Diplomarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2. Theorie der Aktiengesellschaft und ihrer Eigentümerstruktur
2.1 Rechtlicher Rahmen der Aktiengesellschaft
2.1.1 Organe der Aktiengesellschaft
2.1.2 Entwicklung des Aktienrechts
2.2 Rechtsstellung des Aktionärs in der AG
2.2.1 Vermögensrechte
2.2.2 Herrschaftsrechte
2.2.3 Informationsrechte
2.2.4 Pflichten des Aktionärs
2.2.5 Aktiengattungen
2.2.6 Gleichbehandlungsgrundsatz
2.3 Arten von Anteilseignern
2.3.1 Publikumsaktionäre
2.3.2 Paketaktionäre
2.4 Charakter der Eigentümerstrukturen in Deutschland
2.4.1 Ergebnisse empirischer Studien zu deutschen Eigentümerstrukturen
2.4.2 Ursachen der Entwicklung der Eigentümerstrukturen in Deutschland
2.4.3 Divergenz von Stimm- und Kapitalanteil durch Pyramidenbildung
3. Deskriptive Statistik
3.1 Technische Übersicht
3.1.1 Sampleauswahl
3.1.2 Datenbasis
3.1.3 Bestimmung der Stimmrechts- und Kapitalanteile
3.1.4 Definition weiterer Variablen
3.2 Deskriptive Ergebnisse
3.2.1 Überblick über die Eigentümerstruktur im Zeitverlauf
3.2.2 Entwicklung der Stimmrechtsanteile und Anteilskonzentration
3.2.3 Identität des größten Paketaktionärs
3.3 Robustheitstest
4. Theoretische Verknüpfung von Eigentümerstruktur und Unternehmenserfolg
4.1 Analyse der Konflikte zwischen den Akteuren
4.1.1 Agencytheoretische Beziehung zwischen Management und Aktionären
4.1.2 Agencytheoretisches Verhältnis zwischen Aktionären
4.2 Instrumente zur Reduzierung der Konflikte
4.2.1 Direkte Kontrolle durch den einzelnen Aktionär
4.2.2 Rationale Apathie der Aktionäre
4.2.3 Weitere disziplinierende Mechanismen
4.3 Auswirkung eines Paketaktionärs auf den Unternehmenswert
4.3.1 Differenzierung der Paketaktionäre
4.3.2 Interessenskonvergenzhypothese
4.3.3 Ausbeutungshypothese
4.3.4 Nichtlinearitätshypothese
4.3.5 Die Auswirkung mehrerer Paketaktionäre
4.3.6 Kontrolle bei Divergenz von Stimm- und Kapitalanteil
4.4 Kontrollanreize und Kontrollpotentiale unterschiedlicher Paketanleger
4.4.1 Finanzinvestoren
4.4.2 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
4.4.3 Staat
4.4.4 Private Investoren
4.4.5 Ausländischer Investor
4.4.6 Management
4.5 Herleitung der Hypothesen
4.5.1 Relevanz der Anteilskonzentration
4.5.2 Relevanz der Anteilshöhe
4.5.3 Relevanz der Divergenz von Stimm- und Kapitalanteilen
4.5.4 Relevanz der Aktionärsidentität
5. Ökonometrische Untersuchung der Stichprobe
5.1 Technische Übersicht
5.1.1 Samplebasis
5.1.2 Definition des Erfolgsmaßes
5.1.3 Unabhängige Variablen
5.1.4 Kontrollvariablen
5.1.5 Korrelationskoeffizientenmatrix
5.2 Hypothesenüberprüfung mittels multivariater Regressionsanalyse
5.2.1 Relevanz der Anteilskonzentration
5.2.2 Relevanz der Stimmanteilshöhe
5.2.3 Relevanz der Divergenz von Stimm- und Kapitalanteilen
5.2.4 Relevanz der Identität des Hauptaktionärs
5.3 Robustheitstest
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Einfluss der Eigentümerstruktur deutscher Aktiengesellschaften auf den Unternehmenserfolg. Das primäre Ziel besteht darin, den Stand der Forschung durch eine umfassende Datenerhebung über einen Zeitraum von zehn Jahren zu aktualisieren und mittels einer ökonometrischen Analyse zu überprüfen, ob sich die in bisherigen Studien konstatierte Zunahme der Anteilskonzentration fortgesetzt hat und welche Auswirkungen unterschiedliche Eigentümerstrukturen auf den Marktwert von Unternehmen haben.
4.1 Analyse der Konflikte zwischen den Akteuren
Spätestens seit dem grundlegenden Werk von Berle/Means (1932) ist allgemein anerkannt, dass die Übertragung der Unternehmensführung von den Anteilseignern auf ein externes Management die Effizienz der AG durch das sog. Agency-Problem schmälert. Unter dieser Problematik ist der Interessenskonflikt zwischen Auftraggebern (Aktionären) und Delegierten (Managern) zu verstehen. Sehen sich die Manager keinerlei Kontrolle ausgesetzt, werden sie versuchen, durch opportunistisches Verhalten ihren eigenen Nutzen zu maximieren, was den Zahlungsstrom an die Aktionäre reduzieren kann. Diese Tatsache macht die Kontrolle der Unternehmensführung durch ihre Auftraggeber erforderlich.
