Magisterarbeit, 2006
205 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Das Internet als Kinder-Medium
2.1 Internet und World Wide Web als Medien für die Masse
2.1.1 Internet
2.1.2 World Wide Web
2.2 Kindes- und Kindheitsbegriff aus interdisziplinärer Perspektive
2.3 Angebote für Kinder im World Wide Web
2.3.1 Anbieter
2.3.2 Inhalte
2.3.3 Ökonomische Rahmenbedingungen
2.4 Sicherheitsaspekte der Internetnutzung
2.5 Rechtliche Aspekte zum Jugendschutz im Internet
2.6 Medien- und Internetkompetenz als gesellschaftliche Ziele
3 Determinanten der Websitegestaltung für Kinder
3.1 Allgemeine Gestaltungskriterien für Websites
3.1.1 Kompatibilität
3.1.2 Seiten-Design
3.1.3 Inhalte-Design
3.1.4 Informationsarchitektur und Navigationselemente
3.2 Die Internetnutzung von Kindern
3.2.1 Verfügbarkeit und Nutzung
3.2.2 Grundqualifikationen und Nutzungshürden
3.2.3 Onlineaktivitäten
3.2.4 Auswahlstrategien für Websites
3.2.5 Präferierte Websites
3.2.6 Erwartungen an die Seitengestaltung
3.2.7 Inhalte, Kommunikation, Interaktion, Partizipation
3.2.8 Navigations- und Orientierungsverhalten
3.2.9 Umgang mit Werbung und Datenabfragen
3.3 Implikationen entwicklungspsychologischer Aspekte
3.3.1 Wahrnehmung und Psychomotorik
3.3.2 Kognitive Entwicklung
3.3.3 Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit
3.3.4 Sprachentwicklung
4 Analyse von Kinderwebsites
4.1 Beschreibung der Analysemethode
4.1.1 Inhaltsanalyse
4.1.2 Besonderheiten bei der Analyse von Hypertextangeboten
4.1.3 Anwendung zur Evaluation von Kinderseiten
4.2 Auswahl des Untersuchungsmaterials
4.2.1 Auswahlmethodik
4.2.2 Volkswagen-Kinderleicht.de
4.2.3 Toggo.de
4.2.4 Internauten.de
4.2.5 Sowieso.de
4.3 Pretest und Datenerhebung
4.4 Ergebnisse der Analyse
4.4.1 Nutzungshemmnisse
4.4.2 Kindgerechte Aufmachung
4.4.3 Lesbarkeit und Verständlichkeit
4.4.4 Einsatz von Multimedia
4.4.5 Werbung und Datenabfragen
4.4.6 Informationsarchitektur und Navigation
4.4.7 Offerierte Inhalte
4.4.8 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, vier beispielhaft ausgewählte Kinderwebsites hinsichtlich ihrer Eignung für die Zielgruppe "Kinder" inhaltsanalytisch zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Evaluationskriterien, die aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Web-Usability, Internetnutzung von Kindern und entwicklungspsychologischen Aspekten abgeleitet werden, um die Qualität dieser Online-Angebote systematisch zu bewerten und Optimierungspotenziale aufzudecken.
3.1.2 Seiten-Design
Zur Gliederung des Themenfeldes benutzt NIELSEN (2001) drei Dimensionen von Webdesign. Während das Seiten-Design die äußere visuelle Gestaltung von Webseiten bezeichnet, steht beim Inhalte-Design die Darbietung der Seiteninhalte im Vordergrund. Die Informationsarchitektur befasst sich schließlich mit der Strukturierung und Anordnung dieser Inhalte innerhalb der Website und den Navigationsmöglichkeiten.
