Examensarbeit, 2007
53 Seiten, Note: 1,7
0 ERKENNTNISLEITENDE FRAGESTELLUNG
1 GRÜNDE FÜR DIE VERGABE VON „KOPFNOTEN“ AM BERUFSKOLLEG
2 DER KOMPLEX DER LEISTUNGSBEWERTUNG
2.1 Dimensionen schulischer Leistungsbeurteilung
2.2 Welche Funktionen verfolgt Leistungsbeurteilung und welche Ansprüche muss sie erfüllen?
2.3 Fehlerquellen bei der Leistungsbeurteilung
2.3.1 HALO Effekt
2.3.2 Wissen-um-die-Folgen-Fehler
2.3.3 Fehler durch Sympathie bzw. Antipathie
3 BEGRIFFSKLÄRUNG: WAS VERSTEHT MAN UNTER ARBEITS- UND SOZIALVERHALTEN?
3.1 Festlegung von Kriterien zu den Oberbegriffen „Arbeits- und Sozialverhalten“
3.1.1 Zuordnung von Indikatoren zu den einzelnen Kriterien
3.2 Probleme bei der Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten
4 MÖGLICHE AUSGESTALTUNG DER BEWERTUNG DES ARBEITS- UND SOZIALVERHALTENS AN BERUFSKOLLEGS
4.1 Ablaufplan
4.1.1 Zuordnung von Messmethoden zu den einzelnen Kriterien
4.1.2 Entscheidung über die Dokumentation der Schülerleistungen auf den Zeugnissen: Textbaustein, individueller Kommentar oder einfach „Note“?
4.1.3 Festlegung von Kompetenzen bzw. Zuständigkeiten für die Schülerbewertung sowie Festlegung von Gewichtungsfaktoren
4.1.4 Festlegung von Beurteilungszeiträumen
4.2 Entwurf von möglichen Vordrucken
4.2.1 Beilage zum Zeugnis
4.2.2 Erfassungsbogen für Lehrer zur Dokumentation der Beobachtungen während der einzelnen Unterrichtsstunden
4.2.3 Diskussionsgrundlage: Formulierung möglicher Textbausteine zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens
5 UMSETZUNG DER BEWERTUNG VON ARBEITS- UND SOZIALVERHALTEN AM BERUFSKOLLEG ERKELENZ
5.1 Besonderheiten des Berufskollegs Erkelenz
5.2 Textvorschläge zur Bekanntmachung der Bewertungsgrundlagen für die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens am Berufskolleg Erkelenz
5.2.1 Textvorschlag zur Aufnahme in die Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer (Klassenlehrermappe)
5.2.2 Textvorschlag zur Schülerinformation am Beginn des neuen Schuljahres
5.3 Terminplan für die Umsetzung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen praxisnahen Leitfaden zur Einführung und Umsetzung von Kopfnoten für Arbeits- und Sozialverhalten am Berufskolleg Erkelenz zu entwickeln, um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen und eine ganzheitliche Schülerbewertung zu ermöglichen.
2.3.1 Halo Effekt
Hierbei bestimmt der Allgemeineindruck einer Person die Wahrnehmung einzelner Merkmale und beeinflusst so die Beurteilung von schulischen Fachleistungen. Manchmal kann auch eine besonders gute oder schlechte Eigenschaft der Leistung andere Merkmale beeinflussen.
Beim Halo Effekt liegt die besondere Gefahr darin, dass etwa besonders gute fachliche Leistungen dazu führen, das gezeigte Arbeits- und Sozialverhalten des betreffenden Schülers zu positiv zu bewerten. Das Gütekriterium der Objektivität wäre demnach nicht gegeben. Soll die Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten jedoch aussagekräftig sein, so ist diese unbedingt losgelöst von den fachlichen Leistungen durchzuführen. Dies steht im Gegensatz zur bisherigen Bewertungspraxis bei den Sonstigen Leistungen, welche sowohl die fachliche Qualität der Aussagen als auch die personalen Kompetenzen mit einbezogen. Hier ist künftig eine Trennung vorzunehmen.
