Magisterarbeit, 2007
99 Seiten, Note: 1,5
1. DIE BEDEUTUNG VON FARBEN IN UNSEREM TÄGLICHEN LEBEN SOWIE DARSTELLUNG DER GLIEDERUNG MEINER ARBEIT
2. SPRACHHISTORISCHER TEIL
2.1 VORBEMERKUNG: DER ÜBERGANG VOM LATEINISCHEN INS FRANZÖSISCHE
2.2 DIE FARBE WEIß
2.2.1 Die Farbe Weiß im Lateinischen
2.2.2 Die Farbe Weiß im Altfranzösischen
2.2.3 Zusammenfassung
2.3 DIE FARBE SCHWARZ
2.3.1 Die Farbe Schwarz im Lateinischen
2.3.2 Die Farbe Schwarz im Altfranzösischen
2.3.3 Zusammenfassung
2.4 DIE FARBE ROT
2.4.1 Die Farbe Rot im Lateinischen
2.4.2 Die Farbe Rot im Altfranzösischen
2.4.3 Zusammenfassung
2.5 DIE FARBE BLAU
2.5.1 Die Farbe Blau im Lateinischen
2.5.2 Zusammenfassung
2.5.3 Die Farbe Blau im Altfranzösischen
2.5.4 Zusammenfassung
2.6 DIE FARBE GELB
2.6.1 Die Farbe Gelb im Lateinischen
2.6.2 Die Farbe Gelb im Altfranzösischen
2.7 DIE FARBE GRÜN
2.7.1 Die Farbe Grün im Lateinischen
2.7.2 Zusammenfassung
2.7.3 Die Farbe Grün im Altfranzösischen
2.8 DIE FARBE GRAU
2.8.1 Die Farbe Grau im Lateinischen
2.8.2 Die Farbe Grau im Altfranzösischen
2.9 DIE FARBE BRAUN
2.9.1 Die Farbe Braun im Lateinischen
2.9.2 Die Farbe Braun im Altfranzösischen
2.10 DIE FARBE VIOLETT
2.10.1 Die Farbe Violett im Lateinischen
2.10.2 Die Farbe Violett im Altfranzösischen
2.11 ALTFRANZÖSISCHE ENTLEHNUNGEN AUS DEM GERMANISCHEN?
2.12 FARBADJEKTIVE IN DER ALTFRANZÖSISCHEN LITERATUR
3. FARBADJEKTIVE IM HEUTIGEN FRANZÖSISCH
3.1 DIE BILDUNG VON FARBADJEKTIVEN IM HEUTIGEN FRANZÖSISCH
3.2 FARBADJEKTIVE IM HEUTIGEN FRANZÖSISCH
3.2.1 Die Farbe Weiß
3.2.2 Die Farbe Schwarz
3.2.3 Die Farbe Rot
3.2.4 Die Farbe Blau
3.2.5 Die Farbe Gelb
3.2.6 Die Farbe Grün
3.2.7 Die Farbe Grau
3.2.8 Die Farbe Braun
3.2.9 Die Farbe Violett
3.2.10 Die Farbe Rosa
3.2.11 Die Farbe Orange
3.3 FARBADJEKTIVE IN ZEITGENÖSSISCHER LITERATUR
3.4 BEISPIEL FÜR EINE IN DER KOSMETIKINDUSTRIE BESONDERS WICHTIGE FARBE: ROT
4. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht sprachhistorische Entwicklungen und zeitgenössische Tendenzen von Farbbezeichnungen im Französischen. Dabei wird analysiert, wie sich das Farbsystem vom Lateinischen über das Altfranzösische bis hin zum heutigen Französisch gewandelt hat, wobei ein besonderer Fokus auf der Kreativität der Farbbildung in der heutigen Mode- und Kosmetikindustrie liegt.
2.1 Vorbemerkung: der Übergang vom Lateinischen ins Französische
Auf dem Gebiet des heutigen Frankreich siedeln seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. Gallier, die zum Volksstamm der Kelten gehören. Im ersten Jahrhundert v. Chr. wird Gallien von Caesar unterworfen. Dabei wird die heimische keltische Sprache sehr schnell zugunsten der Sprache der Eroberer aufgegeben, da das Lateinische über ein sehr hohes Prestige verfügt. Das von den Besatzungssoldaten in Gallien verbreitete Latein, also die gesprochene Sprache des römischen Volkes, wird Vulgärlatein genannt. Es unterscheidet sich stark vom klassischen Latein der Philosophen und Poeten, das uns schriftlich in vielen Zeugnissen überliefert wurde. Wie das Vulgärlatein ausgesehen hat, wissen wir hingegen nicht genau, da es sich weitgehend auf die gesprochene Sprache beschränkt.
