Examensarbeit, 2007
27 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1. Problemstellung
1.1 Bezug zu Modulen, Ausbildungsstandards und Lehrplan
1.2 Ausgewählte Literatur zur vorliegenden Arbeit
1.3 Zielvorstellungen und Leitfragen
2. Unterrichtspraxis
2.1 Lernumfeld und Angaben zur Lerngruppe
2.2 Methodisch-didaktische Entscheidungen
2.3 Aufbau der Unterrichtseinheit und Hauptintentionen der Stunden
3. Evaluation und persönliches Resümee
3.1 Verfahren
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Unterrichtsbeobachtungen
3.2.2 Unterrichtsgespräche
3.2.3 Schüler-Fragebögen
3.3 Fazit in konkretem Bezug auf die Leitfragen
3.4 Offener Unterricht’ vs. ‚direkte Instruktion’
3.5 Ausblick und eigene Visionen offenen Unterrichts
Die Arbeit untersucht das Potenzial einer schülergeleiteten Unterrichtseinheit im Sportunterricht einer 10. Realschulklasse am Beispiel von 'Ultimate Frisbee'. Ziel ist es, durch die Übertragung von Verantwortung und die aktive Einbindung der Schüler in den Vermittlungsprozess die Selbst- und Sozialkompetenz der Lernenden zu fördern.
Warum Ultimate Frisbee?
Das Spiel Ultimate Frisbee ist für meine Absicht des schülergeleiteten Unterrichts aus verschiedenen Gründen ein geeignetes Medium. Die Frisbee-Scheibe als Sportgerät kann die meisten S auf Anhieb motivieren. Die Vorkenntnisse seitens der S sind etwa gleich groß und das Spiel besitzt koedukativen Charakter. Die Technik des Spiels ist leicht zu erlernen und bedarf auch keiner allzu großen Kenntnisse bei der Fehlerkorrektur (Regeln/Technik).
Wie oben bereits erwähnt, ließen sich für Ultimate Frisbee relativ unkomplizierte Übungen und Spiellehrgänge zusammenstellen, die auch von S gut zu vermitteln sind. Das Spielreihenkonzept ist für dieses Spiel besonders geeignet und soll den S helfen, ihre Mitschüler schrittweise (innerhalb von zwei Doppelstunden) an das Zielspiel heranzuführen. Zur Methode des spielgemäßen Lernens im Ultimate Frisbee schreibt ‚New Games – Frisbeesport’: „Die Elemente des Ultimate Frisbee sind alle eng miteinander verbunden, so dass manche Übungen Fertigkeiten und Fähigkeiten viel komplexer vermitteln, als man annimmt. Dies wiederum birgt die Möglichkeit schnell zum Spielen zu gelangen, da die einzelnen Elemente nicht besonders differenziert werden müssen.“ (New Games – Frisbeesport 2006, letzter Absatz)
Die Forderungen der S, möglichst gleich das ‚richtige’ Ultimate Frisbee – also das Zielspiel – zu spielen, hielt sich sehr in Grenzen. Die vorgeschalteten kleinen Spiele wurden akzeptiert, da das Zielspiel in der Regel noch nicht bekannt war. Im Regelwerk wird auf den „Spirit Of The Game“ – eine hohe Selbstverantwortung und Fairness bezüglich der Regeleinhaltung – verwiesen, denn es gibt im Ulitmate Frisbee keinen Schiedsrichter. Da meine Arbeit schwerpunktmäßig den Aspekt der Verantwortungsübernahme behandelt, erscheint mir das Spiel auch in dieser Hinsicht als sehr geeignet und bietet sich für die im Lehrplan zum Themenbereich „Mit dem Partner und in Mannschaften spielen“ geforderten Zielperspektiven in hohem Maße an.
Vorwort: Einleitung in die pädagogische Relevanz von Selbst- und Sozialkompetenzen sowie die Chancen bewegungsorientierter Unterrichtsformen.
1. Problemstellung: Herleitung der Arbeit aus schulpraktischen Modulen und die Definition der zentralen Forschungsfragen zur Verantwortungsübernahme.
2. Unterrichtspraxis: Darstellung des Lernumfelds, der methodischen Entscheidungen und des konkreten Aufbaus der Unterrichtseinheit mit schülergeleiteten Anteilen.
3. Evaluation und persönliches Resümee: Analyse der durchgeführten Beobachtungen, Gespräche und Fragebögen sowie eine abschließende Reflexion über die Methodenwahl.
Schüler unterrichten Schüler, Ultimate Frisbee, Sportunterricht, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Eigenverantwortung, offener Unterricht, Kooperatives Lernen, Reflexion, Sportdidaktik, Schülerfeedback, Teamfähigkeit, Unterrichtsbeobachtung, Schülermotivation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit im Fach Sport, bei der Schüler selbst die Rolle des Lehrenden übernehmen.
Im Zentrum stehen die Förderung von Selbst- und Sozialkompetenz, die Umsetzung offener Unterrichtsformen und die Vermittlung des Spiels 'Ultimate Frisbee'.
Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Schüler durch die Übertragung von Lehraufgaben in ihrer persönlichen Entwicklung und Handlungskompetenz gestärkt werden können.
Es werden qualitative Methoden wie Unterrichtsbeobachtungen, geführte Unterrichtsgespräche und Schüler-Fragebögen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodisch-didaktische Planung der Unterrichtspraxis und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse aus der Sicht der Lehrkraft und der Schüler.
Besonders prägend sind Begriffe wie 'Eigenverantwortung', 'Perspektivenwechsel', 'selbstgesteuertes Lernen' und 'Metakognition'.
Die Sportart eignet sich aufgrund der hohen Motivation, des koedukativen Charakters und der unkomplizierten Regelerlernbarkeit ideal für Schüler-Lehrteams.
Die Schüler zeigten anfänglich Unsicherheit, entwickelten aber im Verlauf Stolz auf das Erreichte und eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit über ihre Rolle.
Der 'Spirit Of The Game' unterstreicht die Notwendigkeit von Fairness und Selbstverantwortung, da das Spiel ohne Schiedsrichter auskommt und somit das zentrale Thema der Verantwortungsübernahme stützt.
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