Allerdings stellen diese Wanderungswilligen eine Minderheit im weltweiten Migrationsprozess dar (vgl. Sprung 2002: 44).
1. Merkmale der multikulturellen Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Multikulturalität und Migration als prägende Faktoren für die heutige gesellschaftliche Zusammensetzung in Deutschland.
2. Grundschule im Kontext kultureller Vielfalt: Hier wird die Rolle der Grundschule als Institution im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch der Gleichheit und der Realität von Heterogenität und institutioneller Diskriminierung beleuchtet.
3. Diskussionsverlauf zur pädagogischen Arbeit im Horizont kultureller Heterogenität: Dieser Abschnitt zeichnet die Entwicklung pädagogischer Ansätze nach, von der Ausländerpädagogik über die interkulturelle hin zur transkulturellen Pädagogik.
4. Multikulturelle Grundschularbeit - im Spiegel der Zeitschrift „Grundschule“: Eine Untersuchung von Fachartikeln, die analysiert, inwieweit das Thema kulturelle Vielfalt in der grundschulpädagogischen Praxiszeitschrift präsent ist.
5. Handlungsperspektiven: Das abschließende Kapitel formuliert Empfehlungen für institutionelle und didaktische Veränderungen, um einen positiven Umgang mit kultureller Heterogenität zu ermöglichen.
Grundschule, Multikulturelle Gesellschaft, Migration, Heterogenität, Interkulturelle Pädagogik, Transkulturelle Pädagogik, Institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, Bildungsgerechtigkeit, Integration, Sprachförderung, Zweitspracherwerb, Diversität, Schulentwicklung.
Die Arbeit analysiert die pädagogisch-didaktischen Herausforderungen, die sich durch die zunehmende kulturelle Heterogenität in Grundschulklassen ergeben.
Im Fokus stehen Migration, institutionelle Diskriminierung, Konzepte der Inter- und Transkulturalität sowie die praktische Umsetzung dieser Themen im schulischen Kontext.
Ziel ist es, den Umgang mit kultureller Vielfalt zu untersuchen und Handlungsperspektiven zu entwickeln, die einen chancengerechten Unterricht für alle Kinder ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie einer eigenen Untersuchung von Fachzeitschriftenartikeln der Zeitschrift „Grundschule“ im Zeitraum 1997 bis 2005.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der gesellschaftlichen Ausgangslage, eine Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen an Grundschulen sowie einen Vergleich pädagogischer Theoriekonzepte.
Zu den zentralen Begriffen zählen Grundschule, kulturelle Heterogenität, Migration, institutionelle Diskriminierung und inter- bzw. transkulturelle Pädagogik.
Sie thematisiert den Übergang als zentrale Selektionsschwelle, an der Migrantenkinder aufgrund von Sprachdefiziten und anderen Faktoren häufiger in niedrigere Schulformen zugewiesen werden.
Die Zeitschrift dient als Indikator für den Stellenwert und die Art der Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt in der aktuellen grundschulpädagogischen Praxis.
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