Diplomarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Der Wandel
3 Der/die LehrerIn als Change Agentry
3.1 Fallbeispiel IGL
3.2 Kollegiale Beratung
4 Die Außenwelt
5 Erziehung vs. Bildung
6 Soziales Lernen als Grundvoraussetzung für schulisches Lernen
7 Das Lehrsystem
7.1 Handlungsebene
7.2 Metaebene
7.3 Beziehungsebene
7.4 Therapeutische Ebene
7.5 Unterrichtskriterien
7.5.1 Qualitätskriterien
7.5.1.1 Qualitätskriterien für die Beziehungsebene
7.5.1.2 Qualitätskriterien für die Inhaltsebene
7.5.2 LehrerInnenkriterien
7.5.3 SchülerInnenkriterien
8 Outdooraktivitäten
8.1 Stellenwert der handlungsorientierten Methoden
8.2 Bedeutung für die Schule
9 Empirischer Teil
9.1 Thema der Diplomarbeit
9.2 Erklärung zum Projekt
9.3 Inhalt des empirischen Teils
9.4 Ziel
9.5 Der Fragebogen
9.5.1 SchülerInnenfragebogen
9.5.2 LehrerInnenfragenbogen
9.6 Die Gütekriterien der Skalen
9.6.1 SchülerInnenskalen
9.6.1.1 Linzer Fragebogen
9.6.1.2 Berliner Skalen
9.6.1.3 Schülerperzipierte Lehrerbezugsnorm
9.6.1.4 Fachkompetenz
9.6.1.5 Lebensweltbezug
9.6.1.6 Soziale Etikettierung
9.6.2 LehrerInnenskalen
9.6.2.1 Skala zur Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung
9.6.2.2 Skala zur Lehrer-Bezugsnorm-Orientierung
9.6.2.3 Maslach Burnout Inventory
9.6.2.4 Berufliche Belastung
9.6.2.5 Herausforderungs-, Bedrohungs- und Verlusteinschätzungen von Lehrern
9.6.2.6 Kollektive Selbstwirksamkeitserwartung
9.6.2.7 Rivalität
9.6.2.8 Lernbereitschaft
9.7 Hypothesen
9.8 Geschlechtsspezifischer Vergleich von Versuchsklassen und Kontrollklassen der befragten SchülerInnen
9.8.1 Lebensweltbezug
9.8.2 Unterrichtszufriedenheit
9.8.3 Schüler-Sozialklima
9.8.4 Schülerperzipierte Lehrerbezugsnorm
9.8.5 Fachkompetenz
9.8.6 Soziale Etikettierung
9.8.7 Störeignung
9.8.8 Unterrichtsdruck
9.8.9 Vermittlungsqualität
9.8.10 Schülerbeteiligung
9.8.11 Pädagogisches Engagement
9.8.12 Restriktivität
9.8.13 Mitsprache der SchülerInnen
9.8.14 Rivalität in der Klasse
9.8.15 Lernbereitschaft in der Klasse
9.8.16 Zusammenfassung
9.9 Vergleich zwischen LehrerInnen und SchülerInnen
9.9.1 Balkendiagramme der LehrerInnenskalen
9.9.2 Balkendiagramme der SchülerInnenskalen
9.9.3 Qualitativer Vergleich der SchülerInnenskalen mit den LehrerInnenskalen
10 Schlußwort
11 Literatur
Die Diplomarbeit untersucht die Wirkung handlungsorientierter Methoden (insbesondere Integrativer Outdoor-Aktivitäten) auf Lehr- und Lernstrategien. Ziel ist es, den Einfluss solcher Interventionen auf das schulische Umfeld sowie die Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern kritisch zu analysieren und unterschiedliche Sichtweisen dieser Gruppen in Beziehung zu setzen.
3 Der/die LehrerIn als Change Agentry
Unter Change Agentry wird eine Person, die sich mit dem Wesen des Wandels und des Wandlungsprozesses beschäftigt und sich diesen bewusst macht, bezeichnet. (Fullan, 1999, S 54)
Der Wandel hat die Eigenschaft unberechenbar und flüchtig zu sein. Somit ist es eine unabdingbare Notwendigkeit immer flexibel und offen für alle Probleme, Situationen und Ereignisse zu sein. Change Agentries befassen sich ausdrücklich mit der Suche nach neuen Erkenntnissen und Fähigkeiten, durch die sie den Veränderungsprozess besser bewältigen und immer mehr Elemente so beeinflussen können, dass angestrebte Ziele erreicht werden. Außerdem sind sie immer offen für neue Ziele, die sich möglicherweise im Verlauf des Prozesses ergeben.
