Diplomarbeit, 2006
52 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Grundlegende Darstellungen und notwendige Definitionen
2.1 Definition: Leasing
2.2 Definition: Kredit
2.3 Abgrenzung des Begriffs Mittelstand
2.3.1 Quantitative Merkmale
2.3.2 Qualitative Merkmale
2.4 Grundlegende Darstellungen zur Finanzierungssituation des Mittelstandes vor dem Hintergrund von Basel II
2.4.1 Die Finanzierungssituation des Mittelstandes
2.4.2 Zu Basel II und den Auswirkungen der neuen EK-Vereinbarungen auf das Kreditvergabeverhalten
2.4.3 Auswirkungen der neuen EK-Vereinbarungen auf den Mittelstand
3 Die Entwicklung des Leasingmarktes in Deutschland
3.1 Historische Entwicklung des Leasingmarktes
3.2 Der deutsche Leasingmarkt im internationalen Vergleich
3.3 Nutzung der verschiedenen Leasingarten und –formen und deren Entwicklung
3.4 Leasing als alternative Finanzierungsform für den Mittelstand
4 Zur Relevanz des Leasings im Mittelstand mit kritischem Blick auf die Vorteilhaftigkeit dieses Finanzierungsinstruments
4.1 Betriebswirtschaftliche Aspekte des Leasings allgemein
4.2 Liquiditäts- und Steuereffekt
4.1.2 Anschaffungs- und Herstellungskosten
4.1.3 Risiken
4.2 Relevanz des Leasings in mittelständischen Unternehmen
4.2.1 Branchenspezifische Nutzung des Leasings
4.2.2 Verbreitung des Leasings im Mittelstand
4.2.3 Akzeptanz des Leasings
4.3 Kritische Abwägung ausgewählter Vor- und Nachteile des Leasings aus der Perspektive mittelständischer Unternehmen
4.3.1 Steuerliche Vor- und Nachteile
4.3.2 Qualitative Aspekte
4.3.2.1 Einfluss des Leasings auf die EK-Quote
4.3.2.2 Einfluss auf die Möglichkeiten der Kreditinanspruchnahme
4.3.2.3 Sale-and-lease-back
4.3.3 Gesamtbeurteilung der Vor und Nachteile
4.4 Vergleichsrechnung „Leasing oder Kredit“
4.4.1 Leasingmodell
4.4.2 Kreditfinanzierungsmodell
4.4.3 Beurteilung des Wirtschaftlichkeitsvergleichs
4.4.4 Beurteilung der Finanzierungsalternative unter Betrachtung der betriebswirtschaftlichen Aspekte
5 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die wirtschaftliche Bedeutung und Entwicklung des Leasings als Finanzierungsalternative für den deutschen Mittelstand. Ziel ist es, die Vorteilhaftigkeit des Leasings gegenüber klassischen Kreditfinanzierungen vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen – insbesondere der Auswirkungen von Basel II – kritisch zu beurteilen und somit als Entscheidungshilfe für Unternehmen zu dienen.
2.1 Definition: Leasing
Der Begriff Leasing leitet sich ab aus dem englischen Verb „to lease“, welches mieten oder pachten bedeutet. Leasinggeschäfte haben in der Praxis viele Gestaltungsmöglichkeiten, da den Beteiligten diverse Nutzungsmöglichkeiten offen stehen. In der Literatur ist deshalb kein einheitlich definierter Leasingbegriff zu finden, sondern viele verschiedene Definitionen, die sich an den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Leasings orientieren. Perridon/Steiner definieren Leasing übergreifend als die zeitabhängige Nutzungsüberlassung eines Wirtschaftsgutes gegen Entgelt. Das Vermietungsgeschäft wird von Finanzierungsinstituten oder anderen Unternehmen auf gewerblicher Basis betrieben. Diesem Leasingbegriff wird in der vorliegenden Arbeit gefolgt.
