Diplomarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,2
1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG
1.2 ZIELSETZUNG UND AUFBAU
2 SOLVENCY II
2.1 MOTIVATION UND HINTERGRUND
2.2 DIE AUSGESTALTUNG
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Säule 1
2.2.3 Säule 2
2.2.4 Säule 3
2.3 AKTUELLER STAND UND AUSBLICK
3 DAS STANDARDMODELL
3.1 GRUNDLAGEN
3.2 DIE AVAILABLE SOLVENCY MARGIN
3.3 DIE SOLVENCY CAPITAL REQUIREMENTS
3.3.1 Bestandteile
3.3.2 Berechnung des Expected profit non-life
3.3.3 Berechnung der Operationellen Risken
3.3.4 Berechnung des Basic Solvency Capital Requirement
3.3.4.1 Überblick
3.3.4.2 Berechnung des Marktrisikos
3.3.4.3 Berechnung des Adressenausfallrisikos
3.3.4.4 Berechnung der Versicherungstechnischen Risiken
4 PRODUKTE UND IHRE EINFLUSSNAHME AUF DIE SOLVENZ
4.1 GRUNDLEGENDE GEDANKEN
4.2 EINFLUSSNAHME AUF DIE ASM
4.2.1 Bestandteile der Eigenmittel
4.2.2 Tier 1
4.2.3 Tier 2
4.2.4 Tier 3
4.2.5 Auswirkung in der Praxis
4.3 EINFLUSSNAHME AUF DIE SCR
4.3.1 Verbriefung
4.3.1.1 Überblick
4.3.1.2 ABS
4.3.1.3 Insurance-Linked Securities
4.3.1.4 Praktische Anwendung von ABS i.w.S.
4.3.1.5 Credit Linked Note
4.3.1.6 Praktische Anwendbarkeit von Credit Linked Notes
4.3.2 Kreditderivate
4.3.2.1 Überblick
4.3.2.2 Credit Default Swap
4.3.2.3 Total Return Swap
4.3.2.4 Anwendung von Kreditderivaten
4.3.3 Kapitalanlagemanagement
4.3.3.1 Portfoliodiversifikation
4.3.3.2 Termingeschäfte
4.3.4 Konzerndiversifikation
4.3.5 Asset Liability Management
5 FAZIT
5.1 VORGEHENSWEISE FÜR VERSICHERER IN HINBLICK AUF SOLVENCY II
5.2 AUSBLICK AUS SICHT VON BANKEN
Die Arbeit untersucht, wie Versicherungsunternehmen durch den Einsatz von Bankprodukten ihre Solvabilität im Rahmen der neuen regulatorischen Anforderungen von Solvency II verbessern können, wobei der Fokus auf Instrumenten zur Eigenkapitalstärkung und Risikominimierung liegt.
1.1 Einführung
In wenigen Jahren wird auf Versicherungen in Europa eine große Neuerung zukommen, auf die sich die meisten Versicherer bereits heute mit Hochdruck vorbereiten. Es handelt sich um das neue Versicherungsaufsichtsrecht, das unter dem Namen „Solvency II“ bekannt ist. Die große Bedeutung des Projekts wird daran deutlich, dass es Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist. Bis 2010 plant die EU-Kommission das neue Reglement, das tief greifende Auswirkungen auf die Kapitalisierung der Unternehmen ausübt, einzuführen. Bereits im November 2002 wurden erste Vorschläge unterbreitet. Darauf folgten regelmäßig detailliertere Ausarbeitungen.
Folglich ist der Rahmen, in dem sich die Richtlinie bewegen wird, bereits bekannt. Das Modell wird sich an den neuen Regelungen im Bankenaufsichtsrecht (Basel II) orientieren. Für Versicherungen ist die darin geforderte risikoabhängige Eigenkapitalunterlegung ein Novum, das das Risikomanagement vor neue Herausforderungen stellt. Nachdem 2002 der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) einen ersten Vorschlag für einen künftigen Standardansatz gemacht hat, begann die Diskussion auf europäischer Ebene. In bisher zwei Quantitive Impact Studies (QIS) untersuchte das Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) die Auswirkungen neuer Eigenmittelregelungen auf die Versicherungswirtschaft, um daraus ein Modell abzuleiten. In den kommenden Monaten wird QIS 3 erwartet. Das gesamte Vorgehen orientiert sich an folgendem Zeitplan:
1 EINLEITUNG: Einführung in die neue regulatorische Umgebung von Solvency II und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2 SOLVENCY II: Erläuterung der Motivation, der Drei-Säulen-Struktur sowie des aktuellen Entwicklungsstands der neuen europäischen Richtlinie.
3 DAS STANDARDMODELL: Detailanalyse der Berechnungsmethoden für die Available Solvency Margin (ASM) und die Solvency Capital Requirements (SCR) unter Berücksichtigung verschiedener Risikoklassen.
4 PRODUKTE UND IHRE EINFLUSSNAHME AUF DIE SOLVENZ: Untersuchung banküblicher Finanzinstrumente wie Eigenkapitalbausteine, Verbriefungen und Derivate zur gezielten Verbesserung der Solvenzposition eines Versicherers.
5 FAZIT: Zusammenfassende Empfehlungen für Versicherungsunternehmen und ein Ausblick auf die Rolle der Banken bei der Umsetzung von Solvency II.
Solvency II, Versicherungsaufsicht, Eigenmittel, Solvabilitätsspanne, SCR, Asset Liability Management, Verbriefung, Asset Backed Securities, Credit Linked Notes, Kreditderivate, Risikomanagement, Standardmodell, Basel II, Kapitalanlagemanagement, Eigenkapitalunterlegung
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Anforderungen an Versicherungsunternehmen durch Solvency II und analysiert, wie diese durch den gezielten Einsatz von Finanzprodukten aus dem Bankensektor die eigene Solvenz verbessern können.
Die Arbeit behandelt die regulatorischen Grundlagen von Solvency II, die Strukturierung von Eigenmitteln sowie Instrumente zur Risikosteuerung und Risikotransferierung, insbesondere im Bereich Verbriefungen und Derivate.
Das Ziel der Arbeit ist es, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie Bankprodukte Versicherern bei der Einhaltung und Verbesserung ihrer Solvenzvorgaben unter Solvency II unterstützen können.
Es wird eine theoretische Analyse des Standardmodells von Solvency II durchgeführt, ergänzt durch Berechnungsbeispiele basierend auf einem Beispielversicherungsunternehmen zur Verdeutlichung der Wirksamkeit der vorgestellten Instrumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Solvency II-Grundlagen, die detaillierte Berechnung der Kapitalanforderungen und die Anwendung spezifischer Produkte wie Tier-1-Anleihen, ABS, CLNs und Kreditderivate zur Solvenzsteuerung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Solvency II, Eigenmittel, Risikomanagement, Verbriefung, Solvabilitätsspanne und Asset Liability Management.
Es beschreibt den Gesetzgebungsprozess, bei dem eine EU-Rahmenrichtlinie durch technische Detailregelungen ergänzt wird, was den Versicherern ermöglicht, das Bottom-Up-Vorgehen in Arbeitsgruppen aktiv zu beeinflussen.
Banken können Versicherern durch die Bereitstellung von "Master-KAGs", Unterstützung bei ALM-Modellen und die Emission geeigneter Produkte wie Tier-1-Anleihen oder CLNs helfen, ihr Risikomanagement zu professionalisieren und die Solvenzziele zu erreichen.
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