Diplomarbeit, 2007
121 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Sensorik
2.1 Sinnesphysiologie
2.1.1 Sinneseindrücke und Empfindungen
2.1.2 Das Zusammenspiel der verschiedenen Sinneseindrücke beim Essen und Trinken
2.1.3 Anatomische und physiologische Grundlagen der Sinne
2.1.4 Geruchswahrnehmung
2.1.5 Geschmackswahrnehmung
2.1.6 Wahrnehmung von Flavor und Aroma
2.2 Sensorische Prüfmethoden
2.2.1 Sensorische Prüfmethoden bei Säuglingen
2.2.2 Hedonische Prüfungen bei Kleinkindern und Kindern
3 Grundlagen der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern
3.1 Die Ernährung des Säuglings
3.1.1 Ernährungsplan für das erste Lebensjahr
3.1.2 Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrungen
3.2 Ernährungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern
3.2.1 Psychologische Einflussfaktoren bei der Entwicklung des Ernährungsverhaltens
3.2.2 Einfluss der Eltern auf das Ernährungsverhalten des Kindes
3.2.3 Ähnlichkeiten im Ernährungsverhalten von Eltern und Kindern
4 Bildung von Nahrungsmittelpräferenzen
4.1 Angeborene Geschmackspräferenzen
4.2 Konditionierte Geschmacks- und Nahrungsmittelpräferenzen
4.3 Kulturelle Einflüsse
4.4 Nahrungsmittelaversionen
4.5 Nahrungsmittelneophobien und die Akzeptanz neuer Nahrungsmittel
5 Sensorische Studien mit Säuglingen, Kleinkindern und jungen Schulkindern
5.1 Frühkindliche Geschmackserfahrungen
5.1.1 Geschmackserfahrungen durch Muttermilch
5.1.2 Geschmackserfahrungen durch Säuglingsanfangsnahrung
5.2 Reaktionen auf die Grundgeschmacksqualitäten und ihre Auswirkungen auf Geschmackspräferenzen
5.2.1 Geschmacksqualität süß
5.2.2 Geschmacksqualität sauer
5.2.3 Geschmacksqualität salzig
5.2.4 Geschmacksqualität bitter
5.3 Olfaktorische Studien bei Säuglingen
5.3.1 Pränatale Gerüche
5.3.2 Pränatale und postnatale Gerüche im Vergleich
5.3.3 Postnatale Gerüche
5.4 Entwicklung der Akzeptanz von Lebensmitteln in den ersten Lebensjahren
5.4.1 Einfluss der Eltern
5.4.2 Neue / unbekannte Lebensmittel
6 Vergleich der Studiendesigns
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
8 Zusammenfassung
9 Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die die Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren beeinflussen, wobei sowohl genetische Veranlagungen als auch erlernte Erfahrungen im Kindesalter berücksichtigt werden, um Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährungserziehung abzuleiten.
2.1.3 Anatomische und physiologische Grundlagen der Sinne
Gesichtssinn
Das Sinnesorgan des Gesichtssinns ist das Auge mit Sehnerv und Sehzentrum im Gehirn. Das Sehen wird durch das einwandfreie Zusammenwirken ermöglicht. Über Kornea und Linse dringt Licht in das Auge ein und trifft auf die Retina (Netzhaut). Auf dieser befinden sich zwei unterschiedliche Sehzellen: die Stäbchen und Zäpfchen. Während wir mittels Zäpfchen Farben wahrnehmen können, sind die Stäbchen für das Schwarz-Weiß-Sehen verantwortlich.
Der Gesichtssinn ist für die sensorische Beurteilung von Produkten von großer Bedeutung. Farbe, Form, Größe, Struktur, Trübheit oder Glanz sind mit dem Auge wahrnehmbare Merkmale, die Aufschluss über ein Produkt geben und eine gewisse Produkterwartung erzeugen: die Farbe grün kann beispielsweise bei manchen Früchten mangelnde Reife signalisieren. Die erste Sinneswahrnehmung eines Produkts erfolgt meist mit dem Auge. Mit der Farbe werden bestimmte Gerüche und Geschmacksrichtungen assoziiert, mit rot z.B. Erdbeere oder braun mit Schokolade. Der visuelle Sinn wirkt also dominierend und ist in der Lage, die chemischen Sinne Geruch und Geschmack irrezuführen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung einer gesunden Ernährung in den ersten Lebensjahren heraus und definiert das Ziel der Arbeit, Einflussfaktoren auf die Lebensmittelpräferenzen bei Kindern zu untersuchen.
2 Grundlagen der Sensorik: Das Kapitel bietet einen Überblick über die menschliche Sinnesphysiologie sowie die für die Untersuchung von Kindern relevanten sensorischen Prüfmethoden.
3 Grundlagen der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern: Hier werden die physiologischen Grundlagen der Ernährung sowie psychologische und soziale Einflussfaktoren auf das Ernährungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern beschrieben.
4 Bildung von Nahrungsmittelpräferenzen: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Vorlieben und Abneigungen durch angeborene Präferenzen, Konditionierung, kulturelle Einflüsse und die Entwicklung von Aversionen.
5 Sensorische Studien mit Säuglingen, Kleinkindern und jungen Schulkindern: Es werden ausgewählte Studien vorgestellt, die den Einfluss von frühkindlichen Geschmackserfahrungen und die Reaktion auf verschiedene Geschmacksqualitäten beleuchten.
6 Vergleich der Studiendesigns: Hier werden die in den verschiedenen Untersuchungen angewandten Methoden und Studiendesigns systematisch gegenübergestellt und miteinander verglichen.
7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammenfassend bewertet und daraus Empfehlungen für die Ernährungserziehung abgeleitet.
8 Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit.
9 Abstract: Eine englischsprachige Kurzfassung der gesamten Arbeit.
Lebensmittelpräferenzen, Geschmacksempfindungen, Säuglinge, Kinder, Akzeptanz, Neophobie, Prädisposition, Entwicklung, Sensorik, Ernährungserziehung, Geschmacksprägung, Modelllernen, Ernährungsverhalten, Ernährung, Geschmacksqualitäten
Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Einflussfaktoren, die zur Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen bei Kindern in den ersten Lebensjahren führen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Sinnesphysiologie, der Einfluss der frühkindlichen Ernährung auf das spätere Essverhalten, sowie die Rolle von Eltern und sozialen Umfeldern bei der Akzeptanz neuer Lebensmittel.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie angeborene genetische Veranlagungen und erworbene Erfahrungswerte zusammenwirken, um daraus fundierte Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährungserziehung abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener sensorischer Studien, die im Zeitraum von 1994 bis 2006 mit gesunden Kindern in westlichen Industrienationen durchgeführt wurden.
Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Sensorik, die Entwicklung des Ernährungsverhaltens von der Muttermilch bis zur Beikost und die verschiedenen Mechanismen der Präferenzbildung.
Die zentralen Begriffe sind Lebensmittelpräferenzen, Geschmacksempfindungen, Säuglinge, Akzeptanz, Neophobie, Prädisposition und die frühkindliche Entwicklung.
Die Arbeit zeigt, dass Muttermilch eine reichhaltige Quelle für vielfältige Aromen ist, die das Kind bereits früh mit verschiedenen Geschmacksrichtungen vertraut macht und so die spätere Akzeptanz neuer Lebensmittel erleichtern kann.
Dies wird als Nahrungsmittelneophobie bezeichnet, eine natürliche, schützende Veranlagung, die Kinder vor potenziell gefährlichen oder giftigen neuen Nahrungsmitteln bewahren soll.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

