Examensarbeit, 2001
77 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
EINLEITUNG
TEIL A: EINFÜHRUNG IN DIE FILMANALYSE
1. MISE EN SCENE
1.1 DIE BILDKOMPOSITION
1.2 .KAMERA
1.2.1 DIE AUFNAHME-DISTANZ
1.2.2 BILDSCHÄRFE
1.2.3. DIE PERSPEKTIVE
1.2.4 KAMERABEWEGUNG
1.3 TIEFENWAHRNEHMUNG
2 DAS NARRATIVE IM FILM
2.1 DIE DRAMATURGISCHE EBENE
2.2 DIE ERZÄHLEBENE
2.2.1 DER AUKTORIALE ERZÄHLER
2.2.2 DER PERSONALE ERZÄHLER
2.2.3 DER ICH-ERZÄHLER
2.3 DIE MONTAGE
2.3.1 ZEITRAFFUNG UND ZEITDEHNUNG
2.3.2 GLEICHZEITIGKEIT
2.3.3 DER UNSICHTBARE SCHNITT
2.3.4 MONTAGE-KATEGORIEN
2.3.4.1 DER SCHÖPFERISCHE SCHNITT
2.3.4.2 DER ASSOZIATIVE SCHNITT
2.3.4.3 DER METAPHORISCHE SCHNITT
2.3.4.4 DER INTELEKTUELLE SCHNITT
2.3.4.5 DER SUBJEKTIVE SCHNITT
3 FILMGENRES
TEIL B: ANALYSE AUSGEWÄHLTER PRIMÄRLITERATUR
1 DER MEDIENVERBUND
2 AUSWIRKUNGEN AUF DAS LESEVERHALTEN
3 SELEKTIVE REZEPTIONSFORMEN
4 DER WANDEL DER KINDER- UND JUGENDLITERATUR
5 FILMISCHE STRUKTUREN IN DER JUGENDLITERATUR
5.1 ANALYSEKRITERIEN
5.2 ANALYSE „HARRY POTTER UND DER STEIN DER WEISEN“
5.2.1 INHALTSANGABE
5.2.2 FILMSTRUKTUREN
5.3 ANALYSE „CLUB DER TOTEN DICHTER“
5.3.1 INHALTSANGABE
5.3.2 FILMSTRUKTUREN
5.4 ANALYSE „GUTE ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN. LIEBE IN GEFAHR“
5.4.1 INHALTSANGABE
5.4.2 FILMSTRUKTUREN
6 ZUSAMMENFASSUNG UND EGEBNISSE DER ANALYSEN
TEIL C: DIADKTISCHE KONSEQUENZEN
1 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN
2 BILDUNGSPLANANALYSE
2.1 DER „ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSAUFTRAG“
2.2 DIE „PÄDAGOGISCHEN LEITGEDANKEN“
2.3 ZIELE UND INHALTE
3 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht den Einfluss filmischer Erzählstrukturen und Medienverbünde auf die zeitgenössische Jugendbuchliteratur. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie filmgrammatikalische Elemente wie Montage, Perspektivwechsel und Kameraführung in aktuelle Romane transponiert werden und welche didaktischen Möglichkeiten sich daraus für den Deutschunterricht ergeben.
2.3.4.1 Der schöpferische Schnitt
Ein Schnitt wird dann schöpferisch, wenn der Zuschauer etwas erfährt, was nicht explizit in einem Bild dargestellt bzw. gezeigt wird. Ein einfaches Beispiel: Ein Mann verlässt einen Raum. In der nächsten Einstellung ist eine Leiche in einem verwüsteten Zimmer zu sehen. Dann folgt eine Nahaufnahme, die ein auf dem Boden liegendes, blutverschmiertes Messer zeigt. Sofort assoziiert der Zuschauer, was passiert ist, ohne dass der Vorgang des Mordes gezeigt werden müsste.
EINLEITUNG: Hinführung zur Fragestellung der zunehmenden Angleichung filmischer und literarischer Erzählmuster.