Leasing kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, wodurch immer andere Aspekte in den Mittelpunkt rücken. Es handelt sich hier im eine Verschachtelung wirtschaftlicher und rechtlicher Einflusse. Aus der rechtlichen Perspektive gesehen ist das Leasing-Geschäft mit der Vermietung oder Verpachtung von Investitionsgütern oder langlebigen Gütern des privaten Bedarfs vergleichbar. In der Finanzwirtschaft wird dagegen der Aspekt der Nutzungsüberlassung eines Investitionsobjektes gegen Entgelt durch einen unabhängigen Eigentümer hervorgehoben. In der Wirkung muss der Nutzer des Leasingobjektes die Anschaffung des Investitionsobjektes nicht aus eigenen Mitteln bezahlen. Vor diesem Hintergrund bekommt das Leasing seinen Charakter als Investitions- und Finanzierungsalternative.
In der Praxis erfährt das Leasing immer neue Ausgestaltungen, die im Leasingvertrag geregelt werden. Die Übergänge können aufgrund der zivilrechtlichen Vertragsfreiheit fließend sein, die Grenzen zwischen den einzelnen Leasingarten sind dabei nicht exakt gezogen. Eine Orientierung kann an den Hauptmerkmalen erfolgen. Die am häufigsten anzutreffenden Formen des Leasings werden im Kontext des Kapitels 3.3 beschrieben.
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die steigende wirtschaftliche Bedeutung von Leasing als Finanzierungsinstrument für deutsche Unternehmen und benennt die Zielsetzung der kritischen Analyse.
2 Grundlegende Darstellungen und notwendige Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe definiert, der Mittelstandsbegriff abgegrenzt und die Finanzierungssituation vor dem Hintergrund von Basel II analysiert.
3 Die Entwicklung des Leasingmarktes in Deutschland: Dieser Teil beleuchtet die historische Entwicklung, die internationale Marktsituation sowie die verschiedenen Leasingarten und deren spezifische Nutzung im Mittelstand.
4 Zur Relevanz des Leasings im Mittelstand mit kritischem Blick auf die Vorteilhaftigkeit dieses Finanzierungsinstruments: Hier erfolgt eine detaillierte betriebswirtschaftliche Analyse, eine kritische Abwägung der Vor- und Nachteile sowie ein quantitativer Vergleich zwischen Leasing und Kreditkauf.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einem Fazit, das die zentrale Bedeutung des Leasings für mittelständische Unternehmen unterstreicht und einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung gibt.
Leasing, Kreditfinanzierung, Mittelstand, Basel II, Eigenkapitalquote, Investition, Finanzierungsalternative, Liquidität, Betriebswirtschaft, Finanzierungsmodell, Rentabilität, Leasingmarkt, Fremdkapital, Bonität, Investitionsobjekt
Die Arbeit analysiert die Bedeutung des Leasings als Finanzierungsalternative für den deutschen Mittelstand und untersucht kritisch dessen Vorteilhaftigkeit gegenüber klassischen Krediten.
Die Arbeit deckt die Finanzierungssituation des Mittelstandes, die Auswirkungen von Basel II, die Entwicklung des deutschen Leasingmarktes sowie betriebswirtschaftliche Vor- und Nachteilsanalysen von Leasingverträgen ab.
Das Ziel ist es, fundiertes Wissen über Leasing zu vermitteln und durch eine kritische Beurteilung die Entscheidungsgrundlage für mittelständische Unternehmen bei Investitionen zu verbessern.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine quantitative Vergleichsrechnung, um die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Leasing und Kreditkauf im Modell darzustellen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen und rechtliche Aspekte als auch eine detaillierte praktische Vergleichsrechnung zwischen einem Leasing- und einem Kreditfinanzierungsmodell durchgeführt.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Leasing, Mittelstand, Finanzierungsalternative, Basel II, Investitionsentscheidung und betriebswirtschaftliche Vorteilhaftigkeit umschreiben.
Basel II führt zu strengeren Anforderungen bei der Kreditvergabe, was insbesondere Unternehmen mit geringer Bonität oder Eigenkapitalquote vor Finanzierungsprobleme stellt.
Leasing ermöglicht einen Liquiditätsschonungseffekt, da keine hohen Anschaffungskosten anfallen und die Raten gleichmäßig über die Laufzeit verteilt werden.
Das Operate-Leasing ähnelt eher einem klassischen Mietvertrag mit kurzfristigen Kündigungsoptionen, während das Finance-Leasing langfristig angelegt ist und meist keine Kündigungsmöglichkeiten während der Grundmietzeit bietet.
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