Diplomarbeit, 2002
98 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Problemstellung
2.1 Problembeschreibung bei interorganisationalen Änderungsplanungsprozessen
2.2 Anforderungen an die intraorganisationale Änderungsplanung
2.2.1 Anforderungen an den Änderungsplanungsalgorithmus
2.2.2 Anforderungen an die regelbasierte Steuerung
3 Stand der Technik
3.1 Ansätze zur Änderungsplanung
3.1.1 Net Change
3.1.2 Ansätze zur Änderungsplanung in der Produktionsplanung und -steuerung
3.1.3 OOPUS-DRS
3.2 Wissensbasierte Systeme
3.2.1 Expertensysteme
3.2.1.1 Architektur von Expertensystemen
3.2.1.1.1 Wissensbasis
3.2.1.1.2 Problemlösungskomponente
3.2.1.1.3 Erklärungskomponente
3.2.1.1.4 Wissensakquisitionskomponente und Wissenserwerb
3.2.1.1.5 Dialogkomponente
3.2.1.1.6 Wissensingenieur
3.2.2 Grundtechniken der Wissensrepräsentation
3.2.2.1 Logik
3.2.2.1.1 Aussagenlogik
3.2.2.1.2 Prädikatenlogik erster Stufe
3.2.2.1.3 Fuzzy-Logik
3.2.2.1.4 Modallogik
3.2.2.2 Regeln
3.2.2.2.1 Ablaufstrategien
3.2.2.2.2 Suchstrategien
3.2.2.2.3 Schlussverfahren
3.2.2.3 Strukturierte Objekte
3.2.2.2.4 Semantische Netze
3.2.2.2.5 Objekte und Frames
3.2.2.2.6 Constraints
3.2.3 Blackboard-Architektur
3.3 Wissensbasierte Ansätze in der PPS
3.3.1 Agenten
3.3.2 Prioritätsregeln
4 Zu leistende Arbeit
5 Konzeption regelbasierter Erweiterungen für eine interorganisationale Änderungsplanung
5.1 Wissensbasis zur regelbasierten Steuerung
5.1.1 Zeiten, Produkte und Mengenänderung
5.1.2 Kapazitäten des Unternehmens
5.1.3 Kostenparameter in der Änderungsplanung
5.2 Hierarchischer Ablauf
5.2.1 Entscheidungsbaum
5.2.2 Regeln
5.3 Diskussion über Ablaufstrategien und Suchstrategien im Lösungsraum
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer bestehenden, intraorganisational ausgelegten Änderungsplanung, um diese für einen interorganisationalen Einsatz zu flexibilisieren und eine schnellere Entscheidungsfindung in dynamischen Produktionsumgebungen zu ermöglichen.
3.1.1 Net Change
In den 60er Jahren wurde der sogenannte Net Change Ansatz entwickelt und in den 70er Jahren eingesetzt. Hier wurde erstmals statt einer Neuplanung die Änderungsplanung durchgeführt. Der Grund für diesen Schritt war darin begründet, dass bei der Änderungsplanung der Rechenzeitaufwand wesentlich geringer ist als bei der Generierung (Neuplanung, Neuaufwurf).
Beim Net Change (Fortschreibung) wird bei einer Auftragsänderung die alte Auftragsdatei berücksichtigt. Die alten Aufträge bleiben erhalten und werden entsprechend geändert und bilden dann die Auftragsdatei neu. In der Programmierung ist diese Verarbeitungsform wesentlich aufwendiger, dafür aber für den Dialog und die Echtzeitverarbeitung besonders geeignet. Nachteilig ist sicherlich, dass durch die Fortschreibung der Auftragsdatei sich Fehler einschleichen können, die erst später bemerkt werden und die dann die Auftragsdatei unbrauchbar werden lassen. Aus diesem Grund muss die Gültigkeit der Auftragsdatei ständig gewährleistet werden. Da sich Net Change ausschließlich auf die Mengenplanung bezieht, muss zusätzlich nach einer Änderung auch eine Kapazitätszu- bzw. Kapazitätsumordnung erfolgen.
