Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 2,7
0 Management Summary
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Region
2.1.1 Überblick zur regionalen Vielfalt
2.1.2 Regionalismus, Regionalisierung und Regionalpolitik
2.2 Innovation
2.2.1 Begriffsverständnis
2.2.2 Begründer der Innovationstheorie – Joseph Alois Schumpeter
2.2.3 Arten und verwandte Begriffe von Innovationen
2.2.4 Der Innovationsprozess
3 Region aus geographischer Perspektive
3.1 Historie und Regionen in Deutschland
3.2 Raum-, Maßstabs- sowie sachlicher Bezug
3.2.1 Der Raumbezug
3.2.2 Der Maßstabsbezug
3.2.3 Der sachliche Bezug
3.3 Theorie der Raumstruktur
3.3.1 Transportkosten
3.3.2 Nachfrageverhalten
3.3.3 Agglomerationseffekte
3.4 Regionsbildung
4 Region aus soziologischer Perspektive
4.1 Region als soziales Gebilde
4.2 Segregation
4.3 Disparitäten
4.3.1 Regionale Disparitäten
4.3.2 Soziale Disparitäten
4.3.3 Ost-West-Disparitäten
4.4 Räumliche Mobilität und Migration
5 Region aus ökonomischer Perspektive
5.1 Ökonomischer Strukturwandel
5.2 Standortfaktoren im Überblick
5.3 Situationsanalyse
5.4 Regionalmarketing
5.5 Theorie von Unternehmensnetzwerken
5.5.1 Begriff und Hierarchie
5.5.2 Informationsaustausch und Innovation
6 Kritische Würdigung der drei Perspektiven
6.1 Gegenüberstellung der Ansichten – Zwischenfazit
6.2 Auswirkungen von Maßnahmen
7 Innovationssysteme
7.1 Das Diamant-Konzept
7.2 Nationale Innovationssysteme
7.2.1 Begriffsbestimmungen
7.2.1.1 Erste Ansätze
7.2.1.2 Die Lundvall-Version
7.2.1.3 Der OECD-Ansatz
7.2.2 Das deutsche Innovationssystem
7.2.3 Kritikansätze
7.3 Regionale Innovationssysteme
7.3.1 Theoretische Erklärungsansätze regionaler Innovationsdynamik
7.3.1.1 Industrial Districts und Cluster
7.3.1.2 Innovative Milieus und (regionale) Innovationsnetzwerke
7.3.1.3 Technopols und lernende Regionen
7.3.2 Das Konzept regionaler Innovationssysteme
7.3.2.1 Definitorische Grundlagen und Charakteristika
7.3.2.2 Regionen- und Systemverständnis
7.3.2.3 Typologie von regionalen Innovationssystemen
7.3.2.4 Bewertung regionaler Innovationssysteme
7.3.2.5 Regionale Innovationssysteme in Deutschland
7.4 Region Baden-Württemberg
7.4.1 Geographische Rahmenbedingungen
7.4.2 Soziologische Perspektive
7.4.3 Wirtschaftliches Profil
7.4.4 Regionale Innovationssysteme in Baden-Württemberg
7.4.4.1 Hochschul- und Forschungslandschaft
7.4.4.2 Erklärungsansätze regionaler Innovationssysteme des Landes
7.4.4.3 Konzept und Typologie regionaler Innovationssysteme des Landes
8 Zusammenfassung und Schlusswort
Die Arbeit untersucht den ökonomischen Regionalbegriff unter Einbeziehung geographischer und soziologischer Perspektiven, um das Konzept regionaler Innovationssysteme (RIS) fundiert zu analysieren und deren Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen herauszuarbeiten.
2.2.1 Begriffsverständnis
Der aus dem Lateinischen stammende Begriff „Innovation“ entspricht dem Intensivum innovare, was soviel heißt wie „kraftvoll erneuern“ bzw. die Einführung von etwas Neuem oder Erneuerung. Jedoch ist gleich zu Beginn festzustellen, dass es aufgrund des Fehlens einer in sich geschlossenen und umfassenden Innovationstheorie keine allgemeingültige und einheitliche Definition des Innovationsbegriffs gibt. „Innovation ist ein schillernder, ein modischer Begriff.“ In den letzten Jahren ist er vor allem in Bereichen der Gesellschaft, der Politik und vor allem der Wirtschaft präsent geworden. Als grundlegendes Kriterium einer Innovation lässt sich die Neuartigkeit oder Neuheit identifizieren. Weitere Kriterien wie der Zielbezug (wirtschaftlicher Erfolg, wirksamere Zielerreichung), die Verwertungsrichtung (Markteinführung, Nutzung) und der Prozessaspekt kommen noch hinzu. Es herrscht jedoch keine Einigkeit darüber, was „neu“ bedeutet. Eine Neuerung kann für ein Individuum oder eine Institution subjektiv neu sein, obwohl sie von anderen bereits genutzt wird (Betriebsneuheit). Dagegen liegt eine objektive Neuheit vor, wenn bisher noch keine Anwendung erfolgt ist. Dann spricht man von einer Markt- oder Weltneuheit. Eine Innovation wird heute aus betriebswirtschaftlicher Sicht meist als „Betriebsneuheit“ aufgefasst, da sich aus jeder Art von Innovation Konsequenzen für das jeweilige Unternehmen ergeben, auch wenn die Neuerung bereits woanders eingesetzt wurde. Innovationen können jedoch auch für Branchen, Regionen oder ganze Volkswirtschaften neu sein.
