Masterarbeit, 2006
93 Seiten, Note: 1,8
AUFGABENSTELLUNG
INHALTSVERZEICHNIS
0. Einführung in die Thematik
1. Grundlagen geschlossener Immobilienfonds
1.1 Charakteristika der Immobilie als Anlageform
1.1.1 Vorteile der Immobilieninvestition
1.1.2 Hemmnisse der Immobilienanlage
1.2 Formen der Immobilienanlage
1.2.1 Direkte Immobilienanlage
1.2.2 Indirekte Immobilienanlage
1.3 Einführung geschlossener Immobilienfonds
1.3.1 Historische Entwicklung
1.3.2 Rechtliche Grundlage
1.3.3 Steuerliche Zielsetzungen
1.3.4 Wirtschaftliche Aspekte
2. Einführung der Auslandfonds
2.1 Der konstante Anstieg der Marktvolumen von Auslandsfonds
2.2 Zahlen und Fakten der Auslandfonds nach Teilmärkte
2.3 Renditeorientierung der Auslandfonds
3 Die Entwicklungsanstrebung der Auslandsfonds : Veränderung der Steuerliche Rahmenbedingungen
3.1 Auswirkungen der Veränderung der steuerlichen Rahmenbedingungen auf das Fondskonzept
3.1.1 Veränderung der steuerlichen Rahmenbedingungen
3.1.2 Renditeorientierung als Merkmale geschlossener Immobilienfonds
3.2 Auswirkungen der Veränderung des Fondskonzepts
3.2.1 Bezüglich der Zielgruppe
3.2.2 Bezüglich der Vertriebswege
3.2.3 Bezüglich der Fungibilität und des Zweitmarkts
3.3 Zwischenergebnisse
4. Gründe und Hemmnisse der Anlage in Auslandfonds
4.1 Anlagemotiven für Auslandsfonds
4.1.1 Höheres Renditeniveaus der Ausländischen Immobilienmärkte
4.1.2 Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) als Grundlage für steuerliche Vorteile des Auslandsfonds
4.1.3 Mögliche günstigere Besteuerung im Ausland
4.1.4 Instrument zur Diversifikation in einem Vermögensportfolio
4.1.5 Private Altervorsorgemöglichkeit durch Auslandsfonds
4.2 Risiken der Anlage in geschlossene Immobilienfonds
4.2.1 Währungs-, Zins und Zahlungsverkehrrisiken
4.2.2 Progressionsvorbehalt
4.2.3 Gesetzliche und steuerliche Risiken/ Änderung der Rechtlichen Rahmenbedingungen
4.2.4 Volatilere Immobilienmarkt im Ausland
4.2.5 Trustrisiko der ausländische Partner
Die Arbeit untersucht die Charakteristika, Entwicklungsgründe sowie Chancen und Risiken von im Ausland investierenden deutschen geschlossenen Immobilienfonds. Angesichts wegfallender steuerlicher Anreize in Deutschland und sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen soll aufgezeigt werden, wie Auslandsfonds als renditeorientierte Investitionsalternative fungieren und welche spezifischen Herausforderungen dabei bestehen.
1.1 Charakteristika der Immobilie als Anlageform
Immobilien haben von je her einen hohen Stellenwert in der privaten Vermögensbildung. Das gesamte Immobilienvermögen erreichte im Jahr 2003 einen Wert von 7,22 Bio. Euro. Die Immobilie ist eine der beliebtesten Anlageformen mit langer Tradition und konkurriert um die Gunst privater Anleger mit Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Kapital- Lebensversicherungen.
Immobilien stellen eine eigene Vermögenskategorie dar, deren Rendite- Risiko Relation zwischen der von Sparbüchern und Aktien liegt. Hierbei gelten die Vermögenswerte auch als inflationsgeschützt. Die wesentlichen Besonderheiten von Immobilien fasst Stefan Bone-Winkel wie folgt zusammen:
Immobilität
Heterogenität
Höhe des Investitionsvolumens
Höhe der Transaktionskosten
Dauer des Erstellungsprozesses
Länge des Lebenszyklus
Begrenzte Substituierbarkeit
Von diesen Besonderheiten wird das Investitionsverhalten bei Immobilien gelenkt. Sie spiegeln sich zum Teil in den nachfolgend beschriebenen Vor- und Nachteilen dieser Anlageform wider.
