Diplomarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit
2 Theoretische Fundierung
2.1 Portfolio-Management
2.1.1 Portfoliotheorie
2.1.2 Asset Allocation
2.2 Methoden der Finanzmarktanalyse
2.2.1 Fundamentalanalyse
2.2.2 Technische Analyse
2.2.3 Behavioral Finance
2.3 Grundlegende Erkenntnisse
3 Grundlagen strukturierter Finanzprodukte
3.1 Allgemeine Grundlagen
3.1.1 Anlagekriterien
3.1.2 Basisrisiken von Wertpapieren
3.1.3 Anlagestrategien
3.2 Anleihen
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Ausstattungsmerkmale
3.2.2.1 Laufzeit und Tilgungsform
3.2.2.2 Sicherheit
3.2.2.3 Verzinsung
3.2.3 Formen
3.2.3.1 Verzinsliche Anleihen
3.2.3.2 Anleihen mit Sonderrechten
3.3 Finanzderivate
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Unbedingte Finanztermingeschäfte
3.3.2.1 Grundlagen
3.3.2.2 Anlagestrategien
3.3.3 Bedingte Finanztermingeschäfte
3.3.3.1 Grundlagen
3.3.3.2 Anlagestrategien
3.3.3.3 Preiseinflussfaktoren
4 Zertifikate als Kapitalanlage
4.1 Grundlagen und Klassifizierung
4.2 Formen
4.2.1 Basisinvestments
4.2.2 Selektivinvestments
4.3 Ausgewählte Zertifikate
4.3.1 Garantiezertifikate
4.3.1.1 Grundlagen und Konstruktion
4.3.1.2 Varianten
4.3.1.3 Chancen und Risiken
4.3.2 Bonuszertifikate
4.3.2.1 Grundlagen und Konstruktion
4.3.2.2 Varianten
4.3.2.3 Chancen und Risiken
4.4 Kritische Würdigung strukturierter Finanzprodukte
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine systematische Analyse von Zertifikaten als Instrument der Kapitalanlage durchzuführen, um Privatanlegern ein Verständnis für deren Mechanismen und Chance-/Risikoprofile zu vermitteln und so eine effiziente Nutzung dieser Produkte zu ermöglichen.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die Bedeutung von kapitalmarktorientierten Geldanlagen nimmt für Privatanleger trotz teilweiser Kursrückschläge nach der Baisse des Jahres 2001 stetig zu. Diese Entwicklung manifestiert sich für Kreditinstitute in einer zum Teil hohen Umschichtung von klassischen Bankprodukten wie Spareinlagen und festverzinslichen Wertpapieren hin zu Fonds und strukturierten Finanzprodukten. Gerade strukturierte Finanzprodukte in Form von Zertifikaten sind die zurzeit am stärksten wachsende Assetklasse in Deutschland. Der Umsatz mit Zertifikaten ist in den vergangenen Jahren von ca. 34 Mrd. € (2001) auf ca. 100 Mrd. € (2005) angestiegen. Weitere Indikatoren sind das stetig wachsende Anlagevolumen, das seit Anfang des Jahres 2006 um 25,7% auf 106 Mrd. € (3. Quartal 2006) gestiegen ist, sowie die Zahl der angebotenen Finanzderivate von mehr als 113.000 börsennotierten Produkte.
Dieser Boom ist auf die Börsenbaisse aus dem Jahr 2001 zurückzuführen, da viele Anleger mehr Sicherheit für ihr Depot verlangt haben. Trotz sinkender oder seitwärts laufender Märkte lassen sich mit Zertifikaten positive Renditen erzielen, sodass gerade sicherheitsorientierte Anleger verstärkt diese Produkte nachgefragt haben. So lässt sich auch der relativ hohe Marktanteil der Garantiezertifikate mit 43,60% erklären, gefolgt von Teilschutzzertifikaten mit 18,30% Marktanteil. Zertifikate spielen also eine immer größere Rolle für Privatanleger, da mit ihnen eine optimale Asset Allokation schneller und einfacher erreicht werden kann. So beträgt z.B. der empfohlene Anteil an Zertifikaten für ein Anlegerdepot laut einer Studie des DDI von 2005 durchschnittlich 32,6 %.