Nun stellt sich die Frage, welche Konzeption und Fähigkeiten denn ein(e) engagierte(r) LehrerIn mitbringen sollte, damit er/sie ein(e) effektive(r) MittlerIn des Wandels werden kann.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den persönlichen Hintergrund des Themas, die Motivation der Arbeit sowie den methodischen Aufbau von theoretischen Grundlagen hin zum empirischen Teil.
2 Der Wandel: Das Kapitel beschreibt den ständigen Veränderungsprozess in der Schule als komplexes System und betont die Notwendigkeit für Lehrkräfte, flexibel auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.
3 Der/die LehrerIn als Change Agentry: Dieses Kapitel definiert die Rolle der Lehrkraft als aktiven Gestalter von Veränderungsprozessen und stellt erforderliche Fähigkeiten wie Visionsentwicklung und lebenslanges Lernen vor.
4 Die Außenwelt: Es wird die Wechselwirkung zwischen Schule und ihrem externen Umfeld (politische Rahmenbedingungen, Gesellschaft) beleuchtet und die Bedeutung der Schulleitung hervorgehoben.
5 Erziehung vs. Bildung: Das Kapitel befasst sich mit der veränderten Aufgabe der Schule, die über reine Wissensvermittlung hinausgeht und soziale Kompetenzen sowie kritisches Denken fördern soll.
6 Soziales Lernen als Grundvoraussetzung für schulisches Lernen: Hier wird die Notwendigkeit der Rekonstruktion des sozialen Miteinanders als Basis für erfolgreiches schulisches Lernen thematisiert.
7 Das Lehrsystem: Es werden Ebenen der Unterrichtsentwicklung (Handlungsebene, Metaebene, etc.) und spezifische Qualitätskriterien für modernen, handlungsorientierten Unterricht definiert.
8 Outdooraktivitäten: Dieses Kapitel führt in den erlebnispädagogischen Ansatz ein und begründet den Einsatz von Outdoor-Methoden zur Verbesserung der Lernumgebung.
9 Empirischer Teil: Der Hauptteil beschreibt das Forschungsprojekt, die eingesetzten Fragebögen zur Erfassung von Einstellungen bei Schülern und Lehrern sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
10 Schlußwort: Ein abschließendes Resümee über die Herausforderungen der Umsetzung von Theorie in die Schulpraxis und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
11 Literatur: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schulentwicklung, Handlungsorientiertes Lernen, Outdoor-Aktivitäten, Lehrerrolle, Change Agentry, Sozialklima, Lehr- und Lernstrategien, Gender Mainstreaming, Schulorganisation, Empirische Schulforschung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Burnout-Prophylaxe, Personal Mastery, Soziales Lernen, Unterrichtsqualität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie handlungsorientierte Methoden – insbesondere Outdoor-Aktivitäten – genutzt werden können, um den Wandel von Lehr- und Lernstrategien in der Schule positiv zu beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem professionellen Selbstverständnis von Lehrkräften, der Schulentwicklung, dem sozialen Lernen und der empirischen Untersuchung von Klassenklima und Unterrichtserfahrungen.
Das Ziel besteht darin, den Zusammenhang zwischen handlungsorientierten Interventionen und den Lernstrategien an verschiedenen Schulen aufzuzeigen und die Sichtweisen von Schülern und Lehrkräften kritisch gegenüberzustellen.
Es handelt sich um eine prospektive Längsschnittuntersuchung mit einem quasi-experimentellen Versuchsplan, wobei Fragebögen (Vorher-Nachher-Vergleiche bei Schülern) und qualitative Interviews verwendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen hermeneutischen Teil, der theoretische Rahmenbedingungen (Wandel, Erziehung, Outdoor-Pädagogik) erarbeitet, und einen empirischen Teil, der die statistische Auswertung der Schulentwicklungsdaten präsentiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Schulentwicklung, handlungsorientiertes Lernen, Change Agentry und Lehr- und Lernstrategien.
Es ist wichtig, weil Lehrer in modernen Schulen nicht nur Stoff vermitteln, sondern aktiv an Veränderungsprozessen mitwirken müssen, um flexibel auf die ständigen Anforderungen des Systems Schule reagieren zu können.
IGL steht für "Interessengemeinschaft Lernen". Es ist ein Beispiel für ein lernendes System in der Schule, bei dem Lehrkräfte Probleme gemeinsam durch Austausch und Supervision bearbeiten, anstatt Einzelkämpfer zu bleiben.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Outdoor-Aktivitäten eine legitime und sinnvolle Methode sind, um die Lernbereitschaft zu fördern, sofern sie stetig und in einen pädagogischen Gesamtzusammenhang integriert eingesetzt werden.
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