Eine Entschärfung dieses Effekts scheint jedoch bereits dadurch gegeben, dass sich mehrere Kollegen auf einen Kommentar/eine Note verständigen müssen und die Eindrücke unterschiedlicher Personen durchaus voneinander abweichen können.
Der bereits unter Punkt 2.2 geforderte Bezug auf konkrete Unterrichtssituationen zwingt den Lehrer ebenfalls zu einer gewissen Grundobjektivität.
0 ERKENNTNISLEITENDE FRAGESTELLUNG: Es wird die Intention dargelegt, einen Leitfaden für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe zur Vergabe von Kopfnoten zu entwickeln.
1 GRÜNDE FÜR DIE VERGABE VON „KOPFNOTEN“ AM BERUFSKOLLEG: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen sowie die Notwendigkeit, neben der Fachkompetenz auch gesellschaftliche und personale Kompetenzen abzubilden.
2 DER KOMPLEX DER LEISTUNGSBEWERTUNG: Die theoretischen Grundlagen der Leistungsbeurteilung werden analysiert, inklusive der verschiedenen Dimensionen und möglicher Fehlerquellen.
3 BEGRIFFSKLÄRUNG: WAS VERSTEHT MAN UNTER ARBEITS- UND SOZIALVERHALTEN?: Es werden Definitionen für Arbeits- und Sozialverhalten erarbeitet und Kriterien für eine schulische Bewertung festgelegt.
4 MÖGLICHE AUSGESTALTUNG DER BEWERTUNG DES ARBEITS- UND SOZIALVERHALTENS AN BERUFSKOLLEGS: Dieser Abschnitt bietet konkrete Umsetzungsvorschläge, inklusive Ablaufplänen, Messmethoden und Entwürfen für Vordrucke.
5 UMSETZUNG DER BEWERTUNG VON ARBEITS- UND SOZIALVERHALTEN AM BERUFSKOLLEG ERKELENZ: Die theoretischen Erkenntnisse werden auf die spezifischen Gegebenheiten des Berufskollegs Erkelenz angepasst und in einen Umsetzungsplan überführt.
Kopfnoten, Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Berufskolleg, Leistungsbewertung, pädagogische Funktion, Kriterienkatalog, Indikatoren, Schülerbeurteilung, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsbeobachtung, Textbausteine, Zeugniskonferenz, individuelle Bezugsnorm, Berufsbildung.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Kopfnoten für Arbeits- und Sozialverhalten am Berufskolleg Erkelenz.
Im Zentrum stehen die Definition von Bewertungskriterien, der Umgang mit Fehlerquellen (wie dem Halo-Effekt) und die Entwicklung praktikabler Dokumentationshilfen.
Ziel ist es, dem Kollegium durch einen entwickelten Leitfaden und konkrete Vordrucke eine einheitliche und transparente Grundlage zur Vergabe von Kopfnoten zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zur Leistungsbeurteilung sowie der Ableitung von praktischen Umsetzungsvorschlägen für den spezifischen Schulalltag.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Bewertungsproblemen und die Erarbeitung von Messmethoden und Textbausteinen.
Zentrale Begriffe sind Kopfnoten, Kompetenzentwicklung, objektive Leistungsbeurteilung, Transparenz und individuelle Rückmeldung.
Dies soll durch die Verwendung klar definierter Indikatoren, den Bezug auf konkrete Unterrichtssituationen und den Austausch im Kollegium erreicht werden.
Die Arbeit dient als spezifischer Leitfaden für diese Schule, wobei die Erkenntnisse auch auf andere Bündelschulen übertragbar gestaltet sind.
Textbausteine gewährleisten eine bessere Vergleichbarkeit der Beurteilungen und unterstützen Lehrer bei der Erstellung individueller Schülerkommentare.
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