Mit Zertifikaten lässt sich in jeder Marktphase Rendite erzielen bzw. für jede Marktmeinung lassen sich passende Zertifikate finden. Darüber hinaus ermöglichen sie die einfache und kostengünstige Spekulation auf fast jeden Basiswert (z.B. Aktien, Rohstoffe, Währungen, etc.). Mit beigetragen zu dieser rasanten Entwicklung haben auch die Emittenten, da Zertifikate binnen 24 Stunden aufgelegt werden können und somit alle aktuellen Trends besetzten.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung strukturierter Finanzprodukte für Privatanleger seit der Börsenbaisse von 2001 und definiert die Zielsetzung der Arbeit, eine systematische Analyse dieser Produkte als Instrument der Kapitalanlage zu liefern.
2 Theoretische Fundierung: Das Kapitel bietet die notwendigen theoretischen Grundlagen für das Portfoliomanagement, die Asset Allocation und gängige Finanzmarktanalysen, um Zertifikate fundiert in ein Portfolio integrieren zu können.
3 Grundlagen strukturierter Finanzprodukte: Hier werden die allgemeinen Anlagekriterien, Basisrisiken, Anleihen sowie Finanzderivate detailliert behandelt, welche die Basisbausteine für Zertifikate darstellen.
4 Zertifikate als Kapitalanlage: Dieses Hauptkapitel klassifiziert Zertifikate, analysiert spezifische Formen wie Garantie- und Bonuszertifikate hinsichtlich Konstruktion und Chancen/Risiken und würdigt diese kritisch.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die rasante Entwicklung der Zertifikatebranche zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Trends wie die steigende Transparenz durch neue EU-Richtlinien und die Weiterentwicklung spezialisierter Zertifikatevarianten.
Zertifikate, Kapitalanlage, Portfolio-Management, Asset Allocation, Finanzmarktanalyse, Garantiezertifikate, Bonuszertifikate, Anleihen, Finanzderivate, Basisrisiken, Anlagestrategien, Risikoklassifizierung, Value-at-Risk, Rendite, Privatanleger.
Die Arbeit analysiert strukturierte Finanzprodukte, insbesondere Zertifikate, als Instrument der privaten Kapitalanlage und untersucht deren Nutzen, Konstruktion sowie Chancen- und Risikoprofile.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Portfoliomanagements, Methoden der Finanzmarktanalyse, die Funktionsweise von Anleihen und Derivaten als Basisbausteine sowie eine detaillierte Betrachtung von Garantie- und Bonuszertifikaten.
Das Ziel ist eine systematische Analyse von Zertifikaten, um Privatanlegern einen Überblick über deren Welt zu geben und durch Detailanalysen der Konstruktionsmechanismen die effiziente Nutzung für die Kapitalanlage zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte aus der Kapitalmarkttheorie (z.B. Portfoliotheorie, CAPM) sowie Erkenntnisse aus der Finanzmarktanalyse (Fundamentalanalyse, Technische Analyse, Behavioral Finance) und stützt sich auf aktuelle Studien und Fachliteratur.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen von Anleihen und Derivaten, klassifiziert Zertifikate, führt eine Detailanalyse der größten Gruppen (Garantie- und Bonuszertifikate) durch und schließt mit einer kritischen Würdigung ab.
Wesentliche Begriffe sind Zertifikate, Kapitalanlage, Portfolio-Management, Asset Allocation, Finanzmarktanalyse, Risikooptimierung und Rendite.
Garantiezertifikate bieten eine vollständige Kapitalrückzahlung bei Fälligkeit durch den Einsatz von Zero-Bonds, während Bonuszertifikate lediglich eine Teilabsicherung durch einen Risikopuffer (Sicherheitslevel) bieten, bei dessen Unterschreitung das Verlustrisiko steigt.
Die Arbeit zeigt, dass Zertifikate bisher intransparente Kostenstrukturen aufweisen, da Emittenten den "Fair Value" nicht offenlegen müssen; zukünftige EU-Richtlinien wie MiFID sollen jedoch für mehr Transparenz sorgen.
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