Diplomarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,50
1 Einleitung
1.1 Einführung und Thematik
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Europäisches Gemeinschaftsrecht, Rechtsgrundlagen und Historie der SE
2.1 Einfluss des europäischen Gemeinschaftsrechts auf die nationalen Gesetzgebungen
2.2 Entstehungsgeschichte der SE
2.3 Rechtsgrundlagen der SE
3 Gesellschaftsrechtliche Grundlegung der Gründung und Sitzverlegung der SE
3.1 Einführung
3.2 Numerus Clausus der Gründungsformen
3.2.1 Gründung einer SE durch Verschmelzung
3.2.2 Gründung einer Holding-SE
3.2.3 Gründung einer Tochter-SE
3.2.4 Umwandlung einer bestehenden nationalen Aktiengesellschaft in eine SE
3.3 Grenzüberschreitende Sitzverlegung
3.4 Vorteile der SE bei Sitzverlegung gegenüber einer deutschen Gesellschaftsform aus gesellschaftsrechtlicher Sicht
3.5 Ergebnis
4 Prüfungs- und Publizitätspflichten der SE im steuerlichen Kontext
4.1 Einführung
4.2 Abschlussprüfung bei der SE
4.3 Publizitätspflichten der SE
4.4 Ergebnis
5 Besteuerung und Rechnungslegung der SE
5.1 Einführung in die Besteuerung und Rechnungslegung der SE
5.2 Steuern bei Gründung einer SE
5.3 Rechnungslegung bei Gründung einer SE
5.4 Gründung einer SE durch Verschmelzung
5.4.1 Rechnungslegung bei Gründung durch Verschmelzung
5.4.2 Allgemeine Regelungsinhalte der Fusionsrichtlinie (FRL) zur Besteuerung der Verschmelzung
5.4.3 Besteuerungsaufschub und Betriebsstättenprinzip
5.4.4 Ebene der übertragenden Gesellschaft – Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.4.5 Ebene der übertragenden Gesellschaft – Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.4.6 Ebene der übernehmenden Gesellschaft (SE) – Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.4.7 Ebene der übernehmenden Gesellschaft (SE) – Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.4.8 Ebene der Anteilseigner – Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.4.9 Ebene der Anteilseigner – Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.4.10 Sonderfall – Verschmelzung ausländischer Gesellschaften mit Inlandsbezug
5.4.11 Zwischenergebnis
5.5 Gründung einer Holding-SE
5.5.1 Rechnungslegung bei Gründung einer Holding-SE
5.5.2 Ebene der erworbenen Gesellschaft
5.5.3 Ebene der erwerbenden Gesellschaft (SE)
5.5.4 Ebene der Anteilseigner – Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.5.5 Ebene der Anteilseigner – Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.5.6 Zwischenergebnis
5.6 Gründung einer Tochter-SE
5.6.1 Rechnungslegung bei Gründung einer Tochter-SE
5.6.2 Besteuerung der Gründung durch Bareinlage
5.6.3 Besteuerung der Gründung durch Sacheinlage – Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.6.4 Besteuerung der Gründung durch Sacheinlage – Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.6.5 Zwischenergebnis
5.7 Umwandlung einer bestehenden Aktiengesellschaft
5.7.1 Rechnungslegung bei Umwandlung einer bestehenden Aktiengesellschaft
5.7.2 Besteuerung der Umwandlung einer bestehenden Aktiengesellschaft
5.8 Aufgabe des Maßgeblichkeitsgrundsatzes
5.9 Steuern und Rechnungslegung bei Sitzverlegung
5.9.1 Rechnungslegung bei Sitzverlegung
5.9.2 Steuerliche Regelungen der Fusionsrichtlinie
5.9.3 Umsetzung der FRL in deutsches Recht
5.10 Laufende Besteuerung
5.11 Vorteile der SE bei Sitzverlegung gegenüber einer deutschen Gesellschaftsform aus steuerrechtlicher Sicht
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Gesellschaftsform der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) hinsichtlich ihrer steuerlichen Systematik sowie der anzuwendenden Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Publizitätspflichten, wobei der Schwerpunkt auf den Rahmenbedingungen in Deutschland unter Berücksichtigung des SEStEG liegt.