Genauso wenig wissen wir, wann genau die Menschen aufhörten, Vulgärlatein zu sprechen. Der Übergang fand sicher nicht plötzlich und von einem Tag auf den anderen statt, sondern vollzog sich langsam über mehrere Jahrhunderte. Der Zusammenbruch des Weströmischen Reiches um 400 mit dem einhergehenden Verlust des kulturellen Prestiges hat sicher Anteil daran. Auf dem Gebiet Galliens gibt es bereits im 5. Jhd. keine Rhetorikerschulen mehr. „Zwischen dem 5. und 9. Jh. [hat] jede Generation etwas weniger Lateinisch bzw. etwas mehr Französisch gesprochen (...) als die vorausgehende Generation.“4 Fassbar wird die Veränderung schließlich in den ersten Texten, die als „französisch“ gelten. Als frühester französischer Text gelten die Straßburger Eide von 842. Dabei handelt es sich um eine Urkunde in lateinischer Sprache mit volkssprachlichen Eidesformeln5. Diese frühe romanische Sprache nennt man Rustica romana lingua. Im 9. Jhd. war man sich also der Tatsache bewusst geworden, dass die Volkssprache sich bereits so sehr vom Lateinischen wegentwickelt hat, dass es bereits zu Verständigungsproblemen kommt.
1. DIE BEDEUTUNG VON FARBEN IN UNSEREM TÄGLICHEN LEBEN SOWIE DARSTELLUNG DER GLIEDERUNG MEINER ARBEIT: Das Kapitel führt in die psychologische und praktische Relevanz von Farben im Alltag ein und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. SPRACHHISTORISCHER TEIL: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Entwicklung der Farbbezeichnungen für jede Grundfarbe vom Lateinischen über das Vulgärlatein bis hin zum Altfranzösischen.
3. FARBADJEKTIVE IM HEUTIGEN FRANZÖSISCH: Das Kapitel untersucht die gegenwärtigen Farbbildungsprozesse, insbesondere den Einfluss von Mode und Kosmetik sowie die veränderten Frequenzen von Farbadjektiven in zeitgenössischer Literatur.
4. FAZIT: Die Schlussbetrachtung fasst den Wandel des Farbsystems zusammen und diskutiert die Vereinfachung des Grundwortschatzes sowie den kreativen Ausbau durch Sekundärfarbwörter.
Farbadjektive, Latein, Altfranzösisch, Neufranzösisch, Farbbezeichnungen, Sprachgeschichte, Kosmetikindustrie, Literaturanalyse, Grundfarbwörter, Sekundärfarbwörter, Farbsymbolik, Sprachentwicklung, Farbnuancen, Etymologie, Wortbildung.
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die heutige Verwendung von Farbbezeichnungen im Französischen, wobei sie den Übergang vom Lateinischen über das Altfranzösische bis zur modernen Sprache nachzeichnet.
Die Themenfelder umfassen die Etymologie von Farbwörtern, den Einfluss historischer Sprachkontakte (z.B. mit dem Germanischen) sowie die kreative Benennung von Farben in der modernen Kosmetikindustrie.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Farbsystem verändert hat, warum manche Wörter verschwanden und wie neue, oft kontextbezogene Farbbezeichnungen entstanden sind.
Es werden sowohl sprachhistorische Analysen durchgeführt als auch statistische Auswertungen zur Häufigkeit von Farbadjektiven in verschiedenen literarischen Epochen und Werken vorgenommen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Analyse der Entwicklung für jede einzelne Farbe, vom Lateinischen bis hin zur heutigen Verwendung im Französischen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Primärfarbwörter, Sekundärfarbwörter, Farbspektrum, etymologische Entwicklung und die Rolle des Kontexts bei der Farbbildung.
In der Kosmetikbranche werden zunehmend asyndetische Komposita verwendet, um durch kreative, oft englische oder italienische Begriffe, wie "Rouge Gipsy", eine besondere Eleganz oder Exklusivität zu suggerieren.
Wie die Arbeit darlegt, war das "Blau" im Lateinischen und Altfranzösischen semantisch instabil und oft unklar von "Grün" abgegrenzt, weshalb es sich erst spät als stabiles Grundfarbwort etablieren konnte.
Das Fazit widerspricht der These einer bloßen "Verarmung" der Sprache; vielmehr habe sich der Grundwortschatz zwar vereinfacht, doch sei die Sprache durch die Notwendigkeit, immer mehr Nuancen für Mode und Technik zu benennen, heute kreativer denn je.
Die literarische Analyse dient als Beleg dafür, wie sich die Popularität bestimmter Farben über die Jahrhunderte gewandelt hat, etwa indem sie den Aufstieg von "Weiß" und "Rot" im mittelalterlichen Epos oder die heutige Präferenz für "Rosa" in zeitgenössischer Prosa aufzeigt.
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