Zu den wichtigsten Kriterien des Seiten-Designs gehört die Berücksichtigung der Ladezeit. Experimente haben gezeigt, dass lange Antwortzeiten von Websites mit zunehmender Unzufriedenheit, sinkendem Interesse der Nutzer und einer Zunahme das Bailouts (Anteil der Nutzer, die den Ladeprozess abbrechen) einhergehen (VGL. SELVIDGE 1999; BAILEY 2001B; NIELSEN 2001:42-44,48; KOYANL, BALLEY & NALL 2003:16). NIELSEN (2001) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Verzögerungen von bis zu einer Sekunde die Gedankengänge der Nutzer nicht unterbrechen und daher als Optimum angesehen werden können. Bei einer Dauer von mehr als 10 Sekunden wird hingegen die Aufmerksamkeit der Besucher abgelenkt und sie wenden sich anderen Aufgaben zu. Daher sollten Websites so gestaltet sein, dass sie auch mit den noch weit verbreiteten analogen Internetanschlüssen (VGL. GOLEM.DE 2006) innerhalb dieser Zeitspanne angezeigt werden können. Daraus resultiert eine maximale Seitengröße von etwa 34 Kilobyte (VGL. EBD.:48 F.). Insbesondere der sparsame Gebrauch von Grafiken und Animationen ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Für die Gestaltung von Kinderseiten ergibt sich daraus ein Konflikt. Denn einerseits präferieren Kinder, wie noch verdeutlicht wird, grafisch aufwändig gestaltete Websites.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz von Medienkompetenz und Einleitung in die Forschungsfragen der Arbeit.
2 Das Internet als Kinder-Medium: Theoretische Grundlegung zu den Technologien Internet und World Wide Web sowie ein Überblick über die Akteurslandschaft und Sicherheitsaspekte bei Kinderseiten.
3 Determinanten der Websitegestaltung für Kinder: Wissenschaftliche Ableitung von Gestaltungskriterien basierend auf Usability-Standards, empirischen Studien zur kindlichen Internetnutzung und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen.
4 Analyse von Kinderwebsites: Beschreibung der angewandten Inhaltsanalyse, der Materialauswahl und detaillierte Präsentation der Untersuchungsergebnisse für vier ausgewählte Kinderseiten.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse hinsichtlich der Eignung der untersuchten Websites für Kinder sowie Diskussion von Verbesserungspotenzialen und zukünftigem Forschungsbedarf.
Kinderwebsites, Internet, World Wide Web, Usability, Medienkompetenz, Websitegestaltung, Inhaltsanalyse, kindgerechte Aufmachung, Navigation, Entwicklungspsychologie, Online-Sicherheit, Internetnutzung, Wissensgesellschaft, Informationsarchitektur, Evaluation.
Die Arbeit untersucht, inwieweit aktuelle Kinder-Websites den spezifischen Anforderungen und Fähigkeiten ihrer Zielgruppe entsprechen und qualitativ sinnvoll gestaltet sind.
Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Ansätze mit Erkenntnissen der Usability-Forschung, der Medienwissenschaft sowie der Entwicklungspsychologie, um Gestaltungskriterien für Kinderangebote im Web zu definieren.
Das primäre Ziel ist die Evaluation von vier erfolgreichen Kinderwebsites mittels einer inhaltsanalytischen Methode, um deren Eignung zu prüfen und daraus allgemeine Optimierungsempfehlungen abzuleiten.
Es kommt die Methode der sozialwissenschaftlichen Inhaltsanalyse zum Einsatz, wobei ein standardisiertes Codebuch zur Datenerhebung genutzt wurde.
Der Hauptteil erörtert allgemeine Webdesign-Prinzipien, das kindliche Nutzungsverhalten, die Rolle der Eltern und Pädagogen sowie entwicklungspsychologische Faktoren, die bei der Gestaltung von Kinderseiten zwingend beachtet werden müssen.
Besonders prägend sind Begriffe wie "Medienkompetenz", "Usability", "kindgerechte Gestaltung" und "Informationsarchitektur".
Die Auswahl erfolgte bewusst, um vier prominente Vertreter unterschiedlicher Anbietertypen (wirtschaftsorientiert, öffentlich-rechtlich, nicht-profit und privat) zu evaluieren.
Laut der Studie ist Kindgerechtigkeit nicht nur eine Frage der bunten Optik, sondern eine komplexe Anforderung an Navigation, Lesbarkeit und Informationsarchitektur, um Kinder nicht zu überfordern.
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