Daher sollen im Folgenden anhand der Principal-Agent-Theorie (PAT) potentielle Konflikte sowie möglichen Lösungswege erläutert werden. Diese Theorie erscheint für die Betrachtung des Problems geeignet, da sie die Handlungen einzelner Individuen und nicht nur die des Unternehmens an sich berücksichtigt.
In einer Welt mit perfekten Informationen würden die Delegation solcher Verfügungsrechte zur Bildung wohlstandsmaximierender Strukturen der Arbeitsteilung/Spezialisierung bzw. des Tausches/der Abstimmung führen, in denen niemand einen Anreiz für vertragsabweichendes Verhalten hätte. Die PAT bezeichnet diesen Zustand als die First-best-Lösung. In der Realität entstehen jedoch durch Informationsasymmetrien, beschränkte Rationalität und individuelle Nutzenmaximierung, Verhaltensprobleme und Konflikte in der Beziehung zwischen Principal und Agent. Diese Konflikte versucht die PAT zu lösen bzw. zu mildern, um einen Second-best-Lösung zu erreichen. Die Differenz zwischen den Ergebnissen dieser beiden Lösungsszenarien wird als Agency-Kosten bezeichnet.
Die potentiellen Konflikte zwischen Principal und Agent lassen sich in vor- und nachvertragliche Agency-Probleme unterteilen, dabei wird nachfolgend stets von einer Benachteiligung des Principals durch Handlungen des Agents ausgegangen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Trennung von Eigentum und Verfügungsmacht in Aktiengesellschaften ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Stand der Forschung zu deutschen Eigentümerstrukturen mittels einer umfassenden Datenanalyse zu aktualisieren.
2. Theorie der Aktiengesellschaft und ihrer Eigentümerstruktur: Das Kapitel vermittelt die rechtlichen Grundlagen der AG und differenziert zwischen verschiedenen Aktionärstypen sowie Eigentümerstrukturen, um ein theoretisches Fundament für die Untersuchung zu schaffen.
3. Deskriptive Statistik: Hier wird der Forschungsstand anhand einer eigenen Stichprobe über den Zeitraum von zehn Jahren aktualisiert, wobei insbesondere die Entwicklung von Anteilsbesitz, Stimmrechtskonzentration und das Auftreten von Pyramidenstrukturen dargestellt werden.
4. Theoretische Verknüpfung von Eigentümerstruktur und Unternehmenserfolg: Dieses Kapitel erörtert die agencytheoretischen Konflikte zwischen den Akteuren und leitet Hypothesen her, wie sich die Eigentümerstruktur (Anteilsbesitz, Identität der Aktionäre) auf den Unternehmenserfolg auswirken könnte.
5. Ökonometrische Untersuchung der Stichprobe: Der empirische Teil der Arbeit, in dem die in Kapitel 4 entwickelten Hypothesen auf Basis der Stichprobe mittels multivariater Regressionen statistisch überprüft und robustheitsgetestet werden.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der empirischen Ergebnisse, ordnet diese in den Kontext bisheriger Forschung ein und gibt Anregungen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Aktiengesellschaft, Eigentümerstruktur, Unternehmensführung, Principal-Agent-Theorie, Anteilskonzentration, Unternehmenserfolg, Stimmrechte, Kapitalanteile, Paketaktionäre, Publikumsaktionäre, Corporate Governance, Agency-Kosten, Regressionsanalyse, Kapitalmarkt, Minderheitenschutz.
Die Arbeit analysiert die Eigentümerstruktur deutscher Aktiengesellschaften und deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung der agencytheoretischen Perspektive.
Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur der AG, die empirische Entwicklung der Anteilsverteilung über zehn Jahre, die ökonomischen Interessen von Groß- und Kleinaktionären sowie die statistische Verknüpfung von Eigentümerstrukturen mit dem Unternehmenserfolg.
Das Ziel ist die Aktualisierung des Forschungsstands zur Eigentümerstruktur in Deutschland durch eine umfassende Datenerhebung und die Beantwortung der Frage, wie sich unterschiedliche Eigentümerstrukturen (z.B. Anteilskonzentration, Aktionärsidentität) auf den Marktwert auswirken.
Es wird ein methodischer Mix aus theoretischer Analyse auf Basis der Principal-Agent-Theorie und einem empirischen Teil verwendet, der eine deskriptive Statistik sowie multivariate Regressionsanalysen umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Interessenskonflikte (Principal-Agent-Konflikt, rationale Apathie) und die darauf aufbauende empirische Untersuchung mittels Regressionsmodellen unter Einbeziehung von Kontrollvariablen.
Die Untersuchung lässt sich vor allem durch die Begriffe Corporate Governance, Eigentümerstruktur, Anteilskonzentration und Unternehmenserfolg beschreiben.
Pyramidenstrukturen werden als Anomalie betrachtet, die eine Divergenz zwischen Stimm- und Kapitalanteilen erzeugt; ihre Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg werden spezifisch als Variable in das Regressionsmodell aufgenommen.
Finanzinvestoren werden als Gruppe mit komparativem Kontrollvorteil definiert, bei der jedoch potenzielle Interessenskonflikte durch vielfältige Geschäftsbeziehungen zum Beteiligungsunternehmen bestehen können.
Tobin’s Q wurde verwendet, um zu prüfen, ob die Ergebnisse des Hauptmodells (das auf Renditekennzahlen basiert) stabil bleiben, wenn ein in der Literatur weit verbreitetes, wertbasiertes Erfolgsmaß eingesetzt wird.
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