Diplomarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Entwicklung von Qualitätskriterien für das E-Learning
1. Der emanzipatorische Medienansatz als Basis der Qualitätsanalyse
2. Der lerntheoretische Kontext als maßgebliche Determinante der Qualitätsanalyse
3. Lerntheoretische Grundlagen für die Qualitätsanalyse
3.1 E-Learning im Spannungsfeld unterschiedlicher erkenntnistheoretischer Grundströmungen
3.1.1 Behaviorismus und Kognitivismus als objektivistische Ansätze
3.1.2 Konstruktivismus als subjektivistischer Ansatz
3.2 Grundaussagen der lerntheoretischen Ansätze und hieraus abzuleitende Qualitätsimplikationen
3.2.1 Behaviorismus
3.2.2 Kognitivismus
3.2.3 Konstruktivismus
3.3 Unterschiedliche Eignung der Lerntheorien als Fundierungsparadigma für E-Learning-Konzeptionen
3.3.1 Behaviorismus
3.3.2 Kognitivismus
3.3.3 Konstruktivismus
III. Einordnung der E-Learning-Konzeption ‚Investmentzertifikate’ in den lerntheoretischen Kontext
1. Die Makrostruktur der E-Learning-Konzeption ‚Investmentzertifikate’
2. Die Mikrostruktur der E-Learning-Konzeption ‚Investmentzertifikate’
2.1 Analyse des Moduls ‚Grundlagen des Investmentgeschäfts’ (Modul eins)
2.2 Analyse des Moduls ‚Arten von Investmentfonds’’ (Modul zwei)
2.3 Analyse des Moduls ‚Wertermittlung des Anteilspreises’ (Modul drei)
2.4 Analyse des Moduls ‚Cost Averaging’ (Modul vier)
2.5 Analyse des Moduls ‚Risiken von Investmentzertifikaten’ (Modul fünf)
2.6 Analyse des Moduls ‚Vor- und Nachteile des Investmentsparens’ (Modul sechs)
2.7 Fazit
IV. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche spezifisch pädagogischen Qualitätskriterien E-Learning-Systeme jenseits der technologischen Ebene erfüllen müssen, um ihr Potenzial als effizientes Lernwerkzeug an berufsbildenden Schulen zu entfalten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich unterschiedliche lerntheoretische Paradigmen — Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus — auf die Konzeption und Evaluation von E-Learning-Arrangements auswirken und inwieweit ein konkretes Praxisbeispiel diesen Kriterien gerecht wird.
3.1.1 Behaviorismus und Kognitivismus als objektivistische Ansätze
Trotz vielfältiger Unterschiede zwischen behavioristischen und kognitivistischen Lerntheorien stellt die in der traditionellen Pädagogik lange Zeit dominierende erkenntnistheoretische Position des Objektivismus die Basisauffassung beider Paradigmen dar. Der Kerngedanke besteht darin, dass Wissen extern und vollkommen unabhängig vom Bewusstsein des lernenden Individuums in Objekten existiert, die je nach behavioristischer Auffassung durch eine adäquate Konstruktion von rein äußeren Lernanreizen oder nach kognitivistischer Überzeugung durch eine auf die subjektiven Erfahrungsstrukturen des Lerners abgestimmte lernzielorientierte Gestaltung der Lernsituation möglichst deckungsgleich in das Gedächtnis des Lernenden eingeprägt werden sollen.
Behavioristische und kognitivistische Ansätze beziehen sich also in ihrer wissenschaftstheoretischen Reflexion vor allem auf zwei zentrale Elemente der objektivistischen Perspektive. Zum einen knüpfen sie an die oben bereits angedeutete Hypothese der Objektivisten an, dass Wissen extern und völlig unabhängig vom jeweils lernenden Subjekt existiere und damit letztlich einen für alle Menschen identischen universellen Geltungscharakter besitze.
