Diplomarbeit, 2006
77 Seiten, Note: 2,3
I Einleitung
1. Motivation
2. Vorgehensweise
II Wesentliche Grundlagen von Venture Capital
1. Definition, Begriffsabgrenzung, Eigenschaften von Venture Capital
1.1 Definitionen des Begriffs Venture Capital
1.2 Managementfunktion von Venture Capital
1.3 Der Venture Capital-Zyklus
1.4 Investitionsformen von Venture Capital
2. Finanzierungsphasen
2.1 Early Stage
2.2 Expansion Stage
2.3 Late Stage
2.4 Quantitative Bedeutung der Finanzierungsphasen
3. Arten von Venture Capital-Gebern
3.1 Informeller Markt
3.1.1 Freunde und Familie
3.1.2 Business Angels
3.2 Formeller Markt
3.2.1 Inkubatoren
3.2.2 Corporate Venture Capital
3.2.3 Staatliche und öffentliche Beteiligungsgesellschaften
3.2.4 Unabhängige Venture Capital-Gesellschaften
3.3 Resümee
4. Der Exit einer Beteiligung
4.1 Initial Public Offering
4.2 Trade Sale
4.3 Weitere Exit-Kanäle
4.4 Quantitative Bedeutung der Exit-Kanäle
5. Historische Entwicklung von Venture Capital
5.1 Entwicklung und Bedeutung von Venture Capital in den USA
5.2 Entwicklung und Bedeutung von Venture Capital in Deutschland
5.3 Resümee
6. Probleme einer Venture Capital-Finanzierung
6.1 Prinzipal-Agenten-Beziehung
6.2 Monitoring, Staging, Syndizierung als Lösungsvorschlag
III Empirische Ergebnisse
1. Notwendigkeit und Nutzen der Beratungsunterstützung
1.1 Differenzierung zwischen der Beratungsintensität und bisherige empirische Forschung
1.2 Ergebnisse der Studie
2. Beratungsaktivitäten vs. Monitoringaktivitäten
2.1 Differenzierung zwischen Beratungs- und Monitoringaktivitäten
2.2 Bisherige empirische Forschung
2.3 Ergebnisse der Studie
3. Staging und Monitoring
3.1 Allgemeines zu Staging und Monitoring
3.2 Ergebnisse der Studie
4. Value-Added, Grandstanding, Zertifizierung, Zielsetzung
4.1 Beschreibung der Hypothesen
4.2 Weitere Besonderheiten der IPO-Märkte
4.3 Ergebnisse der Studie
4.4 Überprüfung der Hypothesen
5. Syndizierung und Performance
5.1 Syndizierung und Netzwerke
5.2 Bisherige empirische Forschung
5.3 Ergebnisse der Studie: Syndizierung in Deutschland
5.4 Ergebnisse der Studie: Syndizierung in den USA
6. Resümee
IV Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Investitions- und Managementpolitik von Venture Capital-Gebern sowie deren Performance. Im Zentrum steht die Analyse, wie durch Instrumente wie Monitoring, Staging und Syndizierung Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Gründern reduziert werden können und welche Auswirkungen eine aktive Managementunterstützung auf den Unternehmenserfolg hat.
1. Motivation
Unternehmensgründer stehen häufig vor einem grundlegenden Problem: Kapitalmangel! Sie haben eine gute Idee und wollen diese vermarkten, doch die nötigen finanziellen Mittel und das Know-how für die Erstellung eines Business Plans, Durchführung von Marktforschung, Produktion eines Prototyps, personelle Kapazitäten usw. sind nicht vorhanden. Junge Unternehmen lassen sich charakterisieren durch immaterielle Anlagewerte sowie zahlreiche Verlustjahre. Für sie ist es nur schwer möglich, Fremdkapitalgeber zu finden, da diese ohne hinreichende Sicherheiten keine Kredite vergeben.
