Magisterarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Der Inszenierungsbegriff
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Forschungsstand
2.2 Zeitschriftenforschung: Entwicklung und Definitionsprobleme
2.3 Zum Bedeutungswandel von Sport – insbesondere Fußball
2.3.1 Sport im Wandel der Zeit
2.3.2 Zur Geschichte von Fußball
2.3.2.1 Die Anfänge des Fußballspiels
2.3.2.2 Die Entstehung von Fußball in Europa
2.3.2.3 Die Entwicklung von Fußball in Deutschland
2.3.2.4 Fußball heute
2.4 Der Akteur - von Helden und Stars
2.4.1 Der Held
2.4.2 Der Star
2.4.3 Zur Geschichte der Inszenierung
2.5 Sport und Massenmedien
2.5.1 Zur Entwicklung der Sportberichterstattung in Printmedien
2.5.2 Sportzeitschriften heute
2.5.3 TV, Hörfunk und Internet von gestern bis heute
2.6 Zwischenfazit
3 Empirischer Teil
3.1 Methode
3.1.1 Durchführung der Untersuchung
3.1.2 Datenmaterial
3.1.3 Qualitative Forschung
3.1.4 Forschungsdesign Dokumentenanalyse
3.1.5 Techniken der Datenauswertung - Kodieren im Sinne der Grounded Theory
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Einführung
3.2.2 Die Phänomene
3.2.2.1 Sonderstatus
3.2.2.2 Style
3.2.2.3 Emotionen
4 Diskussion
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, wie Profifußballer in den Massenmedien, insbesondere im Lifestyle-Magazin "PLAYER", inszeniert werden, um ein modernes Heldentum zu konstruieren. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Prozesse der Mediensportwirklichkeit und das Zusammenspiel zwischen sportlicher Leistung, privatem Image und kommerzieller Vermarktung.
2.3.1 Sport im Wandel der Zeit
Der Sport war in den vergangenen Jahrzehnten einem stetigen Entwicklungsprozess unterworfen. Speziell seit den 1980er Jahren ist ein markanter Wandel zuerkennen.
„Im Verlauf dieses Prozesses sind Fußballweltmeisterschaften, Olympische Spiele, die Formel 1 oder der NFL-Superbowl zu globalen Spektakeln und „Quotenhits“ des Medienzeitalters geworden“ (vgl. Schauerte/Schwier, 2006, S 1).
Neben „König“ Fußball trugen in Deutschland seit Beginn der 1980er abwechselnd Athleten aus diversen Sportarten zu einer immer größeren Beliebtheit und Relevanz von Sport bei. Zu nennen sind Namen wie Boris Becker, Steffi Graf (Tennis), Franziska van Almsick (Schwimmern), Henry Maske (Boxen), Jan Ullrich (Radsport), Michael Schumacher (Formel 1), Martin Schmitt oder Sven Hannawald (Skispringen). Diese Akteure und viele andere mehr haben ihren Teil dazu beigetragen, das Sport sich zu einem wichtigen Gesellschaftsphänomen entwickelt hat und den Alltag so stark beeinflusst wie nie zuvor. Ob an Stammtischen, im Film, Theater, Musik oder in Talk-Shows, sogar bei politischen Fragen begegnet uns der Sport mit seinen Akteuren.
Die Spezies Sportler hat jedoch nicht nur für einen gesteigerten Stellenwert ihres Berufsbildes gesorgt, auch die individuelle Inszenierung hat sie im Zuge der sich stetig ausweitenden Medienlandschaft weiterentwickelt.
Die Sportler haben dies jedoch nicht allein bewerkstelligt. In den Medien hat der Sport einen Partner gefunden, der ebenfalls einen Großteil dazu beiträgt, dass Spitzensportler wie z. B. Michael Ballack heutzutage einen enormen Bekanntheitsgrad innehaben.
1 Einleitung: Definiert das Thema der medialen Inszenierung von Profifußballern und legt die Forschungsfrage zur Konstruktion von Mediensportwirklichkeit fest.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Betet den wissenschaftlichen Kontext, behandelt den Forschungsstand, die Zeitschriftenforschung und den Bedeutungswandel des Fußballs sowie das Konzept von Helden und Stars.
3 Empirischer Teil: Erläutert die methodische Vorgehensweise mittels Dokumentenanalyse und Grounded Theory und präsentiert die Ergebnisse anhand der Phänomene Sonderstatus, Style und Emotionen.
4 Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse im Gesamtkontext, bewertet die Funktion von Sportmagazinen als Komplementärmedium und erörtert die Problematik der Abgrenzung der Phänomene.
5 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die zentrale Rolle der Inszenierung bei der Schaffung moderner Heldenfiguren im Profifußball.
Mediale Inszenierung, Profifußballer, Mediensportwirklichkeit, Fußballzeitschrift, PLAYER, Grounded Theory, Sonderstatus, Style, Emotionen, Helden, Stars, Kommerzialisierung, Sportmedien, Lifestyle, Wirklichkeitskonstruktion.
Die Arbeit analysiert, wie Profifußballer in den Massenmedien, konkret im Magazin "PLAYER", inszeniert werden und welche Rolle diese Medien bei der Konstruktion moderner Heldenfiguren spielen.
Die Arbeit verbindet Sportwissenschaft und Medienwissenschaft. Themen sind die Entwicklung des Fußballs zum Massenphänomen, die Geschichte der Sportberichterstattung, das Konzept von Helden und Stars sowie die Mechanismen der medialen Wirklichkeitskonstruktion.
Das Hauptziel ist es, die Prozesse der Fremdinszenierung von Fußballprofis zu ergründen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte mediale Aufbereitung ein "modernes Heldentum" geschaffen wird, das weit über die sportliche Leistung hinausgeht.
Die Verfasser nutzen einen qualitativen Forschungsansatz. Es handelt sich um eine Dokumentenanalyse der Texte und Bilder in "PLAYER", wobei das Kodierverfahren der "Grounded Theory" nach Glaser und Strauss angewandt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen (Forschungsstand, Sportgeschichte, Medienentwicklung) und einen empirischen Teil, in dem die drei Phänomene "Sonderstatus", "Style" und "Emotionen" anhand von Bild- und Textbeispielen analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind Mediale Inszenierung, Wirklichkeitskonstruktion, Grounded Theory, Fußball-Lifestyle-Magazin, Sportberichterstattung und moderne Heldenkonstruktion.
David Beckham dient als zentrales, wiederkehrendes Fallbeispiel, um die drei Phänomene "Sonderstatus", "Style" und "Emotionen" exemplarisch zu illustrieren, da er wie kein anderer Fußballer die Verbindung von Sport und kommerzieller Lifestyle-Marke verkörpert.
Das Magazin eignet sich besonders, da es den Fokus weg von der reinen Spielberichterstattung hin zur Akzentuierung des Spielers als Lifestyle-Objekt verschiebt und somit die modernen Inszenierungsprozesse im Sport-Medien-Komplex deutlich macht.
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