Bachelorarbeit, 2006
53 Seiten, Note: 90%
1. Grundlegung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Ziel der Ausarbeitung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Prämissen und Einschränkungen
2. Interne Revision und Pre-Implementation-Audit
2.1 Definition der Internen Revision
2.2 Aufgabenfeld der Internen Revision
2.3 Pre-Implementation-Audit
2.3.1 Definition
2.3.2 Wirtschaftliche Bedeutung
2.3.3 Grenzen des Pre-Implementaton-Audit
3. Generische Konzeption des Pre-Implementation-Audit in Kreditinstituten
3.1 Prozessmodell
3.2 Projektidentifizierung
3.3 Bewertung
3.4 Gespräch
3.5 Prüfungsauftrag
3.6 Prüfung
3.6.1 Projektrisiken
3.6.2 Prüfungsvorbereitung
3.6.3 Prüfungshilfsmittel
3.6.4 Prüfungsdurchführung
3.7 Bericht
3.8 Follow-Up
4. Anwendung im Praxisfall
4.1 Voraussetzungen
4.2 Prüfungsvorbereitung
4.3 Prüfungsdurchführung
4.4 Berichterstattung und Follow-Up
5. Zusammenfassung
5.1 Fazit
5.2 Perspektive
Ziel der Bachelor-Thesis ist die Erarbeitung einer Konzeption für den optimalen Einsatz einer projektbegleitenden Prüfung (Pre-Implementation-Audit) in Kreditinstituten, um ex-ante Risiken zu identifizieren und die Geschäftsführung bei der Steuerung von Projekten zu unterstützen.
3.6.1. Projektrisiken
Um die Gefahr eines Projektscheiterns zu mindern und den Erfolg der Projektarbeit positiv zu beeinflussen muss die Interne Revision im Rahmen des Pre-Implementation-Audit die Projektrisiken identifizieren, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen vorschlagen. Die Risikobereiche eines Projektes lassen sich wie folgt strukturieren: Zeit, Qualität, Personen, Finanzen.
Ein Risiko im zeitlichen Bereich ist die unzureichende Planung, sowie Kontrolle und Steuerung. In diesem Zusammenhang fehlt oft die Anpassungsfähigkeit an veränderte Verhältnisse. Eine fehlende oder falsche Aufwandsschätzung stellt ein großes Risiko für den kompletten zeitlichen Projektablauf dar. In die Zeitplanung sind nötige Puffer, sowie mögliche Alternativrichtungen einzuplanen. Zudem führt mangelnde Produktivität der Projektteilnehmer auch bei einer erfolgten Planung zu dem zeitlichen Ruin. Für alle Projektphasen sind inhaltliche und terminliche Meilensteine zu definieren anhand welcher eine effiziente Projektsteuerung möglich ist. Der Risikobereich Zeit ist durch die Interne Revision im Rahmen ihrer Prüfung zu bewerten und zu beeinflussen. Dem Projektleiter sind mögliche Ansatzpunkte mitzuteilen. Durch eine konsequente Planung, Kontrolle und Steuerung des Ablaufes kann das Risiko „Zeit“ vermindert oder eliminiert werden.
Risiken im qualitativen Bereich lassen sich wie folgt quantifizieren. Eine unpräzise Definition des Projektinhaltes kann zu einer kompletten Verfehlung des eigentlichen Zieles führen. Auf eine klare Auftragsstellung ist somit zu Beginn der Projektarbeit zu achten. Eine ineffiziente Prozessdurchführung innerhalb der Projektarbeit kann zu einem Scheitern des Projektes führen. Durch ein effizientes Qualitätsmanagement sollte dieses Risiko ausgeschaltet werden. Eine weitere wichtige Prämisse ist die ausreichende Einbindung der zukünftigen Nutzer. Wichtige Querinformationen und Ansätze sind durch die Mitarbeiter aus der Praxis sicherzustellen. Ebenso stellen die falsche Prioritätensetzung der Qualität sowie eine nicht ausreichende Planung weitere Risiken in diesem Bereich dar. So wurden beispielsweise in der Planungsphase wichtige Entscheidungen aus Kostengesichtspunkten aber nicht hinsichtlich des Kriteriums „Qualität“ getroffen. Abstriche in der Qualitätssicherung können sich negativ auf den Projekterfolg auswirken. Die Interne Revision hat die ausreichende Berücksichtigung der qualitätsrelevanten Aktivitäten im Rahmen der Projektentwicklung zu bewerten und gegebenenfalls zu beanstanden. Weiter hat die Interne Revision festzustellen, ob das Qualitätsmanagement wirtschaftlich, zweckmäßig und sicher abgewickelt wird.
1. Grundlegung: Einleitung in das Thema, Darstellung der wirtschaftlichen Zwänge und der Bedeutung der Internen Revision sowie die Definition der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2. Interne Revision und Pre-Implementation-Audit: Definition der Internen Revision, deren Aufgabenfelder und die Einordnung der projektbegleitenden Prüfung als spezielle Dienstleistung.
3. Generische Konzeption des Pre-Implementation-Audit in Kreditinstituten: Detaillierte Darstellung des Prozessmodells, von der Projektidentifizierung über die Bewertung und Prüfung bis hin zum Follow-Up.
4. Anwendung im Praxisfall: Anwendung der theoretischen Konzeption auf ein beispielhaftes Wertpapierprojekt eines genossenschaftlichen Kreditinstituts.
5. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Arbeit mit einem Fazit zur Notwendigkeit der risikoorientierten Prüfung sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Pre-Implementation-Audit, Interne Revision, Kreditinstitute, MaRisk, Risikomanagement, Projektbegleitung, ex-ante Prüfung, Projektidentifizierung, Prozessmodell, Prüfungsauftrag, Qualitätssicherung, Unternehmensrisiken.
Die Arbeit behandelt die Konzeption und den Einsatz der projektbegleitenden Prüfung, das sogenannte Pre-Implementation-Audit, innerhalb der Internen Revision von Kreditinstituten.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Risikomanagement bei Projektarbeiten, regulatorische Anforderungen (insb. MaRisk) sowie die methodische Unterstützung durch die Interne Revision während der Laufzeit von Projekten.
Das Ziel ist es, ein generisches Konzept zu erstellen, mit dem die Interne Revision Risiken in Projekten frühzeitig (ex-ante) identifizieren, bewerten und deren Behebung begleiten kann.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu bankbetriebswirtschaftlichen Themen und regulatorischen Vorgaben, kombiniert mit einer modellhaften Vorgehensbeschreibung und einem praktischen Anwendungsbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Internen Revision und des Pre-Implementation-Audit sowie eine detaillierte Erarbeitung des generischen Prozessmodells für Banken.
Pre-Implementation-Audit, Risikomanagement, Interne Revision, MaRisk, Projektbegleitung und Kreditinstitute.
Die Bayes-Regel dient als mathematische Entscheidungshilfe, um durch die Gewichtung verschiedener Risikokriterien mit subjektiven Eintrittswahrscheinlichkeiten eine objektive Entscheidungsgrundlage für den notwendigen Umfang der Revisionsbegleitung zu erhalten.
Das Beispielprojekt weist aufgrund des hohen Risikopotenzials im Wertpapiergeschäft und potenzieller rechtlicher Konsequenzen bei Fehlern eine hohe Risikoeinstufung auf, was eine vollumfängliche projektbegleitende Prüfung durch die Interne Revision erforderlich macht.
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