Hohe Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kredite sowie eine fast unmögliche Identifizierung erfolgreicher und nicht erfolgreicher Unternehmen schrecken die Banken ab. Sie können sich nicht auf Vergangenheitswerte stützen, denn diese liegen bei einem neu gegründeten Unternehmen nicht vor (G. Franke/H. Hax, 2004, S. 511).
Doch es gibt andere Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmensgründer: Großunternehmen, Privatpersonen, öffentlich-rechtliche sowie unabhängige Gesellschaften und auch Banken treten auf dem Kapitalmarkt als Venture Capital-Geber (VC-Geber) auf, um die Finanzierungslücke für junge, innovative, aber auch mittelständische Unternehmen zu schließen. Insbesondere junge Unternehmen stehen i.d.R. vor einer höchst ungewissen Zukunft. VC-Geber entlasten diese Unternehmen nicht nur finanziell. Auch durch eine aktive Managementunterstützung soll dem jungen Unternehmen geholfen werden.
I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Finanzierungsproblem von Gründern und führt in das Konzept des Venture Capitals als Lösungsansatz ein.
II Wesentliche Grundlagen von Venture Capital: Dieses Kapitel definiert Venture Capital, erläutert die verschiedenen Finanzierungsphasen, Investorenarten und die entscheidende Rolle von Exits.
III Empirische Ergebnisse: Hier werden Studien zur Wirksamkeit von Managementunterstützung, Staging, Monitoring und Syndizierung auf Basis des deutschen und US-amerikanischen Marktes analysiert.
IV Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Effektivität von VC-Strategien zusammen und zeigt auf, wo in der Forschung noch Lücken bestehen.
Venture Capital, Finanzierungsphasen, Business Angels, Private Equity, IPO, Exit-Strategien, Managementunterstützung, Monitoring, Staging, Syndizierung, Prinzipal-Agenten-Theorie, Unternehmensfinanzierung, Venture Capital-Zyklus, Performance, Risikomanagement.
Die Arbeit analysiert die Investitions- und Managementpolitik von Venture Capital-Gebern sowie deren Performance, wobei ein besonderer Fokus auf dem deutschen Markt im Vergleich zum US-amerikanischen Markt liegt.
Zentrale Themen sind die Definition von Venture Capital, die verschiedenen Phasen der Finanzierung, die Akteure am Markt, Exit-Strategien sowie die Rolle von Staging, Monitoring und Syndizierung zur Bewältigung von Informationsasymmetrien.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Venture Capital-Gebern zur Wertsteigerung von Portfoliounternehmen durch aktive Managementunterstützung empirisch zu hinterfragen und die Effektivität verschiedener Steuerungsstrategien aufzudecken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und wertet eine Vielzahl empirischer Studien aus, die Datensätze zu VC-Finanzierungen, Börsengängen (IPO) und dem Verhalten verschiedener Investorentypen analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu VC-Zyklen und Exit-Kanälen sowie einen umfangreichen empirischen Teil, der das Managementverhalten, die Auswirkungen von Beratung und Monitoring sowie die Relevanz von Syndizierungen prüft.
Die zentralen Begriffe sind Venture Capital, Finanzierungsphasen, Staging, Monitoring, Syndizierung, Performance, Managementunterstützung und Prinzipal-Agenten-Beziehung.
Die Unterscheidung verdeutlicht, dass unterschiedliche Investorengruppen wie Business Angels (informell) oder unabhängige VC-Gesellschaften (formell) differierende Motive und Kapazitäten bei der Beratung junger Unternehmen besitzen.
Syndizierungen ermöglichen die Aufteilung von Risiken auf mehrere Investoren und die Bündelung unterschiedlicher Expertise, was dazu beitragen kann, Informationsasymmetrien kosteneffizienter zu überwinden und Projekte erfolgreich zu finanzieren.
Während Grandstanding in den USA empirisch belegt ist, zeigt sich in der Arbeit, dass deutsche VC-Geber, insbesondere im Kontext von weniger reputierten Institutionen, oft kurzfristige Exit-Ziele verfolgen, was jedoch eine komplexe Analyse erfordert.
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