Zum anderen wird der aus dieser originär erkenntnistheoretischen Annahme abgeleitete objektivistische Absolutheitsanspruch übernommen, nach dem das Wissen und die darin zugrunde liegenden Objekte als objektiv und ohne jegliche Einschränkung entweder als wahr oder falsch identifiziert werden können, was sich sowohl den Lehrenden als auch den Lernenden gleicherweise erschließe. Etwaige Abweichungen im Vorverständnis oder unterschiedliche Erfahrungen des lernenden Individuums bezüglich des zu erwerbenden, in seiner Aussagekraft eindeutig spezifizierbaren Lernstoffs werden als Missverständnis oder halbwertiges Verständnis interpretiert. Als Ziel des Lernens versteht man aus objektivistischer Perspektive demzufolge einen Duplizierungsvorgang, wonach das universell gültige externale Wissen, welches die objektivistische Denkhaltung als eindeutige und unmissverständliche Realität begreift, in möglichst kongruente internale Strukturen des Lerners zu transferieren bzw. abzubilden ist.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Strukturwandel durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien und fragt nach deren didaktischem Mehrwert für schulische Lernprozesse.
II. Entwicklung von Qualitätskriterien für das E-Learning: Dieses Kapitel analysiert behavioristische, kognitivistische und konstruktivistische Lerntheorien als Fundament für die Gestaltung und Bewertung von E-Learning-Architekturen.
III. Einordnung der E-Learning-Konzeption ‚Investmentzertifikate’ in den lerntheoretischen Kontext: Hier erfolgt eine praktische Evaluation des E-Learning-Kurses ‚Investmentzertifikate’ anhand der erarbeiteten Qualitätskriterien.
IV. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Lerntheorien für den schulischen E-Learning-Einsatz im Kontext des untersuchten Praxisbeispiels.
E-Learning, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Programmierten Instruktion, Situierte Lernumgebungen, Didaktik, Lernzieltaxonomie, Investmentzertifikate, Medienpädagogik, Wissenserwerb, Qualitätskriterien, Berufsschule, Instruktionsdesign, Selbstgesteuertes Lernen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität von E-Learning-Systemen im schulischen Kontext und untersucht, welche pädagogischen Kriterien für eine effektive Gestaltung entscheidend sind.
Die zentralen Themen sind die lerntheoretischen Grundlagen des E-Learnings (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus), die Einordnung in das 3C-Komponenten-Modell sowie die Evaluation eines konkreten E-Learning-Kurses.
Das primäre Ziel ist es, lerntheoretisch fundierte Qualitätskriterien für computergestützte Lernarrangements abzuleiten und diese exemplarisch an einer beruflichen Lernkonzeption zu prüfen.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung von Qualitätskriterien durch Literaturanalyse der lerntheoretischen Ansätze, gefolgt von einer anwendungsbezogenen Evaluierung (Fallstudie) eines E-Learning-Kurses.
Der Hauptteil befasst sich ausführlich mit der Analyse der drei Lerntheorien, ihren spezifischen Menschenbildern, erkenntnistheoretischen Annahmen und deren Umsetzung in mediendidaktische Konzepte sowie der detaillierten Mikrostrukturanalyse des Kurses ‚Investmentzertifikate’.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, E-Learning, didaktisches Design und berufsbildende Schulen geprägt.
Der Autor ordnet den Kurs primär als behavioristisch ein und sieht den Einsatz für deklaratives Wissen als geeignet an, kritisiert jedoch die fehlende Nutzung moderner kognitivistischer oder konstruktivistischer Ansätze zur Förderung höherwertiger Lernziele.
Das Forum dient als konstruktivistisches Element, um durch provokante Thesen ein kommunikatives Aushandeln von Wissen zwischen den Schülern anzuregen und somit die starre behavioristische Struktur des Kurses punktuell aufzubrechen.
Die Arbeit betont, insbesondere im kognitivistischen und konstruktivistischen Teil, dass neues Wissen nur durch Anknüpfung an vorhandene kognitive Strukturen nachhaltig gelernt werden kann, weshalb Lernumgebungen das Vorwissen der heterogenen Schülerklientel berücksichtigen sollten.
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