0. Einführung in die Thematik: Analysiert den historischen Wandel von Immobilienfonds als Steuersparmodell hin zu ertragsorientierten Anlagen aufgrund geänderter steuerlicher Rahmenbedingungen.
1. Grundlagen geschlossener Immobilienfonds: Erläutert die allgemeinen Charakteristika von Immobilien als Anlageklasse, verschiedene Investmentformen und die rechtlichen sowie wirtschaftlichen Funktionsprinzipien geschlossener Fonds.
2. Einführung der Auslandfonds: Untersucht das wachsende Marktvolumen und die Renditeorientierung der im Ausland investierenden Fonds als Reaktion auf inländische Marktbedingungen.
3 Die Entwicklungsanstrebung der Auslandsfonds : Veränderung der Steuerliche Rahmenbedingungen: Analysiert detailliert die Auswirkungen steuerlicher Gesetzesänderungen (wie § 15b EStG) auf das Fondskonzept, die Zielgruppe und die Vertriebsstrukturen.
4. Gründe und Hemmnisse der Anlage in Auslandfonds: Diskutiert Anlagemotive wie Renditeunterschiede, Diversifikation und Altersvorsorge sowie spezifische Risiken wie Währungsschwankungen und steuerliche Unsicherheiten im Ausland.
Geschlossene Immobilienfonds, Auslandsfonds, Renditeorientierung, Steuervermeidung, Doppelbesteuerungsabkommen, Diversifikation, Altersvorsorge, Immobilienmarkt, Risikoanalyse, Immobilienanlage, Kapitalanlage, Verlustzuweisung, Immobilienaktien, Fondskonzept, Anlegerschutz.
Die Arbeit analysiert den Wandel deutscher geschlossener Immobilienfonds, die primär im Ausland investieren, insbesondere vor dem Hintergrund sich ändernder steuerlicher Rahmenbedingungen in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die Verschiebung von steueroptimierten Modellen hin zu renditeorientierten Investitionen, die Bedeutung von Auslandsfonds für die Diversifikation und Altersvorsorge sowie die damit verbundenen ökonomischen und steuerlichen Risiken.
Das Ziel ist es, die Charaktere, Entwicklungsgründe, Chancen und Risiken der im Ausland investierenden geschlossenen Immobilienfonds fundiert darzustellen und sie als Investitionsalternative zu bewerten.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die sich auf die Untersuchung von Marktdaten, steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, Prospektinformationen sowie auf Fachliteratur zur Immobilienökonomie stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Grundlagen der Immobilienanlage, die spezifische Analyse von Auslandsfonds, die steuerliche Einordnung des Produktwandels sowie eine detaillierte Erörterung der Gründe und Hemmnisse für solche Investitionen.
Zentrale Begriffe sind geschlossene Immobilienfonds, Auslandsfonds, Renditeorientierung, Doppelbesteuerungsabkommen, Diversifikation, Altersvorsorge und das Steuerstundungsmodell.
Diese Abkommen vermeiden die Besteuerung der gleichen Erträge in zwei Ländern. Dadurch können Anleger oft von niedrigeren Steuersätzen im Ausland profitieren und unterliegen in Deutschland nur dem Progressionsvorbehalt, was die Nettorendite gegenüber inländischen Fonds verbessern kann.
Aufgrund legislativer Maßnahmen wie der Verschärfung des § 15b EStG wurden steuerliche Verlustzuweisungen stark eingeschränkt, wodurch die steuerliche Motivation in den Hintergrund trat und die nachhaltige Wirtschaftlichkeit und Rendite der Fondsimmobilien an Bedeutung gewannen.
Neben allgemeinen Marktrisiken werden insbesondere Wechselkursrisiken, politische Instabilität, rechtliche Unkenntnis im Ausland sowie das "Trustrisiko" bei ausländischen Partnern als wesentliche Faktoren identifiziert.
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