Uhlmann versteht Innovation als einen „Prozess“ und vertritt folgende Definition: „Unter einer Innovation wird der gesamte Prozess der Erforschung, Entwicklung und Anwendung einer Technologie verstanden. Dieser Prozess besteht definitionsgemäß also aus mehreren logisch aufeinander folgenden Phasen (Subprozessen), die sich analytisch unterscheiden lassen.“
0 Management Summary: Bietet einen kompakten Überblick über die interdisziplinäre Herangehensweise an den Regionalbegriff und die zentrale Rolle von Innovationssystemen.
1 Einleitung: Erläutert die Relevanz der räumlichen Dimension ökonomischer Aktivitäten und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2 Begriffliche Grundlagen: Klärt grundlegende Definitionen von Region und Innovation sowie die historischen Ursprünge der Innovationstheorie.
3 Region aus geographischer Perspektive: Analysiert die historische Dimension, räumliche Bezüge und die Theorie der Raumstruktur als Basis für regionale Innovationssysteme.
4 Region aus soziologischer Perspektive: Untersucht soziale Gebilde, Segregation, Disparitäten sowie räumliche Mobilität und deren Einfluss auf regionale Strukturen.
5 Region aus ökonomischer Perspektive: Behandelt den Strukturwandel, Standortfaktoren, Regionalmarketing und die Bedeutung von Unternehmensnetzwerken für die Wettbewerbsfähigkeit.
6 Kritische Würdigung der drei Perspektiven: Fasst die drei Ansätze zusammen und reflektiert die Auswirkungen von Maßnahmen in einem interdisziplinären Kontext.
7 Innovationssysteme: Bildet den Kernteil der Arbeit mit Fokus auf nationale und regionale Innovationssysteme, das Diamant-Konzept sowie die Fallstudie Baden-Württemberg.
8 Zusammenfassung und Schlusswort: Zieht ein Resümee der Arbeit und diskutiert aktuelle Herausforderungen sowie künftige Entwicklungen für Regionen.
Region, Innovation, Regionale Innovationssysteme, Standortfaktoren, Unternehmensnetzwerke, Geographie, Soziologie, Wettbewerbsfähigkeit, Strukturwandel, Regionalmarketing, Lernende Regionen, Baden-Württemberg, Cluster, Disparitäten, Innovationsmanagement.
Die Diplomarbeit untersucht den ökonomischen Begriff der Region unter Einbeziehung geographischer und soziologischer Aspekte, insbesondere im Kontext von Innovationsprozessen.
Im Mittelpunkt stehen die begriffliche Klärung von Region und Innovation, die Analyse regionaler Wirtschaftsstrukturen sowie die Konzepte nationaler und regionaler Innovationssysteme.
Ziel ist es, die Bedeutung von Regionen für die Wettbewerbsfähigkeit zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie durch eine harmonische Abstimmung von geographischen, soziologischen und ökonomischen Faktoren Innovationspotenziale gefördert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten, interdisziplinären Literaturrecherche, die Erkenntnisse aus Geographie, Soziologie und Wirtschaftstheorie zusammenführt und anhand von Fallbeispielen, insbesondere Baden-Württemberg, illustriert.
Der Hauptteil analysiert Regionen aus drei fachlichen Perspektiven, würdigt diese kritisch und stellt das umfangreiche Konzept der Innovationssysteme sowie deren regionale Ausprägungen und Typologien vor.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Regionale Innovationssysteme, Standortfaktoren, Unternehmensnetzwerke, Lernende Regionen und die interdisziplinäre Regionalbetrachtung charakterisiert.
Baden-Württemberg dient als Ideal-Region, da es als eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder Europas gilt und die theoretischen Konzepte regionaler Innovationssysteme durch eine starke industrielle Basis und Forschungsinfrastruktur in der Praxis veranschaulicht.
Netzwerke dienen als Bindeglieder für den Informationsaustausch und die Kooperation zwischen Akteuren, was die Innovationsfähigkeit stärkt und für den Erfolg in einem globalisierten Wettbewerbsumfeld entscheidend ist.
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