Es werden also nur die Komponenten beim Net Change neu geplant, bei denen sich eine Netto-Änderung gegenüber dem alten Plan ergibt. Aus diesem Grund werden hier i.d.R. Differenzwerte und nicht Absolutwerte weitergegeben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit schneller und flexiblerer Änderungsplanungen in Unternehmen aufgrund eines immer dynamischeren Marktumfeldes.
2 Problemstellung: Dieses Kapitel definiert die Herausforderung, bestehende, rein intraorganisationale Planungssysteme durch eine regelwerksbasierte Steuerung für den interorganisationalen Einsatz zu erweitern.
3 Stand der Technik: Es werden existierende Verfahren der Änderungsplanung (wie Net Change und MRP II) sowie die Grundlagen wissensbasierter Systeme, inklusive Logik, Regeln und Suchstrategien, detailliert dargelegt.
4 Zu leistende Arbeit: Das Kapitel skizziert das Ziel der Arbeit, einen Änderungsplanungsalgorithmus durch ein Regelwerk zu ergänzen, um manuelle Eingaben zu minimieren und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
5 Konzeption regelbasierter Erweiterungen für eine interorganisationale Änderungsplanung: Der Hauptteil beschreibt die formale Spezifikation der entscheidungsrelevanten Daten und die Konstruktion eines Entscheidungsbaumes, dessen Lösungsraum mittels Experten- und organisatorischer Regeln zielgerichtet eingeschränkt wird.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer dynamischen Anpassung des Entscheidungsbaumes an spezifische Unternehmensanforderungen.
Änderungsplanung, Wissensbasierte Systeme, Produktionsplanung und -steuerung, Entscheidungsbaum, Regelwerk, Interorganisationale Planung, Expertensysteme, Net Change, Kapazitätsplanung, Künstliche Intelligenz, Ablaufstrategien, Suchstrategien, Optimierung, Produktionsnetzwerke.
Die Diplomarbeit widmet sich der Entwicklung eines Konzepts zur Erweiterung bestehender Produktionsplanungsalgorithmen um ein regelwerksbasiertes Modul, um diese flexibler für interorganisationale Anforderungen zu gestalten.
Die zentralen Felder sind die Änderungsplanung in der Produktionsplanung, wissensbasierte Systeme (insbesondere Expertensysteme) und die Methoden der Wissensrepräsentation und Entscheidungsfindung.
Ziel ist es, manuelle Eingabeprozesse in der Änderungsplanung zu reduzieren oder zu eliminieren, indem durch Expertenwissen generierte Regeln die Entscheidungsfindung automatisieren und beschleunigen.
Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und entwirft anschließend einen formalen Entscheidungsbaum sowie ein regelbasiertes System zur Einschränkung des Lösungsraums innerhalb einer Produktionsumgebung.
Der Hauptteil (Kapitel 5) spezifiziert entscheidungsrelevante Daten (wie Mengenänderungen, Kapazitäten und Kostenparameter) und beschreibt den Aufbau eines Entscheidungsbaums sowie die Definition von Regeln für eine regelbasierte Steuerung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Änderungsplanung, Entscheidungsbaum, Regelwerk, Expertensysteme und interorganisationale Planung.
Expertenwissen ermöglicht es, unproduktive Lösungswege in einem komplexen Entscheidungsbaum frühzeitig zu eliminieren und somit schneller zu einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Lösung zu gelangen, als dies rein algorithmisch möglich wäre.
Kostenparameter wie Penalty Costs, Storage Costs oder Maschinenkostensätze werden als entscheidungsrelevante Daten im Entscheidungsbaum abgebildet und durch schrittweise inkrementelle Regeln angepasst, um bei Planänderungen das wirtschaftliche Optimum zu finden.
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