Examensarbeit, 2002
67 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Historischer Hintergrund: Chiles Entwicklung bis 1970
2.1. Chile zur Jahrhundertwende
2.2. Die zwanziger Jahre
2.3. Die Weltwirtschaftskrise 1929 und ihre Folgen für Chile
2.4. Die Epoche der Volksfront-Regierungen
2.5. Der Kalte Krieg
2.6. Die Zeit der politischen Experimente 1958-1973
2.6.1. Das konservative Experiment (1958-1964)
2.6.2. Die Revolution in Freiheit (1964-1970)
2.6.3. Die Unidad Popular (1970-1973)
3. Das Scheitern der Unidad Popular
4. Interne Faktoren
4.1. Opposition von links: der MIR
4.2. Opposition von rechts: Patria y Libertad
4.3. Die Entwicklung der ökomischen Situation
4.4. Die Umsetzung der Reformen
4.5. Die Rolle des Militärs
4.6. Regierungsminderheit und legale Hindernisse beim Übergang zum Sozialismus
5. Externe Faktoren
5.1. Die ökonomischen Interessen der USA – die multinationalen Konzerne
5.2. Das Wirken des CIA in Chile
5.3. Die Zusammenarbeit der chilenischen und nordamerikanischen Militärs: Die Pakte über Militärhilfe (PAM)
6. Schlußfolgerung
Die Arbeit untersucht die historischen und politischen Gründe für das Scheitern der Unidad Popular unter Salvador Allende in Chile. Dabei wird analysiert, wie ein Wechselspiel aus internen politischen Konflikten sowie externen Einflussnahmen der USA und internationaler Konzerne zur Destabilisierung und schließlich zum Militärputsch im Jahr 1973 führte.
2.6.3. Die Unidad Popular (1970-1973)
Am 4.9.1970 gewann Salvador Allende die Präsidentschaftswahlen als Kandidat der Unidad Popular. Nachdem er durch den Kongreß am 24.10.1970 bestätigt war, wurde die Unidad Popular als Regierung am 4.11.1970 vereidigt und Allende trat sein Amt als Präsident Chiles am nächsten Tag vor 100.000 Menschen an. Das Wahlprogramm, mit dem die Unidad Popular die Wahlen für sich entscheiden konnte, war umfangreich und sah tiefgreifende Veränderungen vor:
Allgemeine Demokratisierung des gesellschaftlichen Lebens
Entmachtung des Monopolkapitals
Nationalisierung der Bodenschätze
Verstaatlichung der Banken und Schlüsselindustrien
Durchführung einer Agrarreform
Abschaffung der Arbeitslosigkeit
Wirtschaftlicher Aufschwung
Soziale Wohnungspolitik
Soziale Verbesserungen
Normale Beziehungen zu allen Ländern
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für den Sturz der Unidad Popular und die damit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen unter der Pinochet-Diktatur dar.
2. Historischer Hintergrund: Chiles Entwicklung bis 1970: Dieses Kapitel erläutert die politische und ökonomische Geschichte Chiles seit Beginn des 20. Jahrhunderts, um die Ausgangslage für die Wahl Allendes 1970 zu skizzieren.
3. Das Scheitern der Unidad Popular: Ein kurzes Kapitel, das die Ereignisse des Tages des Militärputsches am 11. September 1973 und die Erstürmung des Präsidentenpalastes schildert.
4. Interne Faktoren: Dieser Hauptteil analysiert die Widerstände innerhalb Chiles, wie die Opposition durch MIR und Patria y Libertad, sowie die wirtschaftliche Krise und die Problematik der Reformumsetzung.
5. Externe Faktoren: Das Kapitel befasst sich mit dem massiven Einfluss der USA, multinationaler Konzerne und der CIA auf die Destabilisierung der chilenischen Regierung und die Rolle der Militärhilfepakte.
6. Schlußfolgerung: Die Zusammenfassung resümiert, dass das Scheitern ein Ergebnis der komplexen Verflechtung von interner Opposition und gezielter externer Blockadepolitik war.
Unidad Popular, Chile, Salvador Allende, Militärputsch, Augusto Pinochet, CIA, US-Interessen, MIR, Patria y Libertad, Agrarreform, Wirtschaftsblockade, Politische Destabilisierung, Kalter Krieg, Klassenkämpfe
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die zum Scheitern der demokratisch gewählten Regierung der Unidad Popular unter Salvador Allende in Chile zwischen 1970 und 1973 geführt haben.
Im Fokus stehen die innenpolitische Polarisierung, der wirtschaftliche Niedergang durch Blockaden sowie die Rolle von Geheimdiensten und Militär bei der Destabilisierung der Regierung.
Das Ziel ist es, die hauptausschlaggebenden Faktoren für den Putsch von 1973 zu identifizieren und das Zusammenspiel von inneren und äußeren Kräften historisch aufzuarbeiten.
Der Autor stützt sich auf eine chronologische Aufarbeitung historischer Ereignisse und eine Analyse der verfügbaren Sekundärliteratur und Zeitzeugenberichte.
Der Hauptteil gliedert sich in interne Faktoren (Opposition von links und rechts, ökonomische Krise, Reformumsetzung, Militärrolle) und externe Faktoren (US-Interessen, CIA-Wirken, Militärhilfe).
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Unidad Popular, Allende, Putsch, US-Interessen und politische Polarisierung definieren.
Laut der Arbeit agierte die CIA hochgradig aktiv, indem sie Propaganda verbreitete, rechte Oppositionelle finanzierte und gezielt darauf hinarbeitete, die Regierung Allende zu destabilisieren und den Putsch vorzubereiten.
Es handelte sich um ein Konzept der Volksmacht, das durch die Arbeiterbewegung in Industriegürteln und Elendsvierteln zur Organisation der Versorgung und Produktion sowie zur Verteidigung der Regierung aufgebaut wurde.
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