Examensarbeit, 2007
59 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit befasst sich mit der Konstruktion von Nationalismus in Deutschland um 1800 und dessen Verbindung zur Entwicklung nationaler Identität. Sie untersucht, wie das Kollektiv im Spannungsfeld von Kultur und Politik konstruiert wird. Im ersten Teil werden Definitionen erläutert, historische Grundlagen auf sprachhistorischer und politischer Ebene verknüpft und ein Gesamtbild des deutschen Kulturnationalismus gezeichnet. Das Codemodell von GIESEN, das die „kollektive Identität und die kulturellen Codes“ betrachtet, dient als Grundlage für die Analyse der Entwicklung der nationaldeutschen Identität. Im Mittelpunkt stehen die Abgrenzung des deutschen Bildungsbürgertums vom Fremden, insbesondere der Kontrast zur französischen Identität.
Das erste Kapitel definiert die Untersuchungsthemen, erläutert die Textauswahl und die zugrundeliegenden Interpretationsansätze. Das zweite Kapitel stellt das Codemodell von GIESEN vor, das die Konstruktion kollektiver Identität über verschiedene Codes erklärt. Der dritte Teil beleuchtet die Rolle des Bildungsbürgertums und des Kulturnationalismus in Deutschland. Das vierte Kapitel untersucht Schillers „Deutsche Größe“ im Hinblick auf die Konstruktion der kollektiven Identität und die verwendeten Argumentationsmittel, insbesondere die Bedeutung von Sprache und der politische Hegemonieanspruch.
Nationale Identität, Nationalismus, Kulturnationalismus, Codemodell, Kollektive Identität, Bildungsbürgertum, Sprache, Nation, Volk, Deutsche Größe, Schiller, Frankreich, GIESEN.
Nationalismus wird als Konstruktion kollektiver Identität im Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik begriffen.
Es ist ein Modell zur Erklärung kollektiver Identität durch drei Codes: den primordialen, den traditionellen und den universalistischen Code.
In diesem Werk wird untersucht, wie Schiller Sprache und Kultur einsetzt, um eine nationale Identität jenseits politischer Macht zu konstruieren.
Kulturnationalismus definiert die Nation primär über gemeinsame kulturelle Werte wie Sprache und Literatur statt über politische Grenzen.
Die Abgrenzung diente der Schärfung der eigenen deutschen Identität im Kontrast zum französischen Einfluss um 1800.
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