1. MISE EN SCENE: Erläuterung der räumlichen Bildkomposition im Film als technisches Analogon zur Szenengestaltung in Texten.
DAS NARRATIVE IM FILM: Einführung in dramaturgische Ebenen, Erzählperspektiven und die grundlegende Bedeutung der Montage.
FILMGENRES: Definition von Genrestrukturen als narrative Grundmuster, die aus der Trivialliteratur stammen.
DER MEDIENVERBUND: Darstellung der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen Film, Fernsehen und Buch bei populären Jugendmedien.
AUSWIRKUNGEN AUF DAS LESEVERHALTEN: Analyse, wie mediale Sozialisation das Rezeptionsverhalten bei Büchern verändert.
SELEKTIVE REZEPTIONSFORMEN: Beschreibung von Zapping- und Switching-Verhalten als Übertragung filmischer Rezeptionsgewohnheiten auf das Lesen.
DER WANDEL DER KINDER- UND JUGENDLITERATUR: Untersuchung der strukturellen und inhaltlichen Anpassung von Büchern an veränderte Medienbedürfnisse.
FILMISCHE STRUKTUREN IN DER JUGENDLITERATUR: Zusammenfassende Analyse der Anwendung filmischer Techniken in den gewählten Primärtexten.
ZUSAMMENFASSUNG UND EGEBNISSE DER ANALYSEN: Fazit über die stilistische Beeinflussung der Literatur durch filmische Narrative.
ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN: Didaktische Begründung für die Einbettung medienpädagogischer Aspekte in den Unterricht.
BILDUNGSPLANANALYSE: Überprüfung, inwiefern aktuelle Bildungspläne Ansätze für die Integration von Filmkompetenz bieten.
ZIELE UND INHALTE: Konkrete methodische Umsetzungsvorschläge für die Einbindung von Filmsequenzen in den Deutschunterricht.
ZUSAMMENFASSUNG: Abschlussbetrachtung über die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Medienkompetenz in der Schule.
Filmanalyse, Filmgrammatik, Montage, Medienverbund, Jugendliteratur, Literaturdidaktik, Rezeptionsverhalten, Erzählstruktur, Bildungsplan, Mise en Scène, Medienkompetenz, Adaption, Erzählzeit, Bildzeit, Schuss-Gegenschuss.
Die Arbeit analysiert, wie filmische Erzählweisen, wie sie in Filmen und Serien vorkommen, die Strukturen moderner Jugendliteratur beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die Filmanalyse, der Einfluss von Medienverbünden auf das Leseverhalten und die didaktische Einbettung dieser neuen literarischen Formen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich filmstrukturelle Muster in der Jugendliteratur widerspiegeln und welche Möglichkeiten daraus für einen modernen Deutschunterricht erwachsen.
Es werden filmwissenschaftliche Analysekriterien wie Montage, Perspektive und Bildkomposition auf spezifische Textpassagen aus drei ausgewählten Romanen angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Filmanalyse und eine detaillierte Untersuchung der drei Romane „Harry Potter“, „Der Club der toten Dichter“ und eines Romans zur Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.
Wichtige Schlagworte sind Filmanalyse, Medienverbund, Jugendliteratur, Montage, Rezeptionsverhalten und medienpädagogische Didaktik.
„Harry Potter“ dient als Beispiel, weil sich hier zeigen lässt, dass filmische Strukturen auch in Romanen auftauchen können, die nicht primär als Adaption geschrieben wurden, was die weitreichende mediale Prägung der Autoren unterstreicht.
Wie im Fernsehen, wo Szenen an Höhepunkten für die nächste Folge unterbrochen werden, setzen die analysierten Romane auf Cliffhanger, um das hohe Erzähltempo zu halten und die Aufmerksamkeit der lesenden Jugendlichen zu binden.
Der Autor plädiert dafür, den Film nicht nur als „Auflockerung“ zu sehen, sondern ihn als eigenständiges Lernmittel zu begreifen, das die Medienkompetenz der Schüler fördert und motivierend wirkt.
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