1.1 Einführung und Thematik
Bisher waren in Deutschland Unternehmensgründungen nur den nationalen Gesellschaftsformen vorbehalten. Insbesondere sind dies auf dem Gebiet der in Deutschland und auch international agierenden Unternehmen zum einen die Personengesellschaften in Form der Offenen Handelsgesellschaften (OHG) und der Kommanditgesellschaften (KG), die zumeist den deutschen Mittelstand repräsentieren, und zum anderen die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) sowie die Aktiengesellschaften (AG) als Kapitalgesellschaften. Zusätzlich steht als Mischform, bezüglich einer Beschränkung der Haftungssumme, die GmbH & Co. KG als Alternative zur reinen KG zur Verfügung.
Insbesondere bei transnationalen Akten der oben genannten Gesellschaften waren Hürden bezüglich nicht einheitlicher Rechtssysteme und die damit verbundenen Handelshemmnisse an der Tagesordnung. Diesen Problemen sollte durch die Möglichkeit zur Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft begegnet werden.
Seit dem 08.Oktober 2004 steht nunmehr für Unternehmen und Konzerne der Europäischen Union (EU) sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) durch die supranationale europäische Rechtsform der Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea - SE) eine Gesellschaftsform zur Verfügung, die die grenzüberschreitende Mobilität und Flexibilität erhöhen soll.
Bei der Societas Europaea handelt es sich um eine juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Kapital in Aktien zerlegt und an der Börse handelbar ist. Das Mindestkapital dieser Gesellschaften beträgt 120.000,-- EUR (Art. 4 Abs. 2 SE-VO1). Der Satzungssitz ist der Ort der Hauptverwaltung in der EU oder im EWR (Art. 7 SE-VO).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Thematik der Europäischen Aktiengesellschaft vor und definiert die Ziele sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Europäisches Gemeinschaftsrecht, Rechtsgrundlagen und Historie der SE: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss des europäischen Rechts auf nationale Gesetzgebungen sowie die historische Entwicklung und rechtliche Basis der SE.
3 Gesellschaftsrechtliche Grundlegung der Gründung und Sitzverlegung der SE: Hier werden die verschiedenen Gründungsformen und die Thematik der grenzüberschreitenden Sitzverlegung analysiert.
4 Prüfungs- und Publizitätspflichten der SE im steuerlichen Kontext: Dieses Kapitel untersucht die relevanten Vorschriften für Abschlussprüfungen und Offenlegungspflichten der SE.
5 Besteuerung und Rechnungslegung der SE: Das Kernstück der Arbeit befasst sich detailliert mit der steuerlichen Behandlung und Rechnungslegung in verschiedenen Gründungsszenarien und bei Sitzverlegungen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die Zukunft der SE als Rechtsform.
Europäische Aktiengesellschaft, SE, Societas Europaea, Besteuerung, Rechnungslegung, Fusionsrichtlinie, SEStEG, grenzüberschreitende Verschmelzung, Sitzverlegung, Umwandlung, Abschlussprüfung, Publizitätspflichten, Steuerneutralität, Handelsbilanz, Konzernrecht.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der europäischen Rechtsform der SE, insbesondere mit deren Besteuerungssystematik sowie den Rechnungslegungs- und Publizitätsregeln in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die Gründungsmethoden der SE, die grenzüberschreitende Sitzverlegung, die Umsetzung europäischer Richtlinien in deutsches Recht (insb. durch das SEStEG) und die steuerrechtlichen Konsequenzen von Umstrukturierungen.
Ziel ist es, die Besteuerungssystematik der SE zu analysieren und die Auswirkungen der geänderten Rechtslage durch das SEStEG und die Fusionsrichtlinie auf deutsche Unternehmen darzustellen.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Untersuchung der europäischen Rechtsnormen, nationalen Gesetze (HGB, UmwStG, etc.) sowie der einschlägigen EuGH-Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen, die Prüfungs- und Publizitätspflichten sowie die detaillierte steuerliche und rechnungslegungsbezogene Analyse verschiedener Gründungsarten und der Sitzverlegung.
Die zentralen Begriffe sind Europäische Aktiengesellschaft (SE), Besteuerung, Rechnungslegung, Fusionsrichtlinie, SEStEG, Verschmelzung und Sitzverlegung.
Das SEStEG ist zentral, da es die steuerlichen Begleitmaßnahmen zur Einführung der SE in Deutschland regelt und das Umwandlungssteuergesetz an europäische Vorgaben angepasst hat.
Die Sitzverlegung ist komplex, da sie Auswirkungen auf die Steuerhoheit hat und lange Zeit in Deutschland nur unter Inkaufnahme einer Liquidationsbesteuerung möglich war, was nun durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen reformiert wurde.
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